Jahresrückblick
: Der September 2020 zwischen Lieberose, Friedland, Beeskow und Storkow

Traditionell blicken wir zwischen den Jahren zurück auf Ereignisse der vergangenen zwölf Monate. Hier geht es um den September 2020.
Von
Monika Rassek
Beeskow
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  • Jacob Noack, Sophie Larski, Marie Graßmel, und Marc Schumann (v. l.) sind das Saxophonquartett der Musikschule Jutta Schlegel Beeskow. Sie erspielten sich den 2. Platz beim Landeswettbewerb des enviaM Wettbewerbes in Lübben. Insgesamt waren 30 Kammermusikformationen mit 93 Sängern und Musiker aus ganz Brandenburg am Start. Der enviaM-Wettbewerb findet seit 2007 jährlich statt und besteht aus den Landeswettbewerben Brandenburg, Sachsen, und Sachsen-Anhalt.

    Jacob Noack, Sophie Larski, Marie Graßmel, und Marc Schumann (v. l.) sind das Saxophonquartett der Musikschule Jutta Schlegel Beeskow. Sie erspielten sich den 2. Platz beim Landeswettbewerb des enviaM Wettbewerbes in Lübben. Insgesamt waren 30 Kammermusikformationen mit 93 Sängern und Musiker aus ganz Brandenburg am Start. Der enviaM-Wettbewerb findet seit 2007 jährlich statt und besteht aus den Landeswettbewerben Brandenburg, Sachsen, und Sachsen-Anhalt.

    Jörn Tornow
  • Bernhard Zeimert aus Glienicke hat an einem Quittenbaum stattliche 70 Kilogramm Quitten geerntet. Die Früchte sind ungewöhnlich groß geworden. Eine wiegt 1,1 Kilogramm. Er musste den Baum kräftig wässern. Dünger kam nicht zum Einsatz. Die Pflanze hatte seine Frau vor 30 Jahren mitgebracht und seit dem gedeiht sie ganz hinten im Garten.

    Bernhard Zeimert aus Glienicke hat an einem Quittenbaum stattliche 70 Kilogramm Quitten geerntet. Die Früchte sind ungewöhnlich groß geworden. Eine wiegt 1,1 Kilogramm. Er musste den Baum kräftig wässern. Dünger kam nicht zum Einsatz. Die Pflanze hatte seine Frau vor 30 Jahren mitgebracht und seit dem gedeiht sie ganz hinten im Garten.

    Jörn Tornow
  • An der Spree-Promenade in Beeskow versammelten sich Wandergesellen auf ihrem Weg nach Herzberg. Zimmerer Martin Konrad (mittig, mit Melone) kehrt zurück nach Hause. Mit dabei sind Steinmetz, Schreiner, Elektriker, Schneiderin, Bootsbauer, Bootsmann und Dachdecker.

    An der Spree-Promenade in Beeskow versammelten sich Wandergesellen auf ihrem Weg nach Herzberg. Zimmerer Martin Konrad (mittig, mit Melone) kehrt zurück nach Hause. Mit dabei sind Steinmetz, Schreiner, Elektriker, Schneiderin, Bootsbauer, Bootsmann und Dachdecker.

    Jörn Tornow
  • Der Schweißer Jan Piela von der Firma Krüger Metallbau in Lindenberg heftet mit MAG-Schweißen Metallteile an einem Gitterrost an. Anschließend wird das Werkstück richtig verschweißt und dann feuerverzinkt. Das Teil wird für ein von sechs kleinen Fußgängerbrücken verwendet.

    Der Schweißer Jan Piela von der Firma Krüger Metallbau in Lindenberg heftet mit MAG-Schweißen Metallteile an einem Gitterrost an. Anschließend wird das Werkstück richtig verschweißt und dann feuerverzinkt. Das Teil wird für ein von sechs kleinen Fußgängerbrücken verwendet.

    Jörn Tornow
  • Dieser neun Wochen alte Yorkisher-Terrier-Mix nennt sich "Schnitzel" und ist ganz aufgeregt, weil es zum ersten Mal mit Frauchen in der Breiten Straße in Beeskow beim Einkauf dabei ist. Der Hund ist so winzig, dass er eine handvoll Futter kaum auffressen kann.

    Dieser neun Wochen alte Yorkisher-Terrier-Mix nennt sich "Schnitzel" und ist ganz aufgeregt, weil es zum ersten Mal mit Frauchen in der Breiten Straße in Beeskow beim Einkauf dabei ist. Der Hund ist so winzig, dass er eine handvoll Futter kaum auffressen kann.

    Jörn Tornow
  • In Beeskow entsteht das Museum Oder-Spree. Kristina Geisler hält eine Buckelurne, die aus der Zeit 1000 vor Christus stammt. Sie wird der Lausitzer Kultur zugeordnet. Alle die Gefäße stammen aus der Bronzezeit, die in unserer Region von 2000 bis 500 vor Christus andauerte.

    In Beeskow entsteht das Museum Oder-Spree. Kristina Geisler hält eine Buckelurne, die aus der Zeit 1000 vor Christus stammt. Sie wird der Lausitzer Kultur zugeordnet. Alle die Gefäße stammen aus der Bronzezeit, die in unserer Region von 2000 bis 500 vor Christus andauerte.

    Jörn Tornow
  • Wanderschäfer Ronald Rocher aus Möllendorf beteiligt sich am Tag der offenen Weide. Er kündigt eine öffentliche Schafschur seiner Herde, etwa 250 Tiere, an.

    Wanderschäfer Ronald Rocher aus Möllendorf beteiligt sich am Tag der offenen Weide. Er kündigt eine öffentliche Schafschur seiner Herde, etwa 250 Tiere, an.

    Jörn Tornow
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Zwischen den Jahren werfen wir einen Blick zurück. Hier geht es um den September 2020.

Busse und Bahnen ersetzen RB 36

Wegen verschiedener Bauarbeiten an der Regionalbahn Strecke R 36 zwischen Frankfurt Oder und Grunow (Niederlausitz) wurde ein Schienenersatzverkehr zwischen Mixdorf und Lindenberg eingerichtet. Die Fahrpläne kamen zu spät und waren unübersichtlich. Auch konnten Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder nur in begrenzter Zahl mitgenommen werden.

Planungen für Weihnachtsmarkt begonnen

Der Beeskower Bürgermeister Frank Steffen verkündet vor den Mitgliedern des Hauptausschuss: Am ersten Adventswochenende wird es in und um die Beeskower Marienkirche Bratäpfel und Glühwein geben, einen Streichelzoo, Zuckerwatte und Pfefferkuchen. Wenn die gegenwärtigen Corona–Auflagen nicht verschärft würden, dürfen bis zu 1000 Besucher gleichzeitig kommen.

Erdäpfelfest lockt ins Storkower Irrlandia

Kartoffeln zum Kaufen, zum Basteln, zum Spielen und lecker zubereitet zum sofort Essen gab es im Mitmachpark. Der Verein Lollipop hatte an einem Wochenende zum Fest geladen. Zudem gab es Sonderangebote. Zwei Wagen, voll beladen mit alten regionalen, mehligen und festkochenden Sorten in Fünf– und Zehn–Kilo–Abpackungen ließen die Augen der Erwachsenen leuchten.

Natur ersetzen, die Tesla weichen musste

Zwischen Beeskow, Ragow–Merz und Grunow werden riesige Flächen aufgeforstet, um die Rodungen bei Grünheide zu kompensieren. Auf der Beeskower Platte sollen ökologisch wertvolle Laubmischwälder mit bis zu 70 Prozent Laubholzanteil wachsen. Ein Teil dieser Kompensationsmaßnahmen bietet das neue Projekt Naturraum für Generationen (NfG) der Oegelner Fließ Dienstleistungs GmbH & Co. in Beeskow.

Technikschau mit Ostalgie

Das Treffen in Görsdorf zog Besucher bis aus Thüringen an: Vom piekfeinen, kanariengelben Trabicabrio bis zum rostigen Schaufelbagger und gar zum Güllewagen war auf der Wiese von Torsten Voigt in Görsdorf wieder alles mögliche Fahrbare aus dem Bereich Oldtimer, Nostalgie Ostalgie und landwirtschaftliche Alttechnik versammelt.

Bürger protestieren gegen Eingemeindung

Ein ungewohntes Bild: Anwohner protestieren vor der Sitzung der Gemeindevertreter in der Gaststätte Zur Sonne in Tauche gegen eine Eingemeindung oder einen Zusammenschluss mit der Kreisstadt Beeskow. Die Entscheidung zur Wiederaufnahme der Gespräche fiel dann auch sehr knapp aus. Im Vorfeld war die Mitverwaltung der Gemeinden Tauche und Rietz–Neuendorf sowie der Stadt Friedland durch die Kreisstadt Beeskow gescheitert.

Bauern fürchten wegen ASP hohe Verluste

Was wird hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus den Schweinen in den Ställen des Landkreises Oder–Spree? „Wir sehen hier dei Landes– und Bundesregierung in der Pflicht“, betont Karsten Lorenz, Geschäftsführer vom Kreisbauernverband Oder–Spree. Zuvor hatten der Schlacht– und Zerlegebetrieb von Tönnies in Weißenfels und andere deutsche Schlachthöfe die Annahme von Schweinen aus Brandenburg verweigert.

Mit Sekt aufs Wasser angestoßen

Der Kneipp–Verein Scharmützelsee hat den Kneipp–Winkel eröffnet an der Hauptstraße eröffnet. Die drei Fontänen, die im Sinne der Lehre von Sebastian Kneipp, auch barfuß durchschritten werden können, komplettieren ein Armbecken samt Anleitung und eine große Info–Tafel zu Sebastian Kneipp. Die Grünanlagen sollen im November fertig sein. Ziel des staatlich anerkannten Erholungsortes ist es, sich eines Tages als Kneipp–Kurort zertifizieren zu lassen.

Herbstmarkt lockt Besucher an

Es war die erste große Veranstaltung auf dem Marktplatz in Beeskow seit den Einschränkungen durch die Corona–Pandemie — und nicht nur die Besucher waren dankbar dafür. Zum traditionellen Herbstmarkt hatte der Beeskower Mittelstandsverein auf den Marktplatz geladen. Blumenhändler und Gärtnereien boten frisch Blühendes an. Ergänzend gab es kulinarische Genüsse und ab 13 Uhr einen verkaufsoffenen Sonntag.

Kulturkonferenz zur Zukunft der Dörfer

Welche Dörfer wollen wir? Was haben wir verdient? Und wie lernen Initiativen, sich zu einer größeren Vision zu verbinden, die Geldgeber finden kann? Aktive, Verwaltung und Politik tauschten sich bei der 2. Kulturkonferenz in Beeskow intensiv zur Zukunft der Dörfer. In verschiedenen Workshops ging es um konkrete Themen wie „Gestalten“ (Baukultur) oder bei „Leben“ und „Machen“ um Kulturarbeit und demokratische Prozesse.