Radwege Königs Wusterhausen
: Die Strecke vom Bahnhof nach Senzig im Test

Gute Radwege sind eine Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen das Rad nutzen – und sich die Parkplatzsuche ersparen. Aber sind die Radwege von Königs Wusterhausen gut? MOZ.de hat es getestet.
Von
Marlene Wetzel
Königs Wusterhausen
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In Senzig fahren Radfahrer in beide Richtungen auf dem linken Gehweg. Wie angenehm ist das?

Marlene Wetzel
  • Test der Route vom Bahnhof Königs Wusterhausen nach Senzig über 3,6 Kilometer.
  • Ab Kirchsteig teils fehlende Radführung, stadtauswärts ohne Markierung und Schild.
  • Auf Storkower Straße Gehweg links für beide Richtungen frei, Schritttempo vorgeschrieben.
  • Ampel an L40 mit sehr kurzer Grünphase bremst Radfahrer und Fußgänger aus.
  • Weg teils schmal und beschädigt, gemeinsame Nutzung erfordert hohe Aufmerksamkeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Tausende Menschen fahren jeden Tag nach Königs Wusterhausen zur Arbeit – oder andersherum, pendeln von KW aus in einen anderen Ort. Dazu nutzen viele das Auto und wollen es in der Innenstadt parken, auch um von hier aus den Zug etwa nach Berlin zu nehmen.

Doch in der Innenstadt fehlen Parkplätze. Schon morgens früh ist hier alles dicht. Eine Möglichkeit, die Situation zu entzerren, wäre, wenn mehr Menschen aufs Rad umsteigen würden. Aber dazu braucht es gute Radwege.

Wir sind in alle Ortsteile geradelt und hat sie einmal genauer inspiziert – heute die Strecke vom Bahnhof nach Senzig und zurück. Dabei haben wir uns angeschaut, ob der Radweg vom Auto- und Fußverkehr getrennt verläuft, lückenlos ist und wie sicher und bequem er sich fahren lässt.

3,6 Kilometer vom Bahnhof Königs Wusterhausen nach Senzig

Laut Karten-App des iPhones sind es vom Bahnhof Königs Wusterhausen bis zur Werftstraße in Senzig 3,6 Kilometer. Der Weg führt über den Kirchsteig und den Grünen Weg über die Storkower Straße und schließlich über die Chausseestraße (L40). Das soll 12 Minuten dauern.

Pendeln

Warum kommt die Bahn zu spät? Was bringt ein Tempolimit auf der Autobahn? Wir berichten über alles was Berufspendler in der Region wissen müssen.

Bis zur Storkower Straße fährt man durch ein Wohngebiet mit Tempolimit 30. Auf dem Kirchsteig ist stadteinwärts ein Radweg markiert – stadtauswärts allerdings nicht. Ein Schild fehlt. Dafür ist auf dem Gehweg ein Teil mit roten Pflastersteinen markiert. Ob das ein Radweg sein soll, ist unklar. Die Radler, die zum Testzeitpunkt (9.9.) unterwegs sind, nutzen an dieser Stelle die Straße.

Stadteinwärts gibt es eine Radverkehrsführung im Kirchsteig, stadtauswärts allerdings nicht.

Stadteinwärts gibt es eine Radverkehrsführung im Kirchsteig, stadtauswärts allerdings nicht.

Marlene Wetzel

Im Grünen Weg gibt es in beide Fahrtrichtungen keine Radverkehrsführung. Auf der Storkower Straße werden Radfahrer dann in beide Richtungen über den Gehweg auf der linken Seite geleitet – allerdings müssen sie Schrittgeschwindigkeit fahren, das heißt unter 10 km/h. Alle Räder fahren, zumindest an diesem Testtag (9.9.), schneller. Für alle Parteien ist der Weg hier gute zwei Meter breit.

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Entlang der Storkower Straße gibt es einen Gehweg, der für Räder in beide Fahrrichtungen freigegeben ist. Radfahrer müssen hier Schrittgeschwindigkeit fahren.

Marlene Wetzel

An der Kreuzung Storkower Straße/Tiergartenstraße/Chausseestraße (L40) selbst, fällt vor allem die kurze „Grün-Phase“ für Radfahrer und Fußgänger auf. Kaum ist man rübergefahren, wird es auch schon wieder rot. Wer nicht direkt an der Ampel gestanden hat, kann das kaum schaffen und wird an der Ampel ausgebremst.

Ein Weg für Fußgänger und Radfahrer in beide Fahrtrichtungen

Auch hinter der Kreuzung Storkower Straße/Tiergartenstraße/Chausseestraße (L40) geht es mit der Regelung von zuvor weiter. Das zeigt ein Schild an der Kreuzung an. Stadtauswärts gibt es keinen eigenen Radweg. Der Weg ist ähnlich breit wie vorher. Da das relativ eng erscheint, ist bei Gegenverkehr besondere Aufmerksamkeit geboten. Auch, weil Wurzeln den Boden teilweise aufgebrochen haben.

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Vor dem Ortseinang Senzig haben Baumwurzeln teilweise den Belag des Weges aufgebrochen.

Marlene Wetzel

Innerhalb von Senzig bleibt die Situation unverändert: Regelmäßig aufgestellte Schilder weisen den Gehweg auf der linken Seite als „Rad frei“ aus. Erneut irritiert die Farbe des Wegs: Soll das leichte Rot einen Radweg anzeigen? War das mal ein Radweg? Auch ist der Weg innerorts noch schmaler als vorher, nämlich schätzungsweise anderthalb Meter breit.

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Auch in Senzig selbst dürfen Radfahrer in beide Fahrtrichtungen auf dem Gehweg fahren. Frage ist: Warum ist der rot gepflastert?

Marlene Wetzel

Für den Rückweg gilt dieselbe Regelung wie für den Hinweg. Einzig auf dem letzten Stück auf dem Kirchsteig gibt es im Gegensatz zu stadtauswärts eine Radverkehrsführung.

Fazit: Im Vergleich zu anderen Radwegen, etwa dem nach Niederlehme, lässt sich der nach Senzig angenehm fahren. Ab der Storkower Straße ist er lückenlos und überall gut ausgeschildert. Radfahrer dürfen durchgehend auf dem Gehweg fahren. Allerdings ist der geteilte Weg mit Radfahrern aus der Gegenrichtung und Fußgängern nicht optimal. Dies erfordert besondere Aufmerksamkeit und ist als eher unbequem einzustufen. Wenig bequem zu fahren, sind auch die teilweise kaputten Bodenbeläge.

Ausblick: Ob der Radweg nach Senzig ausgebaut werden soll, stellen wir am Ende unseres Tests in einem eigenen Artikel dar.

MOZ.de testet die Radwege zum Bahnhof KW - alle Serien-Teile im Überblick

1. Die allgemeine Radwege-Situation in der Stadt

2. Vom Bahnhof über Niederlehme nach Wernsdorf

3. Vom Bahnhof nach Zernsdorf und Kablow

4. Vom Bahnhof nach Deutsch Wusterhausen und Diepensee

5. Vom Bahnhof nach Zeesen

6. Vom Bahnhof nach Senzig

7. Die Radstrecken in der Innenstadt

8. Ausblick: An welchen Stellen es Verbesserungen geben könnte

Sind Sie auch mit dem Fahrrad in KW oder den Ortsteilen unterwegs? Was erleben sie dort, wo geht es gut voran, wo liegen Probleme? Schreiben Sie uns an: Marlene.Wetzel@moz.de