1. FC Union Berlin
: Svensson warnt vor Hoffenheim – Gedenken an verstorbenen Fan

Vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga hat Union-Trainer Bo Svensson im Angriff verschiedene Optionen. Abseits des Platzes wird es am Samstag emotional.
Von
Josephine Japke
Berlin
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1. FC Union, Pressekonferenz Männer 2024/25: Fussball, Herren, Saison 2024/2025, 1. Bundesliga, 1. FC Union Berlin, Trainer Bo Svensson (1. FC Union Berlin), 19.09. 2024, Foto: Matthias Koch

Union-Trainer Bo Svensson ist nach seiner Grippe-Erkrankung zurück. Im Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim wird er wieder am Spielfeldrand stehen. Zuvor sprach er auf der Pressekonferenz über den Gegner und den Kader der Eisernen.

Matthias Koch
  • Union-Trainer Bo Svensson kehrt nach Grippe-Erkrankung zurück.
  • Union Berlin spielt gegen TSG Hoffenheim in der Bundesliga.
  • Hoffenheim investierte 51 Mio. Euro in den Kader.
  • Yannic Stein, Josip Juranovic und Kevin Volland sind verletzt.
  • Heimspiel gedenkt verstorbenem Fan Nick Jockisch und unterstützt Spendenaktion.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Union Berlin will die geschlossene Teamleistung aus dem Spiel gegen RB Leipzig erneut auf den Platz bringen und damit auch die TSG Hoffenheim im Heimspiel im Stadion An der Alten Försterei am Samstag (15.30 Uhr/Sky) vor Herausforderungen stellen.

Cheftrainer Bo Svensson warnt vor der TSG und muss weiterhin auf drei Spieler verzichten. Hier sind die wichtigsten Informationen zum Gegner, dem Kader und dem Aktionsspieltag zu Gedenken eines verstorbenen Union-Fans.

Union Berlin – Rückblick auf das Spiel gegen RB Leipzig

Das Spiel gegen RB Leipzig konnte Chef-Trainer Bo Svensson krankheitsbedingt nicht vom Spielfeldrand aus verfolgen. Stattdessen saß er in Leipzig im Hotel. „Für meine eigene Gesundheit war es gut, dass ich nicht da war. Riesenlob an mein Trainerteam und die Mannschaft, dass die das so hinbekommen haben. Das zeigt, was wir für ein Team hinterm Team haben“, sagt Svensson zu seiner Abstinenz in der Red-Bull-Arena.

Was er am Fernseher gesehen hat, hat dem Dänen gefallen, vor allem die Ausstrahlung der Mannschaft. „Es war so klar zu erkennen, dass da ein Team auf dem Platz stand. Und dafür sind wir mit einem Punkt belohnt worden“, sagt Svensson. Diese Teamleistung könne zwar als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden – für Svensson kommt sie allerdings nicht überraschend. Die Tendenz, betont der 45-Jährige, geht für ihn klar nach oben.

Union Berlin – der nächste Gegner TSG Hoffenheim

Bo Svensson warnt: Die letzten Ergebnisse der TSG sagen nur wenig aus. Nur zum Saisonauftakt gegen den Aufsteiger Holstein Kiel konnte die TSG Hoffenheim gewinnen (3:2). Zuletzt verlor das Team um Trainer Pellegrino Matarazzo recht deutlich mit 1:3 gegen Eintracht Frankfurt und 1:4 gegen Bayer Leverkusen. „Aber gegen die beiden zu verlieren, wird noch einigen Mannschaften passieren“, sagt Union-Coach Bo Svensson – und verweist auf den Kader des Gegners.

Abgesehen von Maximilian Beier, der im Sommer für 28,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund wechselte, habe kein wichtiger Spieler die TSG verlassen. Im Gegenteil: Hoffenheim hat 51 Millionen Euro in den Kader investiert. „Das zeigt die Qualität, die in dieser Mannschaft steckt und die Aufgabe, die auf uns zukommt. Es erwartet uns ein schwieriges und sehr enges Spiel“, betont Svensson.

Union Berlin – der Kader der Eisernen gegen die TSG Hoffenheim

Die gute Nachricht zuerst: „Wir haben eine gute Qualität und gute Stimmung im Team. Wir hatten eine gute Woche. Alle sind an Bord“, sagt Svensson. Alle? Nicht ganz, muss auch der Union-Trainer einräumen: Torwart Yannic Stein und Verteidiger Josip Juranovic stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Kevin Volland hat zwar endlich wieder Teile des Mannschaftstrainings mitmachen können, „kommt aber für Samstag nicht infrage“.

Ob stattdessen die Neuzugänge Andrej Ilic, Ivan Prtajin und Robert Skov zu ihrem ersten Einsatz für Union Berlin kommen werden, ließ Svensson offen. Über die ersten beiden – beide ihres Zeichens Stürmer – sagt der Trainer: „Wenn wir das Gefühl haben, dass sie die Besten für das Spiel sind, dann stehen sie auf dem Platz.“ Bei Skov merke man, dass der 28-Jährige drei Monate kein Mannschaftstraining gemacht habe. Immerhin: „Er brennt darauf, bei der Mannschaft zu sein. Er spielt sich langsam in den Vordergrund“, sagt Svensson.

Union Berlin – das Pensum für die Spieler

Deutlich wurde Bo Svensson, als es um die Belastung der Spieler ging. Zuletzt hatte Manchester Citys Mittelfeldspieler Rodri (28) mit Blick auf die Aufstockung der Champions League und die Partien in der Nations League gar mit einem Streik gedroht, sollte die Anzahl der Spiele weiterhin steigen.

Für Union spielt das keine Rolle, weil die Eisernen nicht mehr international spielen. Dennoch sagt Svensson: „Es gibt zu viele unnötige Spiele. Wenn man fünf Jahre zurückgeht, gab es keine Conference League, keine Nations League und jetzt kommt auch noch die Klub-WM dazu. Ich sehe das nicht positiv.“ Zu viele Spiele würden das Produkt, also den Fußball, verwässern, weil die Top-Spieler bei der hohen Belastung nicht mehr ihre Top-Leistung bringen könnten. Svenssons Eindruck: „Es ist klar, dass die Finanzen über der Gesundheit und Qualität von Fußball stehen.“

Union Berlin – abseits des Platzes

Die beiden wichtigsten Themen wurden zum Abschluss der Pressekonferenz angesprochen: Berkin Arslanogullari und der bevorstehende Aktions-Spieltag. Das 19-jährige Torwarttalent Arslanogullari ist an Knochenkrebs erkrankt. Ein Bein musste ihm bereits amputiert werden. Union Berlin beteiligte sich an einer Spendenaktion, ebenso wie viele (ehemalige) Spieler der Eisernen. Bereits 224.000 Euro sind bei Gofundme.com bereits zusammen gekommen. „Es ist absolut überwältigend, das kann ich auch im Namen der Familie sagen, mit der wir sehr eng im Austausch sind. Danke an alle, die sich bisher beteiligt haben“, sagt Pressesprecher Christian Arbeit.

Das Thema Gesundheit steht auch beim Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim im Vordergrund: Zwei Fan-Teams des 1. FC Union, sowie der Verein und weitere Freiwillige werden rund um das Spiel Organspendeausweise austeilen, um damit Nick Jockisch zu gedenken. Im November 2023 brach der damals 33-Jährige in einem Spiel der Union-Liga auf dem Platz zusammen und verstarb später im Krankenhaus an den Folgen eines Aneurysmas im Kopf. „Nick war Organspender. Dank dieser Tatsache konnten fünf Erwachsenen und einem Kind im Anschluss das Leben gerettet werden“, erklärt Christian Arbeit.

1. FC Union Berlin – Spielplan für die Bundesliga-Saison 2024/25