Union Berlin – Stuttgart: FCU feiert Klassenerhalt mit Rekord-Spektakel und Traumtor

Leopold Querfeld jubelt über sein Traumtor für Union Berlin im Jubiläumsspiel gegen den VfB Stuttgart.
Andreas Gora/dpa- Union Berlin sichert Klassenerhalt mit rekordverdächtigem 4:4 gegen Stuttgart.
- Acht Tore in der ersten Halbzeit stellen neuen Bundesliga-Rekord auf.
- Kapitän Christopher Trimmel verlängert Vertrag bei Union Berlin.
- Leopold Querfeld erzielt Traumtor aus 30 Metern.
- Union-Trainer Steffen Baumgart beruhigt vor dem Spiel: Klassenerhalt sicher.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was gönnt man sich zum Jubiläumsspiel am Samstagabend unter Flutlicht? Na klar, ein echtes Tor-Spektakel, den Klassenerhalt sowie die von den Fans lautstark gefeierte Vertragsverlängerung von Kapitän Christopher Trimmel. Immerhin bestritt der 1. FC Union Berlin gegen den VfB Stuttgart sein 200. Spiel in der Fußball-Bundesliga. Gleichzeitig war es der 100. Auftritt im Stadion an der Alten Försterei.
Passend zum Jubiläum sahen die Fans mit dem 4:4 (4:4)-Unentschieden eines der verrücktesten Heimspiele in der Bundesliga-Geschichte des FCU mit insgesamt acht Toren in der ersten Halbzeit. Neuer Rekord – das gab es in der Bundesliga noch nie. Mit diesem Remis beseitigten die Gastgeber auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt.
Union ging durch die Treffer von Andrej Ilic in der 5. Minute und Diogo Leite (19.) in Führung. Stuttgart kam aber schnell zum 2:2-Ausgleich. Deniz Undav (23.) und Enzo Millot (29.) trafen für die Schwaben. Leopold Querfeld brachte Union mit einem Sonntagsschuss erneut in Führung (3:2, 39.). Die Führung nach der ersten Halbzeit? Von wegen! Kurz vor der Pause trafen erst Jeff Chabot zum 3:3 (43.) und Chris Führich zum 4:3 (45.+1) für Stuttgart. Aber auch die Eisernen hatten noch eine Antwort parat: Erneut Andrej Ilic sorgte für den verrückten 4:4-Halbzeitstand (45.+6).
Frühes Tor für Union Berlin gegen Stuttgart
Dabei stand der Klassenerhalt von Union Berlin praktisch ja schon vor dem Anpfiff fest, weil am Samstagnachmittag die Konkurrenz im Tabellenkeller gepatzt hatte. Der FC Heidenheim auf dem Relegationsrang 16 kam gegen Bayern München mit 0:4 unter die Räder. „Wir haben einen sehr, sehr großen Vorsprung. Und es plant auch keiner was Anderes außer die 1. Bundesliga“, hatte Union-Trainer Steffen Baumgart bereits vor dem Stuttgart-Spiel betont und klargestellt: „Also wer was Anderes erzählt... Versteht mich nicht falsch. Es zittert hier auch keiner mehr rum.“
Union Berlin spielte zunächst so, wie der 1. FC Union am liebsten spielt. Denn die ersten beiden Treffer fielen jeweils nach Standardsituationen. Christopher Trimmel hatte jeweils aufgelegt: erst mit einem Eckball für Andrej Ilic, dann mit einem Freistoß für Leopold Querfeld. Die Gastgeber präsentierten sich in der Startphase überaus effizient. Sie überließen Stuttgart zwar oft den Ball, schlugen aber eiskalt zu.
Die Gäste aus Schwaben kamen spätestens mit dem 1:2 durch Deniz Undav (23.) in diesem Spiel an. Undav zog aus 18 Metern ab – Torhüter Frederik Rönnow streckte sich vergeblich nach diesem Distanzschuss. Trotz empfindlicher Kühle in der Hauptstadt wurde es Union-Trainer Steffen Baumgart angesichts dieser turbulenten Startphase zu warm: Nach 25 Minuten schleuderte Baumgart seine Jacke in Richtung Ersatzbank. Kurz danach sah er den zweiten Distanzschuss, der im Kasten der Eisernen einschlug: Absender des 2:2 war Enzo Millot (29.). Das Tor des Tages aus der Abteilung Distanzschüsse erzielte dann jedoch Leopold Querfeld. In der 39. Minute schmetterte Querfeld den Ball aus 30 Metern exakt in den Winkel. Es war das schönste der sage und schreibe acht Tore in Halbzeit eins.
Die Fans hatten jedenfalls viel Spaß an dieser ersten Halbzeit. Der zweite Durchgang verlief dann deutlich geordneter. Stuttgart drängte zwar auf den Sieg, aber Union sicherte sich das Remis in diesem Jubiläumsspiel und machte mit diesem Punktgewinn den Klassenerhalt endgültig perfekt.

Kapitän Christopher Trimmel (rechts) hat seinen Vertrag bei Union Berlin verlängert. Hier attackiert Trimmel den Stuttgarter Chris Führich.
Sebastian Räppold/Matthias KochKapitän Trimmel verlängert Vertrag bei Union Berlin
Der Kader: Kapitän Christopher Trimmel (38) hatte einen Tag vor dem Spiel gegen Stuttgart seinen Vertrag in Köpenick verlängert. Wie beim 1. FC Union üblich wurde die Vertragslaufzeit nicht mitgeteilt. „Für mich ist Union längst mehr als nur ein Club, Union ist eine zweite Heimat geworden“, erklärte Trimmel. Der Abwehrspieler ist der dienstälteste Spieler im Kader der Köpenicker. Trimmel kam 2014 von Rapid Wien an die Alte Försterei und ist seit 2018 Kapitän der Eisernen.
Übrigens: Christopher Trimmel ist der einzige Spieler, der sowohl in den Aufstiegs-Relegationsspielen gegen den VfB Stuttgart in der Saison 2018/19 als auch sechs Jahre später bei der spektakulären Jubiläums-Neuauflage dieses Duells am Samstagabend auf dem Rasen stand. Er wird sich garantiert an beide Spiele noch lange erinnern.
Bundesliga-Tabelle mit Union Berlin
1. FC Union Berlin – Spielplan für die Bundesliga-Saison 2024/25
- 1. Spieltag, Sa., 24. August, 15.30 Uhr: Mainz 05 – Union Berlin 1:1 (0:0)
- 2. Spieltag, Fr., 30. August, 20.30 Uhr: Union Berlin – FC St. Pauli 1:0 (1:0)
- 3. Spieltag, Sa., 14. September, 15.30 Uhr: RB Leipzig – Union Berlin 0:0
- 4. Spieltag, Sa., 21. September, 15.30 Uhr: Union Berlin – TSG Hoffenheim 2:1 (2:0)
- 5. Spieltag, Sa., 28. September, 15.30 Uhr: Mönchengladbach – Union Berlin 0:1 (0:0)
- 6. Spieltag, Sa., 5. Oktober, 15.30 Uhr: Union Berlin – Borussia Dortmund 2:1 (2:0)
- 7. Spieltag, Sa., 19. Oktober, 15.30 Uhr: Holstein Kiel – Union Berlin 0:2 (0:1)
- 8. Spieltag, So., 27. Oktober, 17.30 Uhr: Union Berlin – Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1)
- 9. Spieltag, Sa., 2. November, 15.30 Uhr: Bayern München – Union Berlin 3:0 (2:0)
- 10. Spieltag, Fr., 8. November, 20.30 Uhr: Union Berlin – SC Freiburg 0:0
- 11. Spieltag, Sa., 23. November, 15.30 Uhr: VfL Wolfsburg – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 12. Spieltag, Sa., 30. November, 15.30 Uhr: Union Berlin – Bayer Leverkusen 1:2 (1:1)
- 13. Spieltag, Fr., 6. Dezember, 20.30 Uhr: VfB Stuttgart – Union Berlin 3:2 (0:1)
- 14. Spieltag, Sa., 14. Dezember, 15.30 Uhr: Union Berlin – VfL Bochum 1848 1:1 (1:1)
- 15. Spieltag, Sa., 21. Dezember, 15.30 Uhr: SV Werder Bremen – Union Berlin 4:1 (3:1)
- 16. Spieltag, Sa., 11. Januar, 15.30 Uhr: 1. FC Heidenheim – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 17. Spieltag, Mi., 15. Januar, 20.30 Uhr: Union Berlin – FC Augsburg 0:2 (0:2)
- 18. Spieltag, So., 19. Januar, 15.30 Uhr: Union Berlin – 1. FSV Mainz 05 2:1 (2:1)
- 19. Spieltag, So., 26. Januar, 17.30 Uhr: FC St. Pauli – Union Berlin 3:0 (1:0)
- 20. Spieltag, Sa., 1. Februar, 18 Uhr: Union Berlin – RB Leipzig 0:0
- 21. Spieltag, Sa., 8. Februar, 15.30 Uhr: TSG Hoffenheim – Union Berlin 4:0 (1:0)
- 22. Spieltag, Sa., 15. Februar, 15.30 Uhr: Union Berlin – Mönchengladbach 1:2 (0:2)
- 23. Spieltag, Sa., 22. Februar, 18.30 Uhr: Borussia Dortmund – Union Berlin 6:0 (2:0)
- 24. Spieltag, So., 2. März, 15.30 Uhr: Union Berlin – Holstein Kiel 0:1 (0:1)
- 25. Spieltag, So., 9. März, 15.30 Uhr: Eintracht Frankfurt – Union Berlin 1:2 (0:1)
- 26. Spieltag, Sa., 15. März, 15.30 Uhr: Union Berlin – FC Bayern München 1:1 (0:0)
- 27. Spieltag, So., 30. März, 15.30 Uhr: SC Freiburg – Union Berlin 1:2 (1:1)
- 28. Spieltag, So., 6. April, 17.30 Uhr: Union Berlin – VfL Wolfsburg 1:0 (0:0)
- 29. Spieltag, Sa., 12. April, 15.30 Uhr: Bayer Leverkusen – Union Berlin 0:0
- 30. Spieltag, Sa., 19. April, 18.30 Uhr: Union Berlin – VfB Stuttgart 4:4 (4:4)
- 31. Spieltag, So., 27. April, 15.30 Uhr: VfL Bochum – Union Berlin 1:1 (0:1)
- 32. Spieltag, Sa., 3. Mai, 15.30 Uhr: Union Berlin – Werder Bremen 2:2 (1:2)
- 33. Spieltag, Sa., 10. Mai, 15.30 Uhr: Union Berlin – 1. FC Heidenheim
- 34. Spieltag, Sa., 17. Mai, 15.30 Uhr: FC Augsburg – Union Berlin

