Union Berlin: Trainer Fischer kritisiert Mentalität – Trimmel sieht Klassenerhalt in Gefahr
Der 1. FC Union Berlin geht in der Fußball-Bundesliga als Tabellenletzter in die Länderspielpause und muss nach dem 0:4-Debakel vom Sonntag bei Bayer Leverkusen die neunte Bundesliga-Niederlage in Folge verkraften. Den Unionern stehen dabei zwei ungemütliche Wochen bevor. Trainer Urs Fischer kündigte an, dass der Auftritt vom Sonntag dringend aufgearbeitet werden müsse.
Nach der deutlichen Niederlage durch die Gegentore von Alejandro Grimaldo (23. Minute), Odion Kossounou (56.), Jonathan Tah (73.) und Nathan Tella (83.) kritisierte Fischer beim Streamingsender DAZN sein Team heftig: „Heute war ein Klassenunterschied zu sehen. Wie wir die Tore bekommen – wir machen es ihnen zu einfach. Leverkusen hat verdient gewonnen, wir haben es ihnen wirklich zu einfach gemacht“, so der Chefcoach.
Urs Fischer kritisiert Körpersprache und Mentalität
Der schärfste Kritikpunkt des Schweizers ging ins Eingemachte – er sprach den Spielern die Union-eigene Einstellung ab. Fischer erklärte: „Wenn du Abstiegskampf spielst, braucht es trotzdem eine andere Körpersprache und eine andere Mentalität.“
Von Kapitän Christopher Trimmel gab es bei „DAZN“ ebenfalls deutliche Worte. Der 36-Jährige sagte: „Ich glaube in der ersten Halbzeit hatten wir überhaupt keinen Zugriff, da hatte Leverkusen schon viele Möglichkeiten. Nach der Pause gab es eine Phase, in der wir den Ball etwas länger halten konnten. Nach den beiden Standardtoren war die Geschichte fertig heute.“
Mit Blick auf die bevorstehende Länderspielpause kündigte er im TV an: „Wir haben so viele Niederlagen kassiert. Wir müssen uns in sehr vielen Bereichen einfach verbessern, sonst wird es ganz, ganz schwierig, die Klasse zu halten.“
Union Berlin kassiert zwei Gegentore nach Eckbällen
Später in der Mixedzone gab der Österreicher auch noch einen Einblick ins Innere der Mannschaft. Angesichts der Niederlagenserie verdeutlichte er: „Bei uns war fast kein Spieler in so einer Situation. Wenn man die Erfahrung hätte, wie man da rauskommt, würde man intern etwas ändern.“ Trimmel gab zu: „Am Ende sitzen wir da und sind alle fast schon ratlos.“
Dennoch habe er „zu hundert Prozent das Vertrauen in die Mannschaft“, so Trimmel. Er forderte: „Wir müssen endlich anfangen, stabiler zu werden.“ Darin will auch Trainer Urs Fischer in den kommenden Tagen arbeiten. Ein Ansatzpunkt könnte dabei das Defensivverhalten bei Standardsituationen sein – zwei der vier Gegentore kassierte Union nach Eckbällen. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel kritisierte der Berliner Trainer: „Wie wir die Standardtore verteidigt haben – das war ungenügend. Wir werden das Spiel deutlich analysieren und die Fehler ansprechen.“
1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga
- 12. November 2023: Bayer Leverkusen – Union Berlin 4:0 (1:0)
- 4. November 2023: Union Berlin – Eintracht Frankfurt 0:3 (0:2)
- 28. Oktober 2023: Werder Bremen – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 21. Oktober 2023: Union Berlin – VfB Stuttgart 0:3 (0:1)
- 7. Oktober 2023: Borussia Dortmund – Union Berlin 4:2 (2:1
- 30. September 2023: 1. FC Heidenheim – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 23. September 2023: Union Berlin – 1899 Hoffenheim 0:2 (0:2)
- 16. September 2023: VfL Wolfsburg – Union Berlin 2:1 (2:1)
- 3. September 2023: Union Berlin – RB Leipzig 0:3 (0:0)
- 26. August 2023: SV Darmstadt – Union Berlin 1:4 (1:3)
- 20. August 2023: Union Berlin – FSV Mainz 4:1 (2:0)
1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal
- 2. Runde: 31. Oktober: VfB Stuttgart – Union Berlin 1:0 (1:0)
- 1. Runde, 13. August 2023: FC-Astoria Walldorf – Union Berlin 0:4 (0:3)
1. FC Union Berlin – die Champions League
- Mittwoch, 20. September 2023: Real Madrid – 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0)
- Dienstag, 3. Oktober 2023: 1. FC Union Berlin – SC Braga 2:3 (2:1)
- Dienstag, 24. Oktober 2023: 1. FC Union Berlin – SSC Neapel 0:1 (0:0)
- Mittwoch, 08.11.2023: SSC Neapel – 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0)
- Mittwoch, 29. November 2023, 21:00 Uhr: SC Braga – 1. FC Union Berlin;
- Dienstag, 12. Dezember 2023, 21:00 Uhr: 1. FC Union Berlin – Real Madrid
Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin
- Robin Gosens (29, Inter Mailand)
- Kevin Volland (31, AS Monaco)
- Lucas Tousart (26, Hertha BSC)
- Mikkel Kaufmann (22, FC Kopenhagen)
- Benedict Hollerbach (22, SV Wehen Wiesbaden)
- Alexander Schwolow (31, Hertha BSC)
- Brenden Aaronson (22, Leeds United, Leihe)
- David Fofana (20, FC Chelsea, Leihe)
- Alex Kral (25, Spartak Moskau, Leihe)
Abgänge beim 1. FC Union Berlin
Sven Michel (32, FC Augsburg)
Paul Seguin (28, FC Schalke 04)
Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)
Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)
Levin Öztunali (27, Hamburger SV)
Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)
Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)
Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)
Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)
Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)
Niko Gießelmann (31, Greuther Fürth)
Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)
Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)
Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)
Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)
Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)
Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)



