Christian Hartphiel (SPD)
: Wer sitzt im Kreistag Uckermark – Steckbrief

Der Kreistag Uckermark hat nach der Wahl im Juni seine Arbeit aufgenommen. Die MOZ stellt alle Abgeordneten vor. Heute: Christian Hartphiel.
Von
Josephine Theodor
Prenzlau
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Christian Hartphiel, SPD

Christian Hartphiel von der SPD.

MOZ/Oliver Voigt

Mit den Kommunalwahlen wurden die Mitglieder des Uckermärkischen Kreistages neu gemischt. Seit den Wahlen im Juni haben die neuen und alten Mitglieder ihre Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen aufgenommen. Die MOZ stellt die Abgeordneten in Steckbriefen vor. Heute: Christian Hartphiel.

Name, Alter, Partei:

Christian Hartphiel, 46, SPD

Beruflicher Werdegang:

Hotelfachmann-Ausbildung, Sonderpädagogische Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen (bis 2020 ganze 22 Jahre bei der Stephanus Stiftung tätig, seit 2019 Regionalgeschäftsführer Nordost des SPD-Landesverbandes Brandenburg und Bundestagswahlkreismitarbeiter bei MdB Stefan Zierke)

Wie viele Perioden im Landkreis tätig? Wie viele Perioden in der Kommunalpolitik insgesamt?

2 Wahlperioden 2014-2019, 2019-2024 und nun wiedergewählt, seit 1996 kommunalpolitisch aktiv, 2003 erste Kommunalwahl-Kandidatur, 2008 erstmals als Stadtverordneter in Templin gewählt und seitdem Mandatsträger (16 Jahre)

Wichtigstes kommunalpolitisches Ziel:

Unterstützung des Ehrenamtes, der Vereine und Blaulichtorganisationen; Förderung der Kunst- und Kulturwelt und des Sports; Gute Lebensverhältnisse im ländlichen Raum und Sicherstellung der Daseinsvorsorge; Ausbau der Infrastruktur; Unterstützung der heimischen Wirtschaft, u.a. bei Mitarbeitersuche

Weshalb bin ich in der Kommunalpolitik aktiv?

Ich unterstütze und begleite gern gute Projekte in unserer Heimatregion und möchte mit meinen Erfahrungen einen Beitrag zur positiven Entwicklung unserer Städte und Dörfer leisten. Außerdem helfe oder vermittle ich gern, wenn Herausforderungen zu lösen sind oder Entscheidungen getroffen werden müssen.

Was macht meine Kommune liebenswert?

Gastfreundlich und weltoffen hat sich unsere schöne Kurstadt Templin für alle Generationen zu einem beliebten Wohn- und Urlaubsort inmitten von einzigartigen Naturlandschaften entwickelt. Unsere touristischen Einrichtungen und kulturellen Angebote locken jährlich hunderttausende Gäste in unsere Region.

Welche politischen Themen sind in der Uckermark in der angelaufenen Wahlperiode am wichtigsten?

Ausbau und Modernisierung der Infrastruktur; Sicherstellung und Verbesserung der ärztlichen Versorgung und der Angebote im Bereich der Pflege; Unterstützung der Unternehmen bei der Mitarbeitergewinnung und Fachkräfte-Anwerbung/-Ausbildung, lokale Wertschöpfung und Verwertung der Erneuerbaren Energien

Welche Projekte wollen Sie in den kommenden fünf Jahren umgesetzt haben?

Modernisierung und Digitalisierung aller Schulstandorte, Erhalt der kulturellen Vielfalt mit allen kleinen Projekten und großen Kultur-Einrichtungen im gesamten Landkreis, Eröffnung der Europaschule im ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium Templin, bedarfsorientierter Ausbau des Rettungsdienstes

In welche Projekte investiert die Uckermark zurzeit zu wenig Kraft und warum?

Der Breitbandausbau im Landkreis ist gut vorangeschritten, aber noch nicht vollendet. Auch gibt es immer noch sehr viele Mobilfunklöcher in allen Regionen. Das sind Standort-Nachteile für Unternehmen und für die hier lebenden Menschen. Gute Mobilität im ländlichen Raum bleibt ein Ziel, Beispiel: RB63.

Die Verteilung von Flüchtlingen in der Uckermark erfolgt äußerst ungleich. Angermünde und Schwedt nehmen deutlich weniger Menschen auf, als sie müssten. Wie stehen Sie dem gegenüber?

Alle Städte und Gemeinden leisten ihren Beitrag zur Unterbringung von geflüchteten Menschen, oft sind es Familien, Kinder und Jugendliche. Nur die reinen Aufnahme-Zahlen zu vergleichen, blendet die Herausforderungen der sozialen und beruflichen Integration in den jeweiligen Kommunen aus.

Im Zuge der Transformation fließt viel Geld in die Region. Das Gros an Investitionen geht allerdings nach Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass die anderen Teile der Uckermark wirtschaftlich abgehängt werden?

Der Wirtschaftsstandort Schwedt ist wichtig für unseren Landkreis und für Brandenburg. Die Stadt steht vor großen Herausforderungen und braucht starke Unterstützung bei der Transformation. Die Sicherung und Stabilisierung des Wirtschaftsstandortes wird auch in die anderen Regionen der Uckermark ausstrahlen.

Der Landkreis steckt aktuell viel Geld und Kraft in Projekte in Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass andere Teile der Uckermark in diesem Zuge zu wenig Beachtung finden?

Die Entscheidungsträger in der Kreisverwaltung und im Kreistag werden auch künftig die Bedarfe aller Regionen des großen Landkreises gleichermaßen im Blick behalten. Auch die Bürgermeister und Amtsdirektoren vertreten die Interessen ihrer Kommunen gut und tragen sie immer wieder an uns heran.

Welche Projekte müssen außerhalb der Stadtgrenzen Schwedt eine stärkere Beachtung finden?

Die Entwicklung der Wasserstoffregion Uckermark-Barnim ist ein großes Projekt, das über die nächsten Jahre unsere volle Aufmerksamkeit für die Realisierung benötigt. Hier haben wir als Landkreis große Potentiale und eine gute Ausgangslage, die zum Wohle der Region, der Menschen und Unternehmen genutzt werden sollte.

Wie kann die Wirtschaft die Region Uckermark weiter stützen und unterstützen?

In den verschiedenen Regionen des großen Landkreises haben sich unterschiedliche Wirtschaftszweige etabliert. Zwischen den Unternehmen und den Kommunen sollte immer ein enger Austausch stattfinden und gegenseitige Unterstützung erfolgen. Die frühzeitige berufliche Orientierung in Schulen, die verstärkte Ausbildung von jungen Menschen, die Beschäftigung von Quereinsteigern und Zugewanderten kann das allerorts präsente Fachkräfteproblem abmildern.

Alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark

Aufgelistet sind alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark in alphabetischer Reihenfolge:

  • Birgit Bader (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Klaus-Martin Bastert (AfD)
  • Thomas Bieche (AfD)
  • Kerstin Bischoff (SPD)
  • Mike Bischoff (SPD)
  • Christian Bork (AfD)
  • Knut Büttner-Janner (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Aribert Christ (AfD)
  • Robert Dalchow (DIE LINKE)
  • Barbara Ebert-de Wit
  • Harald Engler (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Ellen Fährmann (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Sylvio Felske (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Hans-Otto Dr. Gerlach (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Hannes Gnauck (AfD)
  • Monty Gutzmann (AfD)
  • Christian Hartphiel (SPD)
  • Herbert Heinemann (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Heike Heise-Heiland (DIE LINKE)
  • Susan Jahr (SPD)
  • Jörg Kath (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Mirko Koschel (AfD)
  • Walter Kotzian (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Axel Krumrey (DIE LINKE)
  • Cornelia Lambrecht-Süßenbach (DIE LINKE)
  • Peggy Lindemann (AfD)
  • Sebastian Markhoff (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Ludger Melters (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Josef Menke (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Andreas Meyer (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Hanka Mittlestädt (SPD)
  • Thomas Neumann (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Ariane Nitze (AfD)
  • Enrico Nitze (AfD)
  • Luca Phillip Piwodda (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Jörg Rakow (AfD)
  • Gerd Regler (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Norbert Rescher (AfD)
  • Marc Retzlaff (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Tony Riller (AfD)
  • Martin Röthke (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Peter Schneider (AfD)
  • Tobias Schween (CDU/BLR/FDP/PdF)
  • Reinhard Simon (BVB Freie Wähler/BfVG)
  • Felix Teichner (AfD)
  • Olaf Theiß (SPD)
  • Roman Weihser (AfD)
  • Melanie Winkler (SPD)
  • Michael Witt (SPD)
  • Stefan Zierke (SPD)