Union Berlin: Verletzter Profi zurück – Trainer Fischer erklärt Plan für Heidenheim

In fünf Bundesliga-Spielen in dieser Saison konnte Trainer Urs Fischer bei Union Berlin nie die gleiche Startformation aufbieten. Am Samstag treten die Eisernen beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim an.
Andreas Gora/dpaDer 1. FC Union Berlin muss im Auswärtsspiel beim Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr) erneut auf Abwehrchef Robin Knoche verzichten. Zudem fehlen mit Rani Khedira, Andras Schäfer und Laurenz Dehl drei weitere Spieler wegen Verletzungen.
Das teilte Union-Trainer Urs Fischer am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor der Partie am 6. Spieltag mit. Zudem muss er auf Kevin Volland verzichten, der das dritte und letzte Spiel seiner Sperre nach der Roten Karte gegen RB Leipzig absitzen muss.
Kral zurück im Mannschaftstraining
Hoffnungen machte der Trainer indes auf einen Einsatz von Alex Kral. Nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Real Madrid hatte er zuletzt gegen Hoffenheim zwar auf dem Spielberichtsbogen in der Startelf der Berliner gestanden – nach dem Aufwärmen aber passen müssen. Nun berichtete Urs Fischer: „Kral konnte heute voll trainieren, ist also zumindest eine Alternative.“
Auf der Position im defensiven Mittelfeld hat Union angesichts der Khedira-Verletzung nicht viele Optionen. Lucas Tousart könnte dort spielen. Der Neuzugang von Hertha BSC hatte sich in der Vorbereitung verletzt, und hatte nach der Genesung zuletzt gegen Real Madrid und Hoffenheim erstmals in der Anfangsformation gestanden. Fischer konstatierte: „Er hat gegen Real sehr gut gespielt.“ Nach so einer langen Ausfallzeit benötige man aber auch genügend Zeit, um sich zu erholen.
Ex-Unioner Lennard Maloney in Heidenheim
Ein gebürtiger Berliner, der bei Union Berlin ausgebildet wurde, könnte diese Position im defensiven Mittelfeld auch spielen – steht aber inzwischen beim Gegner 1. FC Heidenheim unter Vertrag: Lennard Maloney. Unter Urs Fischer war der Youngster in der Aufstiegssaison nicht zum Einsatz gekommen und über Borussia Dortmund II nach Heidenheim gelangt. Union-Trainer Fischer erklärte: „Nicht immer ist der direkte Weg erfolgreich, manchmal muss man einen Umweg gehen.“ Der Coach lobte: „Er ist hartnäckig geblieben und macht das fantastisch. Ich gönne es ihm wirklich von Herzen.“
Für den 1. FC Union geht es darum, nach vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge die Trendwende einzuleiten. Fischer erklärt am Donnerstag den Plan dafür und verdeutlichte, dass aus seiner Sicht vor allem die Grundtugenden der Berliner gefragt sind: „Wir müssen aktiv und unermüdlich sein, um den Gegner zu stressen. Wir müssen nach Ballverlusten schnell reagieren, um ins Gegenpressing zu kommen.“
Zuvor hatte schon Neuzugang Leonardo Bonucci seinem Team mit der Routine eines 121-fachen Nationalspielers Mut zugesprochen: „Natürlich ist das gerade eine schwierige Situation. Ich weiß, dass es nicht gut ist, wenn wir verlieren. Aber wir müssen uns jetzt Schritt für Schritt verbessern.“
Entscheidend dürfte dafür in Heidenheim erst einmal die Defensive sein. Der Trainer bemängelte: „In fünf Meisterschaftsspielen haben wir drei Elfmeter bekommen, das sagt auch etwas aus. Wir machen viele individuelle Fehler, die einfach bestraft werden. Wir schaffen es nicht, zu Null zu spielen.“
Und in der Offensive? Dort sieht Urs Fischer eine positive Entwicklung seines Teams, „wenn es darum geht, aus dem Positionsspiel heraus Chancen zu kreieren“. Es fehle nur noch an der letzten Konsequenz, so Fischer.
1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga
- 23. September 2023: Union Berlin – 1899 Hoffenheim 0:2 (0:2)
- 16. September 2023: VfL Wolfsburg – Union Berlin 2:1 (2:1)
- 3. September 2023: Union Berlin – RB Leipzig 0:3 (0:0)
- 26. August 2023: SV Darmstadt – Union Berlin 1:4 (1:3)
- 20. August 2023: Union Berlin – FSV Mainz 4:1 (2:0)
1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal
- 1. Runde, 13. August 2023: FC-Astoria Walldorf – Union Berlin 0:4 (0:3)
- 2. Runde: Die Auslosung findet am 1. Oktober 2023 im Fußballmuseum in Dortmund statt.
1. FC Union Berlin – die Champions League
- Mittwoch, 20. September 2023: Real Madrid – 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0)
- 1. FC Union Berlin – SC Braga; Dienstag, 3. Oktober 2023, 18:45 Uhr
- 1. FC Union Berlin – SSC Neapel; Dienstag, 24. Oktober 2023, 21:00 Uhr
- SSC Neapel – 1. FC Union Berlin; Mittwoch, 08.11.2023, 18:45 Uhr
- SC Braga – 1. FC Union Berlin; Mittwoch, 29. November 2023, 21:00 Uhr
- 1. FC Union Berlin – Real Madrid; Dienstag, 12. Dezember 2023, 21:00 Uhr
Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin
- Robin Gosens (29, Inter Mailand)
- Kevin Volland (31, AS Monaco)
- Lucas Tousart (26, Hertha BSC)
- Mikkel Kaufmann (22, FC Kopenhagen)
- Benedict Hollerbach (22, SV Wehen Wiesbaden)
- Alexander Schwolow (31, Hertha BSC)
- Brenden Aaronson (22, Leeds United, Leihe)
- David Fofana (20, FC Chelsea, Leihe)
- Alex Kral (25, Spartak Moskau, Leihe)
Abgänge beim 1. FC Union Berlin
Sven Michel (32, FC Augsburg)
Paul Seguin (28, FC Schalke 04)
Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)
Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)
Levin Öztunali (27, Hamburger SV)
Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)
Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)
Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)
Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)
Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)
Niko Gießelmann (31, vereinslos)
Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)
Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)
Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)
Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)
Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)
Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)

