In Brandenburg sind derzeit (Stand: 3. Februar) elf Impfzentren in Betrieb. Standorte gibt es in Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde, Elsterwerda, Frankfurt (Oder), Kyritz, Luckenwalde, Oranienburg, Potsdam, Prenzlau und Schönefeld. Zusätzlich sind laut Gesundheitsministerium bis Ende Februar weitere Impfzentren oder Impfstationen in allen 14 Landkreisen und vier kreisfreien Städten geplant.
In Impfzentren werden derzeit über 80-Jährige sowie alle anderen impfberechtigten Personen geimpft.
Das Ziel fürs Land Brandenburg lautet: Je ein Zentrum in jedem Landkreis, damit bald zwischen 150.000 und 200.000 Menschen pro Woche eine Impfung bekommen können.

Probleme bei Terminvergabe für Impfung


Der Impfstart in Brandenburg verläuft holprig. Termine für eine Coronavirus-Impfung in einem Impfzentrum werden in Brandenburg ausschließlich unter der Rufnummer 116117 für die priorisierten Gruppen vergeben. Zum Start der Impf-Hotline am 4. Januar war diese mit 23.000 Anrufen überlastet. Mittlerweile würden täglich zwischen 3.500 und 3.700 Menschen im Callcenter anrufen. 85 bis 90 Prozent kommen durch. Für die Impfterminvereinbarungen hat die Kassenärztliche Vereinigung Berlin-Brandenburg ein Call-Center mit 150 Telefonagenten beauftragt.
Eine Online-Terminvergabe wird erst gestartet, wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist und entsprechende Termine in Impfzentren des Landes angeboten werden können.
In Zukunft sollen Anmeldungen nicht wie bisher über eine Telefon-Hotline möglich sein. Man wolle zielgerichtet die Menschen im Alter von über 80 Jahren anschreiben, so wie Berlin das bereits mache. All dies ist in Planung.

Lieferengpässe bei den Impfstoffen

Derzeit sind die Impf-Kapazitäten in den Impfzentren gedrosselt, da nicht genug Impfstoff in ausreichender Menge geliefert wurde. Brandenburg kann im Augenblick in den Impfzentren leider nicht so viel impfen wie organisatorisch eigentlich möglich wäre. Sobald wieder ausreichend Impfstoff verfügbar ist, können die Kapazitäten in den Impfzentren wieder hochgefahren werden. „Das Tempo hängt aber von den Herstellern und der Impfstoffproduktion ab“, sagt Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher.

Stand der Impfungen in Brandenburg

Bislang wurden in Brandenburg 86.804 Corona-Schutzimpfungen durchgeführt (Stand: 30. Januar) Darunter waren 73 844 Erstimpfungen und 12 960 Menschen, die eine zweite Impfung erhalten haben. Damit liegt das Land im Bundesländer-Ranking derzeit im vorderen Mittelfeld.
16 268 Bewohner der 341 stationären Pflegeheime im Land sind bereits das erste Mal geimpft worden - das sind laut Gesundheitsministerium 60 Prozent. 754 Seniorinnen und Senioren in den Einrichtungen haben eine Zweitimpfung erhalten.

Impfstoff von Biontech/Pfizer

Brandenburg hat 25 Prozent weniger Impfstoff als ursprünglich geplant von den Herstellern Biontech und Pfizer bekommen. Das Ministerium erwartet Anfang Februar eine nächste Lieferung von 23.400 Biontech-Impfdosen. Bislang hat das Land 99.450 Impfdosen dieses Herstellers erhalten. Der Impfstoff wird unter anderen im Impfzentrum in Oranienburg, Potsdam, Cottbus, Elsterwerda, Frankfurt (Oder) und Schönefeld geimpft.

Moderna-Impfstoff

Brandenburg hat bisher 4800 Impfdosen des US-Herstellers Moderna bekommen. Bis zum 13. Februar sollen dem Land laut Ministerium weitere 6000 Moderna-Impfdosen geliefert werden. Die Impfzentren Brandenburg an der Havel, Eberswalde (Barnim), Prenzlau (Uckermark), Luckenwalde und Kyritz erhalten den Moderna-Impfstoff.

Astrazeneca-Impfstoff

Die EU-Kommission hatte am 29. Januar die Zulassung für den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca erteilt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut empfiehlt den Impfstoff nur für Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren, da zur Beurteilung der Effektivität ab 65 Jahren bisher noch keine ausreichenden Daten vorliegen.
Brandenburg hat am Sonntag, 7. Februar 9600 Dosen des neu zugelassenen Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erhalten. Mit dem größten Teil des Impfstoffs soll so schnell wie möglich Beschäftigte in Pflegeheimen, der ambulanten Pflege oder in Krankenhäusern geimpft werden. Dazu werde derzeit noch der Impfplan entwickelt.
In Brandenburg sollen nicht sofort alle gelieferten Impfdosen des Herstellers Astrazeneca verbraucht werden. „In Anbetracht der schlechten Erfahrung mit angekündigten und dann abgesagten Impfstofflieferungen bauen wir eine geringe Schwankungsreserve des Astrazeneca Vakzins im Land auf“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher.

Übersicht über die Impfzentren in Brandenburg in alphabetischer Reihenfolge

Impfzentrum in Brandenburg an der Havel

Am 26. Januar eröffnet das Impfzentrum in Brandenburg an der Havel als siebentes im Land Brandenburg. Täglich könnten hier bis zu 600 Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff Moderna vorgenommen werden. Wegen Impfstoff-Lieferschwierigkeiten können jedoch derzeit für jeden Tag nur etwa 70 Termine vergeben werden. Bis 12. Februar sind alle Termine ausgebucht.
Die operative Leitung des Zentrums hat der DRK-Kreisverband Brandenburg/Havel übernommen, Unterstützung erhält er von der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Arbeiter-Samariter-Bund.

Informationen zum Standort:

Stahlpalast, Magdeburger Landstraße 26, 14770 Brandenburg an der Havel

Impfzentrum in Cottbus

Das Impfzentrum in Cottbus startete am 5. Januar als eines der ersten Impfzentren in Brandenburg. In den Messehallen wurden sechs parallele Impfstrecken eingerichtet. Am Tag können bis zu 600 Menschen geimpft werden. Bei voller Auslastung wären das pro Stunde und Team zehn Menschen. In Spitzenzeiten werden sechs Teams, bestehend aus Arzt und medizinischem Fachpersonal anwesend sein. Zunächst werden wegen mangelnden Impfstoffes nur rund 250 Impflinge am Tag gepikst.
Betrieben wird das Zentrum von der KVBB. Zum Impfen sollen Ausweis und Impfpass und Impftermin-Bestätigung mitgebracht werden.
Das Impfzentrum ist gleichzeitig ein Logistikzentrum für die mobilen Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes. Diese Teams werden in stationären Pflegeeinrichtungen impfen.

Informationen zum Standort:

Das Impfzentrum wurde in den Cottbuser Messehallen an der Vorparkstraße 3 eingerichtet und ist von Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr, geöffnet. Parkplätze finden sich an P1-Messe, Am Eliaspark.

Impfzentrum in Eberswalde

Mit Eberswalde ging am 27. Januar das achte Corona-Impfzentrum im Land Brandenburg in Betrieb. Ziel ist hier 480 Bürger pro Tag zu impfen. Aufgrund der bekannten Lieferschwierigkeiten der Pharma-Konzerne startet man zunächst mit etwa 80 Impfungen am Tag. Dies kann gesteigert werden, wenn der Moderna-Impfstoff verlässlicher zur Verfügung steht. Derzeit sind alle Termine vergeben. Das Zentrum werde aller Wahrscheinlichkeit nach vom 15. Februar bis möglicherweise 23. Februar geschlossen bleiben, weil nicht mehr geimpft werden kann.
Die Impfungen der Johanniter in Barnimer Altenheimen laufen weiter. Im Impfzentrum, das von der hiesigen Johanniter-Unfallhilfe betrieben wird, packen zunächst fünf Soldaten aus der Partnerstadt Delmenhorst mit an.

Informationen zum Standort:

Sportzentrum Westend, Heegermühler Straße 69a, 16225 Eberswalde
Der Eingang zum Impfzentrum befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes der Sporthalle.

Impfzentrum in Elsterwerda

In der Südbrandenburger Stadt Elsterwerda ist am 19. Januar das vierte Impfzentrum eröffnet worden. Dafür wurde die Elbe-Elster-Halle neben dem Gymnasium des Landkreises eingerichtet. Für das Impfzentrum wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums allein für diese erste Woche 780 Impftermine vergeben, für die Vertragsärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) bereitstehen.
In welchen Umfang in den kommenden Wochen weiter geimpft werden kann, hänge von den Impfstofflieferungen durch Biontech und Pfizer ab. Derzeit können keine neuen Impf-Termine vergeben werden.

Informationen zum Standort:

Mehrzweckhalle, Am Elsterschloß 4, 04910 Elsterwerda

Impfzentrum Frankfurt (Oder)

Mit Frankfurt (Oder) ist am 20. Januar das fünfte Impfzentrum in Brandenburg eröffnet worden. Bei Vollauslastung könnten monatlich 10.000 Menschen geimpft werden. Betreut werden sie dabei vom Arbeiter-Samariterbund (ASB).
Wegen Lieferreduzierungen des Herstellers Biontech/Pfizer muss auch in Frankfurt (Oder) die Impfgeschwindigkeit vorübergehend gedrosselt werden. Deshalb werden im Moment keine neuen Impftermine mehr vergeben. 

Informationen zum Standort:

Das Impfzentrum in Frankfurt (Oder) befindet sich auf dem Messegelände, in der Messehalle 1, am Messering 3. Es ist werktags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Impfzentrum in Kyritz

Das elfte Impfzentrum Brandenburgs wurde am 3. Februar in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) eröffnet. Hier können bis zu 600 Corona-Impfungen täglich gespritzt werden. Aufgrund mangelnden Impfstoffs werden derzeit täglich nur 70 Termine für Kyritz vergeben.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) übernimmt die Organisation vor Ort. 15 Helfer vom ASB, DRK und der Sparkasse OPR, die bei der Registrierung der Impflinge und der Dokumentation helfen, sowie zehn Soldaten der Bundeswehr werden für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Vertragsärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg verabreichen die eigentliche Impfung und übernehmen die Aufklärungsgespräche. Die Terminbestätigung, die per Post oder per E-Mail nach der Terminvergabe verschickt wurde, muss vom Impfling mitgebracht werden.

Informationen zum Standort:

Das Impfzentrum im Sport- und Kulturzentrum in Kyritz, in der Perleberger Straße 8, ist sowohl mit dem Auto erreichbar – es stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung –, als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Haltestelle Kyritz, Am Bürgerpark. Dort hält die Regionalbahn 73 aus Neustadt/Wusterhausen sowie zahlreiche Buslinien, unter anderem der stündlich verkehrende Plusbus 711 aus Neuruppin. Das Impfzentrum ist täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Impfzentrum Luckenwalde


Mit Luckenwalde (Teltow-Fläming) ist am 2. Februar das zehnte Brandenburger Impfzentrum an den Start gegangen. Die Impfungen nehmen Vertragsärzte der Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) vor. Nach Angaben des Landkreises könnten ab sofort theoretisch täglich etwa 600 Menschen geimpft werden. Aufgrund des aktuellen Impfstoffmangels könne der Betrieb aber nur stark vermindert mit rund 70 Impfungen pro Tag beginnen. Bei ausreichend Impfstoff könne die Kapazität schnell hochgefahren werden. In Luckenwalde wird der Moderna-Impfstoff geimpft.

Informationen zum Standort:

Fläminghalle, Weinberge 39, 14943 Luckenwalde

Impfzentrum in Oranienburg

Das Impfzentrum in Oranienburg wurde am 21. Januar eröffnet. Laut DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree sind hier bei voller Auslastung 600 Impfungen am Tag möglich, sofern die Impfbereitschaft da ist, Termine wahrgenommen werden und keine Engpässe bei der Lieferung der Impfdosen entstehen. Aktuell sind laut KVBB alle Termine bis Mitte Februar vergeben.
In Oranienburg gibt es sechs Impfteams mit 15 Mitarbeitenden. Ein Arzt der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin-Brandenburg setzt die Nadel an und klärt auf.
In Oberhavel gibt es drei mobile Impfteams mit neun Mitarbeitenden vom DRK, die ans Impfzentrum angeschlossen sind und stationäre Altenpflegeeinrichtungen abfahren. Zehn Soldaten der Bundeswehr unterstützen das DRK.

Informationen zum Standort:

Das Impfzentrum in Oranienburg befindet sich im umgebauten HBI Forum der TURM ErlebnisCity Oranienburg an der André-Pican-Straße 42. Es ist werktags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Impfzentrum in Potsdam

Seit dem 5. Januar können sich Impfberechtigte in der Metropolis-Halle in Potsdam impfen, wenn sie einen Termin haben. Am ersten Tag wurden circa 70 Menschen dort geimpft.
Wer einen Termin hat, muss eine schriftliche Terminbestätigung, den Impfpass, ein Aufklärungsblatt und eine Impfeinwilligung mitbringen. Hilfreich ist auch die Versichertenkarte, heißt es von der operativen Leitung des Impfzentrums, vom DRK Brandenburg. Im Impfzentrum in Potsdam wird der Impfstoff von den Herstellern Biontech und Pfizer geimpft.

Informationen zum Standort:

Das Impfzentrum in Potsdam wurde in der Metropolis Halle in der Großbeerenstraße 200 eingerichtet.

Impfzentrum in Prenzlau

Am 28. Januar ist das Impfzentrum Prenzlau an den Start gegangen. Auf sechs Impfstrecken wird in Prenzlau der Moderna-Impfstoff geimpft. Rund 70 Impfwillige können pro Tag die Corona-Impfung in der Sporthalle der Prenzlauer Grabow-Schule erhalten. Mobile Impfteams fahren zudem fünf Altenheime der Uckermark an.
Insgesamt 30 Beschäftigte sind dabei, um den Betrieb des Impfzentrums am Laufen zu halten, auch wenn anfangs kaum alle benötigt werden. Fünf Bundeswehrsoldaten aus Niedersachsen leisten Unterstützung.
Impflinge sollten ihre Terminbestätigung, den Impfpass und die Krankenkassen-Karte bei sich haben.

Informationen zum Standort:

Der Eingang sowie alle Bereiche des Impfzentrums sind barrierefrei.
Turnhalle Gesamtschule Carl Friedrich Grabow, Berliner Strasse 29, 17291 Prenzlau

Impfzentrum in Schönefeld

Das dritte Impfzentrum Brandenburgs startete am 11. Januar in Schönefeld. Seitdem impft im alten Flughafen Schönefeld medizinisches Personal der Bundeswehr gegen das Coronavirus. Das alte Flughafengebäude gehört als Terminal 5 zum neuen Flughafen BER.
Der Zutritt zum Impfzentrum ist nur nach einer Terminbestätigung möglich. Derzeit können nur Termine für über 80-Jährige und besonders gefährdete Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vereinbart werden. Weitere Bevölkerungsgruppen sollen folgen.
Derzeit muss auch im Impfzentrum in Schönefeld das Impfen gedrosselt werden, weil nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht. Termine können bisher nicht weiter vereinbart werden.

Informationen zum Standort:

Flughafen Schönefeld, Terminal 5 / Terminalbereich M – Abflug, P56, 12529 Schönefeld
Parkplätze stehen im Bereich P56 direkt vor dem Impfzentrum zur Verfügung. Den Parkausweis können Sie am Check Out gegen einen Ausfahrschein eintauschen.
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