Bundestagswahl 2025: E-Sports, Galeria, Sicherheit – was Schodrowski für Spandau will

Bernhard Schodrowski tritt bei der Bundestagswahl 2025 als Direktkandidat der CDU für den Wahlkreis Spandau und Charlottenburg Nord an. Auf seiner Agenda stehen insbesondere Themen zur inneren Sicherheit und Wirtschaft.
Jessica Neumayer- Bernhard Schodrowski kandidiert 2025 für die CDU in Spandau und Charlottenburg Nord.
- Seine Schwerpunkte: Sicherheit, Wirtschaft, und E-Sport.
- Er war Kommunikationsleiter beim BDE und Polizeisprecher.
- Schodrowski betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft.
- Er setzt sich für bessere Infrastruktur, Wohnraum und Mobilität ein.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Inmitten politischer Turbulenzen und nach einer wegweisenden Vertrauensfrage steht Deutschland nun früher als eigentlich geplant vor eine Bundestagswahl. Am 23. Februar 2025 werden Bürgerinnen und Bürger zur Wahlurne gebeten. Die CDU setzt im Wahlkreis Spandau und Charlottenburg Nord auf einen Direktkandidaten mit Wurzeln in Spandau.
Bernhard Schodrowski wurde im „Lynarkrankenhaus“, heute als Vivantes Klinikum zwischen Lynarstraße und Neue Bergstraße bekannt, geboren. Seither lebt der 57-Jährige in Spandau – mit einer einjährigen Unterbrechung zum Studium der katholischen Theologie in Paderborn.
Bernhard Schodrowski – CDU-Kandidat mit Spandauer Wurzeln
Bis 2024 war er Leiter der Kommunikationsabteilung beim Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE). Jetzt möchte er in den Bundestag.
In Spandau hat Schodrowski so viele Lieblingsplätze, dass es ihm schwerfällt, sich für einen Treffpunkt zu entscheiden. Anfänglich ist ein Spaziergang entlang der „Scharfen Lanke“ geplant. Bei vielen Terminen passt es organisatorisch dann doch besser, durch die „Altstadt Spandau“ zu schlendern.
„Galeria ist ein gutes Beispiel dafür, wie Bezirks- und Landespolitik erfolgreich zusammenarbeiten können“, spielt Schodrowski auf die Zusammenarbeit der Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) mit Bezirksbürgermeister Frank Bewig (CDU) und weiteren Beteiligten an. 2024 sollte der Galeria-Standort in Spandau geschlossen werden, konnte dann aber durch gemeinsame Bemühungen erhalten bleiben.
„Dieses Warenhaus hat mich eigentlich schon immer begleitet.“ Jahrelang habe man das Kaufhaus für selbstverständlich gehalten. Er selbst hat viele Erinnerungen an das Kaufhaus – auch als es noch Hertie war. Galeria, ehemals Karstadt, sei wichtig, weil es einen Anlaufpunkt in der Altstadt biete.
Galeria-Karstadt und die Bedeutung für die Altstadt Spandau
„Samstag war oft Einkaufstag mit der Familie. Da sind wir nach Berlin gefahren.“ Damit meint Schodrowski zwar den Ku’damm. Die Anekdote soll jedoch bekräftigen, dass auch Galeria zum Erlebnisort für die ganze Familie werden sollte.
Wie genau seine Ideen für die oberste und unterste Etage aussehen, verrät er nicht. „Da will ich mich nicht einmischen. Das können die Verantwortlichen besser einschätzen.“

Für Wirtschaft und Arbeitsplätze, gegen den Mietendeckel: Bernhard Schodrowski (r) – zu der Zeit Pressesprecher der Berliner Bau- und Wohnungswirtschaft – streitet auf einer Kundgebung eines Bündnisses der Berliner Bau- und Wohnungswirtschaft und von Vermietern gegen eine Mietobergrenze.
Fabian Sommer/picture alliance/dpaAls Wunsch lässt er jedoch durchklingen, dass ein gastronomisches Angebot wichtig wäre. Er werde hierzu den einen oder anderen seiner Kontakte ansprechen und klären, ob ein Engagement in Spandau denkbar wäre. Falls nicht für den Galeria-Standort, dann für den Leerstand in der Altstadt.
Zum Vorschlag eines E-Sport- Angebots in der oberen Etage äußert sich der Politiker nur verhalten. Es sei wichtig, dass auch über den Tellerrand hinaus gedacht werde. Das Potenzial der Influencer-Szene rund um YouTuber HandOfBlood sowie die Freaks 4U Gaming GmbH, die Marketingagentur für Gaming und E-Sport, hat er auf dem Schirm.
„Eintracht Spandau als E-Sportverein ist ja auch ein Asset, an dem man sieht, dass Spandau eben kein alter Bezirk ist, sondern sich wandelt.“ Diese Gemeinschaft gebe Spandau gute Impulse. Gerne würde sich Schodrowski für die Gemeinnützigkeit der E-Sportvereine einsetzen, mit dem Gedanken, damit auch die Medienkompetenz von Jung und Alt zu erweitern.
Politische Rahmenbedingungen für den Einzelhandel
Schodrowski weiß, dass er aus dem Bundestag nicht über den Einzelhandel bestimmen kann. Die heutigen Warenhäuser stünden in Konkurrenz mit dem Onlineangebot. Das sei auch nicht zu vergleichen mit der Zeit, als er Ende der 1980er Jahre seine kaufmännische Ausbildung im Bekleidungsgeschäft Leineweber gemacht hat.

Bernhard Schodrowski kandidiert bei der Bundestagswahl 2025 für die CDU in Spandau. Eines seiner Herzensthemen ist die Gestaltung der Altstadt zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort.
Jessica Neumayer„Aber wir können günstige politische Rahmenbedingungen dafür schaffen, und so die Standorte und innerstädtische Zentren stärken.“ Bezirkspolitik, Landespolitik, Bundespolitik seien eine Linie. Viele der Regelungen vom Bund kommen irgendwann im Bezirk an. Wenn es um Fördermöglichkeiten gehe, sei die Bundespolitik gefragt.
Expertise aus der Wirtschaft bringt Schodrowski aus seiner Tätigkeit als Sprecher der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) mit. „Und 18 Jahre bei der Polizei sind auch nicht wegzuwischen“, sagt der Kriminalhauptkommissar über die prägenden Einsätze auf der Straße und die Tätigkeit als Sprecher der Justizverwaltung.
Sicherheit in Spandau – Prävention und Präsenz
Bezüglich der Kriminalität bleibt Schodrowski ganz ehemaliger Polizeisprecher. „Vieles hat ja mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl eines jeden Einzelnen zu tun.“ Im Vergleich gibt es statistisch immer Orte, die noch schlimmer seien. Der Münsinger Park sei ebenfalls ein Ort, den er für einen Spaziergang gerne vorgeschlagen hätte – so wurde es das Lindenufer.
Für ein höheres Sicherheitsgefühl würde er sowohl präventiv als auch reaktiv vorgehen. „Wir müssen weiter daran arbeiten, dass schlechtes Treiben konsequent unterbunden wird.“ Vieles sollte auch schon in der Prävention gemacht werden, „indem man einfach für Licht sorgt, für eine Präsenz, für Streifen“. Der Bezirk sei hier schon voll im Einsatz.
Schodrowski sieht die Herausforderungen optimistisch: „Mit Einsätzen, Einsatzplänen und Einsatzkonzepten ist da viel zu machen.“ Immer in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren und Sozialarbeitern vor Ort.
Wohnen, Mobilität und Infrastruktur in Spandau
Spandau entwickelt sich in sämtliche Richtungen und darauf muss reagiert werden. An den Vorgaben, wieviele Wohnungen in Berlin entstehen müssen, könne auch Schodrowski nicht rütteln. Wie Lebensqualität und Wachstum vereint werden können, stellt er sich so vor: „Es braucht eine vernünftige Infrastruktur, es braucht Einkaufsmöglichkeiten, es braucht Schulplätze. Und auch die Vereine müssen darauf reagieren.“
Die Rahmenbedingungen dafür müssen politisch gestaltet werden. „Auf Bundesebene muss man sehen, welche Akzente gesetzt werden können, welche Möglichkeiten es gibt, diese Herausforderungen zur Sprache zu bringen.“
Oft sei es auch eine Frage des Geldes. Die Planung sei für den Senat oft keine leichte Aufgabe, wie zum Beispiel beim Thema Mobilität. „Es muss attraktiv sein, die Außenbezirke so anzubinden, dass es schnelle Wege in die Großstadt gibt.“
Wie sich Dinge verändern können, hat Schodrowski selbst miterlebt. Der zweifache Familienvater erinnert sich noch, wie früher die Autos durch die Altstadt gefahren sind. Mit der Fertigstellung des U-Bahnhofs Rathaus Spandau 1984 wurde sie zur Fußgängerzone.

Mit Bernhard Schodrowski setzt die CDU auf einen Kandidaten, der in Spandau geboren und aufgewachsen ist.
Tobias Koch„Ich glaube, dass es gut ist, wenn wir uns um einen Mobilitätsmix kümmern.“ Es können jedoch nur Angebote gemacht werden. Jeder entscheide für sich, welches Fortbewegungsmittel genutzt wird. Schodrowski selbst fährt einen Mercedes nahe dem Oldtimerstatus. „Meine Mutter ist über 80, meine Tante ist 90, da übernehme ich natürlich mitunter auch Fahrdienste, wenn es nötig ist.“
Es sei wichtig zu gucken, wo das Auto wirklich gebraucht werde, wo es zur Belastung wird und wo es bequem ist. „Wenn ich das Auto aber irgendwann nicht mehr haben sollte, wird es auch bei mir um die Frage gehen, ob ich in Berlin noch ein Auto brauche oder ob es nicht mit den Möglichkeiten von Sharing-Angeboten und öffentlichem Personennahverkehr geht.“
Schodrowski startet nicht als Jugendlicher seine politische Karriere, sondern andersrum. „Als politischer Mensch komme ich in der zweiten Hälfte meines Berufslebens mit einer beruflichen Expertise, aus der ich Politik machen möchte“, beschreibt er seinen Ansatz.
Neben der Sicherheit im „Münsinger Park“ und der Gestaltung der Altstadt Spandau als attraktiven Wirtschaftsstandort zum Shoppen und Verweilen, hat er auch noch ein drittes Herzensprojekt: die Bebauung des ehemaligen Postgeländes an der Ruhlebener Straße. „Dort gibt es ein größeres Bauvorhaben, das Frank Bewig schon als Baustadtrat begleitet hat. Ich möchte dabei helfen, dass dieses gut entwickelt wird.“





