Union Berlin
: Unruhe um Fofana und Bonucci nach Niederlage gegen Neapel

Bei Union Berlin wird es nach der neunten Niederlage in Folge unruhig. Nach dem 0:1 gegen SSC Neapel in der Champions League gibt es Diskussionen um Fofana und Bonucci. Das sind die Stimmen zum Spiel.
Von
Jan Lehmann,
Frank Noack
Berlin
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David Fofana (Union Berlin) sorgte nach seiner Auswechslung für Unruhe.

Matthias Koch

Nach der 0:1-Niederlage von Union Berlin in der Champions League gegen SSC Neapel üben sich Trainer und Spieler der Köpenicker weiter in Zuversicht. Für Kapitän Christopher Trimmel ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Eisernen in der Bundesliga wieder in die Erfolgsspur kommen.

Allerdings: Es herrscht auch einige Unruhe beim 1. FC Union. Angreifer David Fofana verweigerte nach seiner Auswechslung Trainer Urs Fischer den Handschlag und wurde danach auf der Auswechselbank von Sportchef Oliver Ruhnert ins Gebet genommen.

Laut des italienischen Transferexperten Fabrizio Romano könnte auch eine Debatte um den italienische Topstar Leonardo Bonucci für die Unioner in den kommenden Tagen anstrengend werden. Demnach sei der 36-Jährige sauer, dass er gegen Neapel nicht zum Zuge kam und will das Gespräch mit Trainer Urs Fischer suchen.

Hier sind die Stimmen zum Spiel im Berliner Olympiastadion, in dem Giacomo Raspadori in der 65. Minute vor 72062 Zuschauern das Siegtor für die Gäste erzielte.

Stimmen der Trainer von Union Berlin und SSC Neapel

Urs Fischer (Union Berlin): „Kompliment an die Mannschaft, dass sie in so einer schwierigen Situation ein solches Spiel gezeigt hat. Es fühlt sich brutal an, als Verlierer vom Platz zu gehen. Du bekommst einen Schuss auf unser Tor und verlierst 0:1. Insgesamt war die Mannschaft heute aber kompakt und stabil.“ Nach dem verweigerten Handschlag von Fofana kündigte Fischer an, dass es ein Gespräch mit dem Stürmer geben werde.

Rudi Garcia (SSC Neapel): „Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gemacht. In der ersten Halbzeit kam es darauf an, nicht das Spiel von Union Berlin mit Kontern zuzulassen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein schönes Tor mit mehreren Balleroberungen erzielt.“

Reaktionen der Spieler von Union Berlin und SSC Neapel

Rani Khedira (Union Berlin): „Wenn du neunmal in Folge verlierst, kannst du nicht glücklich sein. Aber wir haben heute viel von dem gesehen, was uns die vergangenen Jahre stark gemacht hat. Ich finde, das ist eine Grundvoraussetzung, um Punkte zu holen. Wir hatten heute einen unfassbar starken Gegner, der viele Tore schießt. Der hatte heute in der ersten Halbzeit keinen Torschuss. Mit einer Halbchance machen sie das Tor. Aber es hilft nichts, wir müssen genauso weitermachen, wie wir es in der ersten Halbzeit getan haben. Du musst arbeiten, du musst die Schnauze halten und auf dem Platz liefern.“

Christopher Trimmel (Union Berlin): „Ich glaube, das war heute ein guter Auftritt und eine gute Antwort auf das Stuttgart-Spiel. Wenn wir so weitermachen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder gewinnen. Wenn du gegen solche Weltklasse-Mannschaften wie gegen Neapel so auftrittst, wirst du irgendwann wieder du Punkte holen. Die Kabine ist weiterhin intakt. Es ist klar, dass man nicht lacht und herumhüpft. Solche Situationen wie mit David (Fofana) kommen auch im Fußball vor. Das sollte man nicht überbewerten. Wichtig ist jetzt, wie er darauf reagiert und ob er sich entschuldigt oder nicht.“

Amir Rrahmani (SSC Neapel): „Wichtig sind drei Punkte, auch wenn es vielleicht eines unserer schlechten Spiele war. Ein sehr schwieriges Spiel auf einem sehr schwierigen Platz, er war sehr weich. Wir haben es gut hinbekommen und nicht zu viele Schüsse kassiert, denn wir haben auch kein Tor kassiert. Man konnte auch sehen, dass sie mit langen Bällen und Kontern gespielt haben. Das Rückspiel ist höchstwahrscheinlich das Spiel, das in dieser Gruppe über die ersten beiden Plätze entscheiden wird.“

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

1. FC Union Berlin – die Champions League

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

Sven Michel (32, FC Augsburg)

Paul Seguin (28, FC Schalke 04)

Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)

Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)

Levin Öztunali (27, Hamburger SV)

Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)

Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)

Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)

Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)

Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)

Niko Gießelmann (31, Greuther Fürth)

Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)

Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)

Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)

Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)

Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)

Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)