Mike Bischoff (SPD): Wer sitzt im Kreistag Uckermark – Steckbrief

Mike Bischoff, SPD
Oliver VoigtMit den Kommunalwahlen wurden die Mitglieder des Uckermärkischen Kreistages neu gemischt. Seit den Wahlen im Juni haben die neuen und alten Mitglieder ihre Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen aufgenommen. Die MOZ stellt die Abgeordneten in Steckbriefen vor. Heute: Mike Bischoff.
Name, Alter, Partei?
Mike Bischoff, 59, SPD
Beruf?
Landtagsabgeordneter, Industrieelektroniker
Wie viele Perioden im Landkreis tätig? Wie viele Perioden in der Kommunalpolitik insgesamt?
Drei Wahlperioden im Kreistag und es ist meine sechste Wahlperiode in der SVV Schwedt.
Wichtigstes kommunalpolitisches Ziel?
Schwedt als Zentrum der Wirtschaft und als lebenswerte Stadt mit seinen vielen Angeboten zu unterstützen. Bürgernähe ist mir wichtig, genauso wie die Belange von Kindern und Jugendlichen sowie von Senioren.
Weshalb bin ich in der Kommunalpolitik aktiv?
Die Entwicklung meiner Geburtsstadt ehrenamtlich zu unterstützen ist etwas Schönes, auch weil so viele andere in Schwedt und den schönen Ortsteilen tagtäglich ehrenamtlich arbeiten.
Was macht meine Kommune liebenswert?
Wenn man hier aufgewachsen und zur Schule sowie in die Disco gegangen ist und seit 59 Jahren lebt, hat man die Entwicklung von Schwedt hautnah erlebt. Schwedt hat auch im Vergleich mit ähnlich großen Städten sehr viel zu bieten.
Welche politischen Themen sind in der Uckermark in der angelaufenen Wahlperiode am wichtigsten?
Mir ist das gemeinsame wichtig und nicht das trennende. In der Uckermark hat jede Region seine Stärken, die unterstützt und gefördert werden müssen. In Schwedt ist es der Wirtschafts- und Kulturstandort und vieles mehr, was weiterhin gestärkt werden muss.
Welche Projekte wollen Sie in den kommenden fünf Jahren umgesetzt haben?
Es sind vielfältige Themen. Was nützt das Deutschlandticket, wenn kaum oder keine Busse oder Bahn über Land fahren? Ganz klar wird es entscheidend um die Zukunft der PCK und weitere Investitionen, z.B. in Schulgebäude gehen.
In welche Projekte investiert die Uckermark zurzeit zu wenig Kraft und warum?
Sicherlich trifft das auch für Kreisstraßen und Radwege zu. Es ist immer eine schwierige Abwägung zwischen vielen Vorhaben, aber auch Ideen, weil die Kreisfinanzen wie alle kommunalen Kassen Grenzen haben.
Die Verteilung von Flüchtlingen in der Uckermark erfolgt äußerst ungleich. Angermünde und Schwedt nehmen deutlich weniger Menschen auf, als sie müssten. Wie stehen Sie dem gegenüber?
Erstens kommen derzeit weniger Flüchtlinge, weil Geflüchtete ohne Bleibeperspektive bzw. aus sicheren Herkunftsländern landesweit zentral untergebracht werden und möglichst nicht in die Kommunen kommen. Das ist richtig. Schwedt hat sehr viele Wohnungen bereitgestellt, das ist besser als Massenunterkünfte. Sprache und Arbeit sind natürlich wichtig.
Im Zuge der Transformation fließt viel Geld in die Region. Das Gros an Investitionen geht allerdings nach Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass die anderen Teile der Uckermark wirtschaftlich abgehängt werden?
Diese Fördermittel dienen der Transformation des Standortes und insbesondere der Raffinerie. Deshalb gehören sie natürlich überwiegend an den Standort. Für den Industriestandort, in dem ja ein Viertel der Einwohner des Kreises arbeiten und leben, muss die Zukunft klar und zielgerichtet gesichert werden. Auch weil täglich rund 2000 Arbeitnehmer mehr einpendeln als auspendeln.
Der Landkreis steckt aktuell viel Geld und Kraft in Projekte in Schwedt. Haben Sie Bedenken, dass andere Teile der Uckermark in diesem Zuge zu wenig Beachtung finden?
Das habe ich wirklich nicht, denn die gesamte Uckermark profitiert, wenn es in Schwedt auch in 20 Jahren sehr gut läuft. Das trifft auch auf die Kreisfinanzen zu, denn Schwedt leistet nachvollziehbar den mit Abstand größten Beitrag zur Kreisumlage.
Welche Projekte müssen außerhalb der Stadtgrenzen Schwedt eine stärkere Beachtung finden?
Da sehe ich die Stärkung besonders der ländlichen Regionen beim ÖPNV und vielen weiteren Punkten. Jede Region unserer schönen Uckermark hat besondere Stärken, die Unterstützung verdienen. Wirklich sehr wichtig ist Jugend und junge Familien hier zu halten oder mit guten Bedingungen für die Region zu gewinnen.
Wie kann die Wirtschaft die Region Uckermark weiter stützen und unterstützen?
Jede Investition ist sehr wichtig. Dafür entstehen in Schwedt und auch an anderen Teilen im Landkreis weiterhin gute Bedingungen.
Alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark
Aufgelistet sind alle Abgeordneten des Kreistag Uckermark in alphabetischer Reihenfolge:
- Birgit Bader (Bündnis 90/Die Grünen)
- Klaus-Martin Bastert (AfD)
- Thomas Bieche (AfD)
- Kerstin Bischoff (SPD)
- Mike Bischoff (SPD)
- Christian Bork (AfD)
- Knut Büttner-Janner (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Aribert Christ (AfD)
- Robert Dalchow (DIE LINKE)
- Barbara Ebert-de Wit
- Harald Engler (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Ellen Fährmann (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Sylvio Felske (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Hans-Otto Dr. Gerlach (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Hannes Gnauck (AfD)
- Monty Gutzmann (AfD)
- Christian Hartphiel (SPD)
- Herbert Heinemann (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Heike Heise-Heiland (DIE LINKE)
- Susan Jahr (SPD)
- Jörg Kath (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Mirko Koschel (AfD)
- Walter Kotzian (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Axel Krumrey (DIE LINKE)
- Cornelia Lambrecht-Süßenbach (DIE LINKE)
- Peggy Lindemann (AfD)
- Sebastian Markhoff (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Ludger Melters (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Josef Menke (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Andreas Meyer (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Hanka Mittlestädt (SPD)
- Thomas Neumann (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Ariane Nitze (AfD)
- Enrico Nitze (AfD)
- Luca Phillip Piwodda (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Jörg Rakow (AfD)
- Gerd Regler (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Norbert Rescher (AfD)
- Marc Retzlaff (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Tony Riller (AfD)
- Martin Röthke (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Peter Schneider (AfD)
- Tobias Schween (CDU/BLR/FDP/PdF)
- Reinhard Simon (BVB Freie Wähler/BfVG)
- Felix Teichner (AfD)
- Olaf Theiß (SPD)
- Roman Weihser (AfD)
- Melanie Winkler (SPD)
- Michael Witt (SPD)
- Stefan Zierke (SPD)



