Union Berlin
: Union-Trainer Bo Svensson für Spiel bei RB Leipzig fraglich

Der 1. FC Union Berlin tritt in der Fußball-Bundesliga bei RB Leipzig an. Ob Trainer Bo Svensson auf der Bank sitzt, ist offen. Ob zwei Neuzugänge zum Einsatz kommen, ebenso.
Von
Josephine Japke, David Langenbein
Berlin
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1. FC Union Berlin: ARCHIV - 03.07.2024, Berlin: Fußball: Bundesliga, 1. FC Union Berlin, Unions neuer Co-Trainer Babak Keyhanfar (l) steht beim Trainingsauftakt der Saison 2024/2025 neben den Spielern. (zu dpa: «Unions Co-Trainer: Ilic und Skov brauchen noch Zeit») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Unions neuer Co-Trainer Babak Keyhanfar (links) muss Bo Svensson am Samstag beim Spiel gegen RB Leipzig an der Seitenlinie eventuell vertreten.

Soeren Stache/dpa

Es war ein ungewohntes Bild, das die Journalisten am Donnerstag begrüßte: Nicht Union-Trainer Bo Svensson leitete die Spieltags-Pressekonferenz vor der Partie in der Fußball-Bundesliga am Samstag bei RB Leipzig (15.30 Uhr/Sky), sondern Co-Trainer Babak Keyhanfar saß am Mikrofon.

Ein Infekt legte den Cheftrainer des 1. FC Union Berlin lahm. „Gestern stand er noch auf dem Platz. Über Nacht hat es ihn dann erwischt“, sagte Keyhanfar. Für Samstag bestehe allerdings Hoffnung, dass der 45-jährige Däne an die Seitenlinie in der Leipziger Red Bull Arena zurückkehren kann. „Wir hoffen alle, dass er bis Samstag wieder zurück ist“, sagte auch Keyhanfar und fügte hinzu: „Bis dahin geben wir unser Bestes, um die Mannschaft gut vorzubereiten auf das Spiel.“

Union-Gegner RB Leipzig ist seit 15 Spielen ungeschlagen

Und dass das Spiel gegen RB Leipzig nicht einfach wird, wissen sie bei Union Berlin. Fünfzehnmal begegneten sich die beiden Teams in den vergangenen Jahren in der 2. Bundesliga, Bundesliga und im DFB-Pokal. Die Bilanz wirkt halbwegs ausgeglichen: Sechsmal konnten die Eisernen gewinnen, achtmal RB Leipzig, einmal teilten sie sich die Punkte.

Doch in der vergangenen Saison unterlag Union dem späteren Champions-League-Qualifikanten zweimal recht deutlich (0:2 und 0:3). Und auch in dieser Saison dürfte die Favoritenrolle klar sein. Unions Co-Trainer Keyhanfar bezeichnete Leipzig als „eine Mannschaft, die vor Selbstvertrauen strotzt und seit 15 Pflichtspielen ungeschlagen ist“. RB habe „große Qualität, auch in der Breite“ und sei individuell sehr gut aufgestellt. „Wir müssen die ganze Palette mitbringen am Samstag, wenn wir da ankommen, um dagegenzuhalten“, sagte Keyhanfar.

Andrej Ilic überzeugt im Training, braucht aber Zeit

Zur Startelf-Palette gehören dann eher nicht die beiden Union-Neuzugänge Andrej Ilic und Robert Skov. Beide, so Keyhanfar, bräuchten noch Zeit, um sich in dem Team einzugewöhnen. Ilic ist erst am Deadline-Day, am 30. August 2024, zu den Eisernen gestoßen, „weshalb er natürlich ein Stück weit braucht, um hier anzukommen, dass wir ihn integriert bekommen, dass er inhaltlich so aufgestellt ist, dass er weiß, was wir von ihm verlangen“, so Keyhanfar.

Überzeugen konnte der 24 Jahre alte Serbe, der vom OSC Lille auf Leihbasis aus Frankreich nach Berlin kam, im Training aber dennoch: „Er hat seine Stärken in der Box, ist sehr kopfballstark. Er ist jemand, der einen Torreicher hat.“ Zuvor hatte bereits Union-Geschäftsführer Horst Heldt von dem ehemaligen Junioren-Nationalspieler geschwärmt: „Auf jeden Fall ist er groß, ein Keilstürmer – und das haben wir gesucht.“

Union-Neuzugang Robert Skov muss im Teamtraining aufholen

Bei Robert Skov ist die Lage ähnlich. Der 28-jährige Ex-Hoffenheimer wechselte als vertragsloser Spieler sogar erst nach Ablauf der regulären Transferperiode an die Spree. Skov ist er seit einer Woche in Berlin und braucht dementsprechend ebenfalls Zeit, um sich einzugewöhnen. „Robert war individuell sehr fleißig“, sagte der 39-jährige Keyhanfar über Skov: „Aber Mannschaftstraining kann man natürlich nicht ersetzen.“ Bis Ende des Jahres werde die Phase der Eingewöhnung von Ilic und Skov aber nicht brauchen, ist sich der Co-Trainer sicher.

Insgesamt sei die Umstellung auf das System vom neuen Trainer Bo Svensson weiter ein Prozess. „Die Mannschaft hat das genauso empfunden wie wir im Trainerteam, dass noch nicht alles so greift“, sagte Keyhanfar. In der Länderspielpause habe man aber vor allem an den defensiven Mechanismen arbeiten können. Wie gut diese funktionieren, wird schon das Spiel gegen RB Leipzig zeigen. (mit dpa)

1. FC Union Berlin – Spielplan für die Bundesliga-Saison 2024/25