Susanne Hoffmann (CDU): Die Justizministerin Brandenburgs – Lebenslauf, Herkunft und Bilanz

Susanne Hoffmann (CDU) ist Justizministerin in Brandenburg und steht mit einigen ihrer Entscheidungen in der Kritik. Wie es dazu kam und welchen Werdegang die Ministerin vorweisen kann. Ein Steckbrief.
Soeren Stache/dpaSusanne Hoffmann ist Volljuristin, stellvertretendes Mitglied des Bundesrates und ehemalige Generalstaatsanwältin. Optimale Voraussetzungen also, um das Amt der Justizministerin zu bekleiden. Welche Vita die gebürtige Berlinerin vorweisen kann.
Überblick
- Steckbrief Susanne Hoffmann
- beruflicher und politischer Werdegang der Ministerin
- Erfolge und Kritik
Steckbrief Susanne Hoffmann
- Geburtstag: 2. Februar 1960
- Geburtsort: (West-)Berlin
- Beruf: Volljuristin, vormals Generalstaatsanwältin des Landes Brandenburg
- Kinder: 1 Kind
- Partei: CDU
Ausbildung und Werdegang von Susanne Hoffmann
Von 1978 bis 1984 absolvierte Susanne Hoffmann ein Jurastudium an der Freien Universität Berlin, gefolgt vom Ersten und Zweiten Staatsexamen. Im Jahr 1987 begann ihre Laufbahn als Staatsanwältin in Berlin, wo sie insbesondere für komplexe Fälle organisierter Kriminalität zuständig war.
1993 erfolgte die Versetzung zur Staatsanwaltschaft am Kammergericht, gefolgt von einer Beförderung zur Oberstaatsanwältin im Jahr 1995. Zwischen 2000 und 2005 übernahm die heutige Ministerin Führungspositionen in der Senatsverwaltung für Justiz in Berlin, unter anderem als Referatsleiterin und stellvertretende Abteilungsleiterin.
Im Jahr 2005 wechselte Hoffmann zur Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg, wo sie als leitende Oberstaatsanwältin tätig war und die Funktion der Abteilungsleiterin sowie ständigen Vertreterin des Generalstaatsanwalts innehatte.

Katrin Lange (l., SPD), Brandenburger Ministerin der Finanzen und für Europa, Susanne Hoffmann (CDU), Brandenburger Ministerin der Justiz, und Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen, r.), Brandenburger Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, unterhalten sich während der 101. Sitzung des Brandenburger Landtags.
Soeren Stache/dpaVon 2008 bis 2019 leitete sie verschiedene Abteilungen in der Ministerialverwaltung Brandenburgs, zuletzt die Abteilung für Öffentliches Recht, Privatrecht und Strafrecht. In dieser Position übte sie die Fachaufsicht über alle Staatsanwaltschaften des Landes aus. Von Juni bis November 2019 war Susanne Hoffmann Generalstaatsanwältin des Landes Brandenburg, bevor sie im Kabinett Woidke III zur Ministerin der Justiz des Landes Brandenburg ernannt wurde. Hoffmann ist darüber hinaus stellvertretendes Mitglied des Bundesrates.
Als größter Verdienst der Ministerin gilt, dass in den vergangenen Jahren in Brandenburg wieder deutlich mehr Richter und Staatsanwälte eingestellt werden konnten. So gelang es auch, Aktenberge an den Gerichten teilweise abzubauen. Unter den Beschäftigten der Justiz genießt sie dafür hohes Ansehen.
Die Reform der Arbeitsgerichte war ein weiteres großes Projekt. Ihre Amtsvorgänger hatten hier bereits Änderungsbedarf erkannt, aber das heiße Eisen nicht angefasst. Die Umsetzung der Reform bescherte Susanne Hoffmann dann auch viel Kritik.
Weitere Beiträge, die auf moz.de zum Thema erschienen sind:
3. Februar 2021: Arbeitsrichter André von Ossowski aus Eberswalde kritisiert die „Arroganz des Verfahrens“
20. Mai 2021: Trotz heftigem Protest – Landtag beschließt Reform der Arbeitsgerichte
6. Juli 2021: Eberswalder Arbeitsrichter wehrt sich gegen Versuch der Maßregelung
Bundesweit in den Schlagzeilen war sie im November 2022, als sie erkannt hatte, dass der Bund mit einer Reform des Sexualstrafrechts über das Ziel hinausgeschossen war. Auf Initiative Brandenburgs wurde daraufhin eine Entschärfung jenes Kinderpornografie-Paragrafen in die Wege geleitet.
Tritt Susanne Hoffmann bei der Landtagswahl 2024 an?
Susanne Hoffmann gehört nicht zu den Listenkandidatinnen der CDU zur Landtagswahl im September 2024.
Weitere Steckbriefe aus dem Kabinett Woidke III in Brandenburg
Wirtschaftsminister Steinbach (SPD)
Ministerpräsident Woidke (SPD)
Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz: Ursula Nonnemacher (Grüne)
Manja Schüle (SPD), Kulturministerin
Minister für Infrastruktur und Landesplanung: Rainer Genilke
Ministerin für Finanzen und Europa: Katrin Lange (SPD)



