Wahl 2024 in Strausberg und Neuenhagen
: Alles rund um die Stimmabgabe in den Städten und Gemeinden

In der Region um Strausberg wird heute (9. Juni) gewählt. Menschen in Neuenhagen, Rehfelde, Hoppegarten, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen-Eggersdorf, Rüdersdorf, Altlandsberg und Müncheberg bestimmen ihre kommunalen Vertreter.
Von
Dirk Schaal,
Christian Heinig
Strausberg
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ILLUSTRATION - Eine Frau macht ein Kreuz auf einem Wahlzettel. (zu dpa "Bundestagswahl: Sicherheitsbehörden warnen Politiker und Wähler") +++ dpa-Bildfunk +++

Wahl am 9. Juni: Am Sonntagabend werden die ersten Ergebnisse der Kommunalwahl in Strausberg und Umgebung erwartet. (Symbolfoto)

Sebastian Gollnow/dpa

Was passiert in den nächsten fünf Jahren im Ort? Die Antwort auf diese Frage können die Menschen am Sonntag (9. Juni) während der Kommunalwahl in Brandenburg maßgeblich mitbestimmen. Denn in Strausberg, Neuenhagen, Hoppegarten, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen-Eggersdorf, Rüdersdorf, Altlandsberg, Müncheberg und im Amt Märkische Schweiz mit Buckow, Waldsieversdorf und Rehfelde werden die kommunalen Vertretungen gewählt. Die aktuellen Ereignisse und Zahlen im Newsblog.

+++ 6:20 Uhr: Noch nicht alle Wahlen der Kommunen sind am Montagmorgen vollständig ausgezählt. Im Laufe des Vormittags sollen die vorläufigen Endergebnisse vorliegen. Wir aktualisieren je nach Verfügbarkeit die Wahlergebnisse.

+++ 1.20 Uhr: Die AfD hat die Wahl zur Gemeindevertretung in Fredersdorf-Vogelsdorf gewonnen. Das geht aus dem vorläufigen Ergebnis von 1.13 Uhr hervor. Die Partei erzielte 23,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sie wird mit fünf Abgeordneten die stärkste Fraktion im 22 Mann und Frau starken Gremium stellen. Spitzenkandidat Dennis Lindenberg hat das mit Abstand beste Ergebnis (2046 Stimmen) aller 87 Kandidaten erzielt.

Auf die CDU entfielen 19,5 Prozent (4 Sitze), auf die SPD 11,1 Prozent (2 Sitze). Es folgen die Wählergruppen W.I.R (9,9 Prozent/2 Sitze) sowie GFV (8,4/2), Die Linke (7,6/2), Bündnis 90/Die Grünen (5,3/1), FDP (3,1/1) sowie der Wählergruppen FuD (3,0/1), KWfFV (2,8/1) und BFFV (2,1/1). Die Einzelbewerber Christian Steinmann (2,0) und Jutta Schramm (0,6) sowie die Wählergruppe Bauern (1,2) werden nicht im neuen Gemeinderat vertreten sein.

+++ 23.45 Uhr: Noch im Gange ist auch die Kreistagswahl MOL. Hier liegt aktuell das Eregbnis von 241 der 279 auszählenden Wahlvorstände vor. Demnach führt die AfD (30,9 Prozent) klar vor CDU (15,3) und SPD (14,5).

+++ 23.41 Uhr: In Hoppegarten ist dagegen bereits Halbzeit. An der Spitze steht im Moment die AfD (22,8 Prozent), gefolgt von CDU (19,4), Linken (12,2), SPD (11,2) und Grünen (10,9).

+++ 23.39 Uhr: Neuenhagen ist die einzige Gemeinde der S5-Region, in der die Auszählung zur GV noch nicht begonnen hat.

+++ 23.34 Uhr: In Strausberg sind 11 von 33 Wahlbezirken ausgezählt, ein Drittel also. Aktuell liegt die AfD mit 21,4 Prozent in Front. Dahinter folgen die Linken (17,0), UfW Pro Strausberg (13,8),  SPD (11,8) und CDU (11,5).

+++ 23.05 Uhr: Aus dem Amt Märkische Schweiz gibt es die ersten Ergebnisse der Bürgermeister-Wahlen. In Buckow gelang dabei Thomas Mix die Wiederwahl mit 59,2 Prozent der Stimmen. In Garzau-Gartzin wurde zudem Sebastian Fröbrich (Freie Wählergemeinschaft Garzin) wiedergewählt. In Märkisch Höhe machte Käte Roos aus Reichenberg das Rennen, sie holte 71,2 Prozent.

+++ 22.53 Uhr: In Altlandsberg sind für die SVV bereits 7 von 15 Wahllokalen ausgezählt. In Front liegt derzeit die Wählergruppe Bürger für Stadt und Land (BSL) mit 21,3 Prozent. Dahinter zechnet sich ein enges Rennen ab zwischen SPD (15,8 Prozent), AfD (15,5) und CDU (15,2).

+++ 22.35 Uhr: In Strausberg hat die Auszählung für die Stadtverordneten-Versammlung begonnen, ebenso wie in Rüdersdorf und Hoppegarten.

+++ 21:31 Uhr: Eine hohe Wahlbeteiligung zur Europawahl gab es in Hoppegarten. 70,2 der Wahlberechtigten Hoppegartener suchten am Sonntag die 18 Wahllokale auf. Es zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, wie in den anderen Kommunen der Region. Die AfD kommt auf 24,5 Prozent der Stimmen, CDU aus 18,1, BSW folgt knapp dahinter mit 17,6. Die SPD verliert noch moderat an Stimmen (-2,1) auf 10,8 Prozent, während Grüne (6,5) und Linke (5,4) massive Verluste hinnehmen müssen.

Auch in Müncheberg gingen viele an die Wahlurne zur Wahl des Europarlaments. 69,1 Prozent der Wahlberechtigten nutzten ihr Wahlrecht. Auch hier holt die AfD die meisten Stimmen (32,3) vor BSW (15,0) und CDU (12,4). SPD (11,6), Linke (6,5) und Grüne (5,3) folgen mit markant weniger Stimmen als bei der vorigen Europawahl.

+++ 21:25 Uhr: Bei den Kreistagswahlen in Märkisch-Oderland zeichnet sich ein ähnliches Ergebnis ab wie bei den Wahlen zum Europaparlament. Im gesamten Landkreis erhalten die Kandidaten der AfD 33,9 Prozent nach 81 von 279 ausgezählten Wahllokalen. Auch BVB/Freie Wähle können auf 7,9 Prozent zulegen. Verluste zu verzeichnen haben die CDU mit 13,8 Prozent, SPD (13,6), Linke (8,1) und Grüne (4,9).

+++ 20:41 Uhr: In Fredersdorf konnte sich die CDU bei der Europawahl knapp vor BSW behaupten. Die Christdemokraten kommen auf 18,6 Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht auf 16,3 Prozent. Die meisten Wählerstimmen konnte die AfD (27,1) auf sich vereinen. Die SPD bekommt 11,5 Prozent, Grüne 5,7 und Linke 4,3.

Sortieren der Briefwahl zur Europawahl in Hönow

Sortieren der eingegangenen Unterlagen zur Briefwahl der Europawahl in Hönow.

Dirk Schaal

+++ 20:37 Uhr:  In Rüdersdorf holt BSW 15,8 Prozent der Wählerstimmen zur Europawahl aus dem Stand. Damit liegt sie beim Zugewinn noch vor der AfD. Die konnte ihr Ergebnis gegenüber der vorigen Wahl zum Europaparlament um 10,3 Prozent auf 34 Prozent steigern. Die CDU kommt auf 16,4 Prozent, SPD auf 10,9 und die Linken auf 4. 60,6 Prozent der Rüdersdorfer haben in den 18 Wahllokalen über das Europaparlament abgestimmt.

+++ 20:31 Uhr: 63,3 Prozent der Wahlberechtigen Strausberger sind zur Europa-Wahl gegangen. Die AfD holt dort mit 26,2 Prozent die meisten Stimmen für das Europaparlament. Das ist ein Plus von fast 9 Prozent gegenüber der letzten Europawahl. BSW kommt aus Platz 2 mit 17,9 Prozent. Es folgen CDU (14), SPD (11,2), Die Linke (7,9) und Grüne (4,8).

+++ 20.25 Uhr: In Altlandsberg ist die Europawahl in allen 15 Wahllokalen ausgezählt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 68,9 Prozent. Die meisten Stimmen erhielt die AfD mit 31,1 Prozent, gefolgt vom BSW 19,1 Prozent. Drittstärkste Kraft ist die CDU (16,4). Die SPD (9,9) erreicht nach dem vorläufigen Ergebnis nicht die 10-Prozent-Marke. Es folgen Linke (4,2) und Grüne (4,0).

+++ 20:22 Uhr: Die Auszählung der Europawahl neigt sich in einigen Gemeinden und Städte dem Ende entgegen. Nur Neuenhagen hinkt dabei noch hinterher. Dort sind erst 6 der 20 Wahllokale ausgezählt. Das bedeutet, dass auch mit Ergebnissen aus Kreistags- und Kommunalwahl aus der Gartenstadt erst später zu rechnen ist.

+++ 19.08 Uhr: Nicht ganz die Hälfte der wahlberechtigten Strausberger haben ihre Stimme bei der Europawahl nach 13 der 33 ausgezählten Wahllokale abgegeben. Die AfD bekommt 30,7 Prozent. Zweitstärkste Partei ist BSW mit 16,4 Prozent. Es folgen CDU (12,9), SPD (10,5) und Die Linke mit 7,7 Prozent. Die Grünen liegen bei 4,6 Prozent.

+++ 18.55 Uhr: Bei der Europawahl im Landkreis Märkisch-Oderland sind 74 der 301 Wahllokale ausgezählt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 54 Prozent. Als mit Abstand stärkste Partei kommt die AfD auf 36,2 Prozent der Stimmen. Die CDU kommt auf 14,4, SPD 10,7 und die Linke auf 5 Prozent. Sonstige, darunter ist auch BSW, hat 22,7 Prozent der Stimmen holen können.

+++ 18:00 Uhr: Wahlhelfer berichten aus vielen Orten stellenweise von einem großen Andrang in den Wahllokalen. In Hönow ist am Vormittag eine 200 Meter lange Schlange vor der Gebrüder-Grimm-Grundschule. Um schnell Abhilfe zu schaffen, wurde weitere Wahltische aus dem Rathaus Hoppegarten geholt. Danach normalisierte sich dort die Situation. Auch aus Eggersdorf wurde von einem großen Andrang vor den Wahllokalen berichtet. Dort war auch das ZDF vor Ort für eine Nachwahlbefragung. Jeder zweite Wähler wurde dazu befragt. Aus den Ergebnissen wird die Prognose für die Europawahl erstellt.

Wahllokal in Hönow

In Hönow im Wahllokal in der Grimm-Grundschule war der Andrang so hoch, dass zusätzliche Wahltische aufgestellt werden mussten.

Dirk Schaal

+++ 17:45 Uhr: Um 18 Uhr schließen in allen Kommunen die Wahllokale. Dann werden die Wahlzettel öffentlich ausgezählt. Den Anfang machen die Stimmen der Europawahl. Danach zählen die Wahlhelfer die Kreistagswahl aus, bevor die Kommunalwahl für die Stadtverordnetenversammlungen, Gemeindevertretungen und Ortsbeiräte an die Reihe kommt. Erst im Laufe des späten Abends wird mit Ergebnissen der Kommunalwahl gerechnet.

Neuenhagen und Strausberg – große Zahl an Kandidaten

Das Interesse der Kandidaten zur Kommunalwahl ist hoch. Allein in Neuenhagen bewerben sich insgesamt 102 Kandidaten um einen der 28 Sitze in der neuen Gemeindevertretung. Das sind 17 mehr als bei der Kommunalwahl von fünf Jahren. Allein die Parteilosen schicken 26 Männer und Frauen ins Rennen. Bei B90/Grüne sind es noch immerhin 22 Kandidaten.

Von Politikverdrossenheit ist auch in Strausberg keine Spur. Sieben Parteien, eine Wählergemeinschaft sowie vier Einzelkandidaten stellen sich zur Wahl. Die Wählerinnen und Wähler können sich zwischen 87 Menschen, die in die Stadtverordnetenversammlung wollen, entscheiden. 32 Mandate sind zu vergeben.

Mehr Lust auf Kommunalpolitik

In Altlandsberg sind in der Stadtverordnetenversammlung 18 Sitze zu vergeben. 68 Kandidatinnen und Kandidaten aus insgesamt zehn Parteien und Wählergruppen bewerben sich darum. 2019 waren es nur vier Parteien, zwei Wählergruppen und zwei Einzelbewerber. Neu im Rennen sind die Bürger für Altlandsberg mit Spitzenkandidat Thomas Kunze, der im vorigen Jahr für das Bürgermeisteramt kandidierte.

Auch in Fredersdorf-Vogelsdorf haben offensichtlich immer mehr Menschen Lust, die Politik in ihrer Heimat mitzugestalten. Insgesamt 82 Männer und Frauen – und damit 17 mehr als bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren – streben einen Sitz neuen Gemeinderat an. Drei Wählergruppen stehen erstmals zur Wahl.

28 Sitze sind in der Gemeindevertretung Rüdersdorf zu vergeben. Insgesamt kandidieren 80 Frauen und Männer. Das sind genauso viele wie bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren. Die Bewerberinnen und Bewerber treten für neun Parteien und Wählergruppen an. Neu ist das das Bündnis Rüdersdorf für Vernunft und Gerechtigkeit. Acht Kandidaten schickt die dem Bündnis Sahra Wagenknecht nahe Wählergruppe ins Rennen.

Insgesamt 74 Kandidierende stellen sich in neun Parteien und Wählergruppen zur Wahl in Petershagen-Eggersdorf. Damit ist die Anzahl der Männer und Frauen, die sich im Doppeldorf für einen von insgesamt 28 Sitzen in der Gemeindevertretung bewerben, zwar leicht gestiegen. Bei der Wahl vor fünf Jahren gingen 71 Kandidierende ins Rennen. Die Anzahl der Listen hat sich jedoch verringert. Die Wählergruppe WIR Gemeinsam für Petershagen/Eggersdorf tritt nicht mehr zur Wahl an.

43 Bewerber für zehn Sitze in Buckow

Im Stadtparlament von Buckow sind zehn Sitze zu besetzen. Die vom Wahlausschuss bestätigten Listen weisen 43 Kandidatinnen und Kandidaten aus. Das ist eine stolze Steigerung um fast ein Fünftel gegenüber den 36 Bewerbern, die es vor fünf Jahren gab. Seinerzeit hatte die CDU die Nase vorn, gefolgt von Bürger für Buckow (BfB), SPD, Linke, BürgerDialog und Pro Zukunft. In Müncheberg gibt es ein buntes Feld von insgesamt 37 Männern und Frauen, die um Stimmen für einen Sitz in der neuen Stadtverordnetenversammlung werben. Ihre Zahl ist leicht rückläufig: Bei der Kommunalwahl 2019 hatte es 41 Bewerber gegeben. Die längste Bewerberliste stellt diesmal die AfD mit acht Kandidaten. Dahinter rangieren mit jeweils sieben Kandidaten die Linke, die SPD sowie die Listenvereinigung Aktion Zukunft/Bündnis 90/Grüne.

Eine Partei und drei lokale Wählergruppen werben für die neue Legislaturperiode 2024 bis 2029 um die Stimmen in Waldsieversdorf. Neun Kandidierende sind es beim neu gegründeten Bündnis Gemeinsam in Waldsieversdorf (GiW), mit acht Namen nur einer weniger stehen auf der Liste bei Für Waldsieversdorf. Hinzu kommt die Gruppe Parteilose Bürger mit vier Kandidaten, während die Alternative für Deutschland (AfD) als einzige vertretene Partei zwei Bewerber ins Rennen schickt.

Der Stimmzettel zur Wahl der neuen Gemeindevertretung in Rehfelde wird etwas größer ausfallen. Denn nicht nur sind es diesmal vier lokale Wählergruppen und zwei Parteien, die um künftigen Einfluss in der Kommunalpolitik konkurrieren. Sie schicken insgesamt gleich 78 Männer und Frauen ins Rennen. Das sind diesmal sogar noch etwas mehr als die 71 Kandidierenden, die es vor fünf Jahren gab. Mit Abstand die meisten Namen stehen mit 27 auf der Liste der Gruppe Für Rehfelde, Werder und Zinndorf (FÜR), die bislang die größte Fraktion stellte.

Um 18 Uhr schließen am Sonntag (9. Juni) überall die Wahllokale und die öffentliche Auszählung der Stimmen beginnt. Zuerst werden die Wahlzettel der Europawahl ausgezählt. Danach folgt die Wahl des Kreistags, die vermutlich viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Erst in den späten Abendstunden wird mit ersten Ergebnissen der Kommunalwahl gerechnet. MOZ.de wird die Auszählung in den Kommunen verfolgen und über den aktuellen Stand in einem Newsblog informieren.