Union Berlin siegt in Frankfurt
: Aufregende Nachspielzeit – Heldt lässt Dampf ab

Der Sieg in Frankfurt ist für Union Berlin eine kleine Erlösung in der Bundesliga. Sportchef Heldt lässt Dampf ab, Kapitän Trimmel warnt.
Von
Jan Lehmann
Frankfurt
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1.BL Eintracht Frankfurt - 1. FC Union 2024/25: Fußball, Herren, Saison 2024/2025, 1. Bundesliga (25. Spieltag), Eintracht Frankfurt - 1. FC Union Berlin, Union-Jubel nach dem Abpfiff, v. l. Lucas Tousart (1. FC Union Berlin), Christopher Trimmel (1. FC Union), Laszlo Benes (1. FC Union), Janik Haberer (1. FC Union Berlin), 09.03.2025, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

Große Erleichterung beim 1. FC Union Berlin nach dem Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt. Aber: Kapitän Christopher Trimmel warnt sein Team vor dem Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga.

Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • Union Berlin gewinnt 2:1 gegen Eintracht Frankfurt, Erleichterung beim Team.
  • Heldt kritisiert Schiedsrichterentscheidungen, Trimmel warnt vor Abstiegskampf.
  • Tore für Union: Querfeld (62.), Jeong (78.); Elfmeter für Frankfurt pariert.
  • Emotionale Stimmen von Spielern und Trainern, Union spielt als Nächstes gegen Bayern.
  • Frankfurt hadert mit verpassten Chancen und schlechter zweiter Halbzeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Horst Heldt, Sportchef des 1. FC Union Berlin, musste nach dieser Schlussphase erst einmal Dampf ablassen. Nach dem 2:1-Sieg der Eisernen bei Eintracht Frankfurt gab der 55-Jährige bei DAZN am Mikrofon zu: „Abstiegskampf ist Stress pur.“

Nach den beiden Toren von Leopold Querfeld (62.) und Woo-Yeong Jeong (78.) hatten die Eisernen wie der sichere Sieger ausgesehen – weil auch noch Benedict Hollerbach (86.) nach einem Konter traf. Doch das vermeintliche 3:1 für die Berliner wurde wegen eines Handspiels in der Entstehung aberkannt – stattdessen bekam Frankfurt in der fünften Minute der Nachspielzeit einen Handelfmeter zugesprochen. Danilho Doekhi war mit der Faust zum Ball gegangen, ob er ihn tatsächlich berührt hat, war in den TV-Bildern schwer zu bewerten.

Obwohl Union-Keeper Frederik Rönnow den Strafstoß von Hugo Ekitiké parierte, wetterte Heldt danach mit Blick auf das aberkannte Tor von Hollerbach: „Wissen sie, wie schwierig es ist, das zu verkraften und zu akzeptieren, wie in solchen Situationen die Schiedsrichter einfach in der Lage sind, eine tolle Leistung kaputtzumachen.“ Heldt gab zu: „Ich habe eine Union-Brille auf.“ Er konstatierte: „Dann gehen die Emotionen natürlich durch.“

Hier sind die Stimmen zum Spiel am Sonntag aus den Interviews der TV-Übertragung bei DAZN.

Steffen Baumgart (Union Berlin): „Wir haben über 90 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir sind unglücklich in Rückstand geraten. Frankfurt hat in der ersten Halbzeit sehr gut kombiniert. In der zweiten Halbzeit haben wir das Herz in die Hand genommen und nach vorn gespielt. Ich glaube, dass wir nicht unverdient gewonnen haben.“

Dino Toppmöller (Eintracht Frankfurt): „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben. Danach haben wir die Riesenchance zum 2:1 durch Hugo Larsson und machen den nicht rein. Wir haben keine gute zweite Halbzeit gespielt. Da hat man gemerkt, dass Union frischer war. Dann war es eine sehr wilde Schlussphase, wir verschießen noch den Elfmeter. Das ist schon bitter.“

Stimmen der Spieler von Union Berlin und Eintracht Frankfurt

Woo-Yeong Jeong (Union Berlin): „Es war eine geile Stimmung. Ich freue mich einfach sehr, dass wir gewonnen haben. Im Training probiere ich immer, Eins gegen Eins zu gehen. Die Trainer sagen mir immer: Hab Selbstvertrauen und versuch es einfach. Frankfurt ist eine Top-Mannschaft in der Bundesliga. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir heute gut gespielt, wir haben offensiv und defensiv zusammengehalten.“

Christopher Trimmel (Union Berlin): „Ich glaube, wir haben uns in das Spiel reingekämpft. Am Anfang war es natürlich schwierig, nach so einem Rückstand. Der zweite Abschnitt war besser. Die Schwierigkeit ist jetzt, solche Leistungen ständig zu zeigen. Ich glaube, jeder weiß, wie der Abstiegskampf so laufen kann. Deswegen, Freude ist da, aber ich übertreibe heute nicht. Jetzt haben wir Bayern München zu Hause, da kann man auch mal untergehen. Es war ein guter Schritt, aber es fehlt noch einiges.“

Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): „Die Niederlage geht komplett auf uns, weil wir in der zweiten Halbzeit nichts mehr gemacht haben. In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel komplett in der Hand. Dann haben wir sie mit ihren Waffen bei den Standards stark gemacht – das zweite Tor kam nach einem langen Ball. Wir haben heute das Spiel selbst verloren. Wir spielen alle schon lange genug Fußball, um zu wissen, dass 45 Minuten nicht reichen.“

1. FC Union Berlin – Spielplan für die Bundesliga-Saison 2024/25