Union Berlin: Sieg gegen Hoffenheim dank Traumstart – Gänsehaut vor Anpfiff

Neuzugang Tom Rothe (Mitte) schoss Union Berlin gegen die TSG Hoffenheim schon in der Anfangsphase in Führung.
Imago/Uwe Koch- Union Berlin siegt 2:1 gegen Hoffenheim dank Traumstart mit frühen Toren von Rothe und Jeong.
- Fans und Spieler zeigen Herz für den an Knochenkrebs erkrankten Berkin Arslanogullari.
- 250.000 Euro Spenden gesammelt, Unterstützung von Verein und Ex-Spielern.
- Union bleibt mit 8 Punkten aus 4 Spielen ungeschlagen unter Trainer Bo Svensson.
- Gänsehaut-Moment vor Anpfiff durch emotionale Fan-Aktion und Ansprache.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trainer Bo Svensson ballte an der Seitenlinie die Faust und feierte den Traumstart des 1. FC Union Berlin. Mit zwei frühen Toren legten die Eisernen am Samstag den Grundstein für den 2:1 (2:0)-Erfolg in der Bundesliga-Partie gegen die TSG Hoffenheim. Am Ende wurde es trotzdem noch einmal eng.
Die beiden Neuzugänge Tom Rothe in der 4. Minute und Woo-Yeong Jeong (6.) hatten mit ihren Toren zur 2:0-Führung die furiose Startphase der Gastgeber gekrönt. Marius Bülter traf für Hoffenheim (67.). „Die Art und Weise in der Startphase war ein Genuss. Wir haben Hoffenheim mit viel Intensität unter Druck gesetzt“, lobte Union-Präsident Dirk Zingler. Mit nunmehr acht Punkten aus vier Spielen legte der FCU einen gelungenen Start in die Saison 2024/25 hin.
Trainer Bo Svensson war zwar auch „sehr glücklich über den Sieg“. Er wies in seiner Analyse jedoch auch auf die Probleme in der zweiten Halbzeit hin. „Da hatten wir kaum noch Zugriff. Aber das Stadion hat uns geholfen, den Sieg über die Bühne zu bringen.“
Traumstart von Union Berlin
Die Union-Fans im Stadion An der Alten Försterei erlebten einen Traumstart ihrer Mannschaft. Nachdem der Ball zunächst vogelwild durch den Hoffenheimer Strafraum geflippert war, donnerte Tom Rothe ihn zum 1:0 (4.) unter die Latte. Kurz danach sah die Hoffenheimer Hintermannschaft erneut schlecht aus. Auch diesmal war mit Woo-Yeong Jeong ein Neuzugang der Nutznießer (2:0, 6.).
Union Berlin jubelte – Hoffenheim wackelte. Immer, wenn der FCU seine Angriffe mit Tempo vortrug, lag der dritte Treffer in der Luft. Es war ein Auftakt ganz nach dem Geschmack von Trainer Bo Svensson. Denn die Eisernen konnten nun auf ihre gewohnte Abwehrstärke bauen. Die logische Folge war, dass Hoffenheim in der ersten Halbzeit in der Offensive kaum stattfand. Torhüter Frederik Rönnow, der vor dem Anpfiff als „Union-Fußballer des Jahres“ sowie für sein 100. Bundesliga-Spiel im Trikot der Eisernen geehrt wurde, verlebte zunächst einen ruhigen Nachmittag.
Das änderte sich nach der Halbzeitpause grundlegend. Hoffenheim wurde nun stärker und kam zum 1:2-Anschlusstreffer durch den Ex-Unioner Marius Bülter (67.). Der Rest war aus Sicht der Gastgeber viel Kampf. Am Ende rettete der FCU den knappen Vorsprung über die Zeit und bleibt unter Bo Svensson ungeschlagen. Der Däne ordnete den guten Saisonstart nüchtern ein. „Ja, ich habe ein gutes Gefühl, weil ich sehe, wie hart die Jungs jeden Tag arbeiten. Aber ich habe auch großen Respekt vor der Liga und weiß, wie schwer es ist zu bestehen“, erklärte Svensson.
Unter dem Strich kann Union Berlin vor allem die starke Startphase mit in das nächste Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach am Samstag nehmen. Dennoch wies auch Stürmer Benedict Hollerbach auf die insgesamt durchwachsenen 90 Minuten hin. „In Schulnoten ausgedrückt: erste Halbzeit Note eins, zweite Halbzeit vier minus. Die Marschroute heute war Attacke – kombiniert mit taktischen Vorgaben, die sehr gut funktioniert haben. In der zweiten Halbzeit hatten wir zu viele Ballverluste“, bilanzierte Hollerbach. Ein weiterer Wermutstropfen: Torschütze Tom Rothe musste verletzt ausgewechselt werden.
Union Berlin leidet mit Arslanogullari
Union Berlin und die Fans zeigen in diesen Tagen viel Herz und Mitgefühl mit dem an Knochenkrebs erkrankten Berkin Arslanogullari (19). Der Jugendtorwart hatte vor einigen Monaten die schockierende Diagnose erhalten. Trotz Chemotherapie musste dem Schlussmann ein Bein amputiert werden, um das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen. Auch Union Berlin als Verein beteiligte sich an einer Spendenaktion, ebenso wie viele Ex-Spieler der Eisernen. Unter anderem hatte Leonardo Bonucci insgesamt 10.000 Euro überwiesen. Julian Ryerson (Borussia Dortmund) beteiligte sich mit einer vierstelligen Summe. Knapp 250.000 Euro waren bis zum Wochenende bei Gofundme.com bereits zusammen gekommen.
Die Fans erhoben sich am Samstag nach der emotionalen Ansprache von Stadionsprecher Christian Arbeit von den Plätzen, spendeten aufmunternden Beifall und sorgten schon vor dem Anpfiff für Gänsehaut-Atmosphäre. Außerdem trugen die Union-Profis bei der Erwärmung rote T-Shirts mit der Aufschrift „Kämpfen Berkin. Wir sind bei dir“. Vereinssponsoren wollen laut Präsident Dirk Zingler bei der Finanzierung der Prothese helfen.
1. FC Union Berlin – Spielplan für die Bundesliga-Saison 2024/25
- 1. Spieltag, Sa., 24. August, 15.30 Uhr: Mainz 05 – Union Berlin 1:1 (0:0)
- 2. Spieltag, Fr., 30. August, 20.30 Uhr: Union Berlin – FC St. Pauli 1:0 (1:0)
- 3. Spieltag, Sa., 14. September, 15.30 Uhr: RB Leipzig – Union Berlin 0:0
- 4. Spieltag, Sa., 21. September, 15.30 Uhr: Union Berlin – TSG Hoffenheim 2:1 (2:0)
- 5. Spieltag, Sa., 28. September, 15.30 Uhr: Mönchengladbach – Union Berlin 0:1 (0:0)
- 6. Spieltag, Sa., 5. Oktober, 15.30 Uhr: Union Berlin – Borussia Dortmund 2:1 (2:0)
- 7. Spieltag, Sa., 19. Oktober, 15.30 Uhr: Holstein Kiel – Union Berlin 0:2 (0:1)
- 8. Spieltag, So., 27. Oktober, 17.30 Uhr: Union Berlin – Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1)
- 9. Spieltag, Sa., 2. November, 15.30 Uhr: Bayern München – Union Berlin 3:0 (2:0)
- 10. Spieltag, Fr., 8. November, 20.30 Uhr: Union Berlin – SC Freiburg 0:0
- 11. Spieltag, Sa., 23. November, 15.30 Uhr: VfL Wolfsburg – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 12. Spieltag, Sa., 30. November, 15.30 Uhr: Union Berlin – Bayer Leverkusen 1:2 (1:1)
- 13. Spieltag, Fr., 6. Dezember, 20.30 Uhr: VfB Stuttgart – Union Berlin 3:2 (0:1)
- 14. Spieltag, Sa., 14. Dezember, 15.30 Uhr: Union Berlin – VfL Bochum 1848 1:1 (1:1)
- 15. Spieltag, Sa., 21. Dezember, 15.30 Uhr: SV Werder Bremen – Union Berlin 4:1 (3:1)
- 16. Spieltag, Sa., 11. Januar, 15.30 Uhr: 1. FC Heidenheim – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 17. Spieltag, Mi., 15. Januar, 20.30 Uhr: Union Berlin – FC Augsburg 0:2 (0:2)
- 18. Spieltag, So., 19. Januar, 15.30 Uhr: Union Berlin – 1. FSV Mainz 05 2:1 (2:1)
- 19. Spieltag, So., 26. Januar, 17.30 Uhr: FC St. Pauli – Union Berlin 3:0 (1:0)
- 20. Spieltag, Sa., 1. Februar, 18 Uhr: Union Berlin – RB Leipzig 0:0
- 21. Spieltag, Sa., 8. Februar, 15.30 Uhr: TSG Hoffenheim – Union Berlin 4:0 (1:0)
- 22. Spieltag, Sa., 15. Februar, 15.30 Uhr: Union Berlin – Mönchengladbach 1:2 (0:2)
- 23. Spieltag, Sa., 22. Februar, 18.30 Uhr: Borussia Dortmund – Union Berlin 6:0 (2:0)
- 24. Spieltag, So., 2. März, 15.30 Uhr: Union Berlin – Holstein Kiel 0:1 (0:1)
- 25. Spieltag, So., 9. März, 15.30 Uhr: Eintracht Frankfurt – Union Berlin 1:2 (0:1)
- 26. Spieltag, Sa., 15. März, 15.30 Uhr: Union Berlin – FC Bayern München 1:1 (0:0)
- 27. Spieltag, So., 30. März, 15.30 Uhr: SC Freiburg – Union Berlin 1:2 (1:1)
- 28. Spieltag, So., 6. April, 17.30 Uhr: Union Berlin – VfL Wolfsburg 1:0 (0:0)
- 29. Spieltag, Sa., 12. April, 15.30 Uhr: Bayer Leverkusen – Union Berlin 0:0
- 30. Spieltag, Sa., 19. April, 18.30 Uhr: Union Berlin – VfB Stuttgart 4:4 (4:4)
- 31. Spieltag, So., 27. April, 15.30 Uhr: VfL Bochum – Union Berlin 1:1 (0:1)
- 32. Spieltag, Sa., 3. Mai, 15.30 Uhr: Union Berlin – Werder Bremen 2:2 (1:2)
- 33. Spieltag, Sa., 10. Mai, 15.30 Uhr: Union Berlin – 1. FC Heidenheim
- 34. Spieltag, Sa., 17. Mai, 15.30 Uhr: FC Augsburg – Union Berlin

