Union Berlin
: Marco Grote und Marie-Lousie Eta – die Nachfolger von Trainer Urs Fischer

Nach der Trennung von Trainer Urs Fischer übernehmen beim 1. FC Union Berlin vorerst Marco Grote und Marie-Louise Eta die Mannschaft. Sie sorgt damit für ein Novum in der Fußball-Bundesliga.
Von
Jan Lehmann
Berlin
Jetzt in der App anhören

Marco Grote und Marie-Louise Eta haben zuletzt die U19 des 1. FC Union Berlin betreut – unter anderem in der Youth League mit Spielen bei Real Madrid und SSC Neapel. Nun übernimmt das Duo vorerst die Nachfolge von Trainer Urs Fischer.

Matthias Koch

Nach der Trennung von Trainer Urs Fischer wird der 1. FC Union Berlin in der Fußball-Bundesliga vorerst von Marco Grote (51) und Co-Trainerin Marie-Louise Eta (32) betreut. Das teilte der 1. FC Union am Mittwoch mit. Nach fünf Jahren unter Chefcoach Urs Fischer und dem Sprung aus der 2. Bundesliga bis in die Champions League hatten sich Union-Präsident Dirk Zingler und der Schweizer auf die Trennung geeinigt.

Nach zuletzt 13 Niederlagen und einem zwischenzeitlichen Remis im Auswärtsspiel beim SSC Neapel hatte der Bundesligist die Reißleine gezogen. Mit Urs Fischer verlässt auch dessen Co-Trainer Markus Hoffmann den Verein.

Marco Grote hat die U19 in der Bundesliga trainiert

Fischer-Nachfolger ist vorerst Marco Grote – der 51-Jährige hat bisher die U19 des 1. FC Union in der A-Junioren-Bundesliga betreut. Dort steht das Team in der Staffel Nord/Nordost auf Rang drei hinter Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg. Zuletzt gelang im Spitzenspiel gegen die Wolfsburger ein 1:0-Heimsieg.

In der europäischen Youth League, die im Rahmen der Champions League analog auch bei der U19 gegen Real Madrid, SSC Neapel und SC Braga ausgetragen wird, stehen ein 4:1-Heimsieg gegen SSC Neapel sowie drei Niederlagen zu Buche.

Grote selbst hat als Verteidiger beim Hamburger SC II in der Regionalliga Nord gespielt und ist seit 2004 als Trainer aktiv. Beim HSV war er unter anderem Co-Trainer bei Thomas Doll und Stefan Böger. Grote arbeitete danach lange im Nachwuchs des SV Werder Bremen, eher er beim VfL Osnabrück 2020 seinen ersten Cheftrainer-Posten beim VfL Osnabrück übernahm. Spieler war dort zu jener Zeit unter anderen der ehemalige Union-Profi Ken Reichel.

Nach sieben Monaten war für Grote allerdings in Osnabrück schon Schluss, über eine Auslandsstation bei Apollon Smyrnis in Griechenland landete Grote im Juli 2022 beim 1. FC Union. Er besitzt die Uefa-Pro-Lizenz für Trainer.

Marie-Louise Eta im Trainerlehrgang mit Hürzeler und Röhl

Seit dem Sommer 2023 ist Marie-Louise Eta seine Co-Trainerin. Die 32-Jährige sorgt für ein Novum in der Fußball-Bundesliga, sie ist die erste Co-Trainerin in der Geschichte der höchsten deutschen Spielklasse. Eta ist in Dresden geboren und hat bei Turbine Potsdam, Hamburger SV, BV Cloppenburg und Werder Bremen gespielt. Sie war zudem deutsche Junioren-Nationalspielerin.

Ihre erste Trainerstation hatte sie bei der weiblichen U15 von Werder Bremen. Von 2021 bis 2023 arbeitete sie als Co-Trainerin bei der U15 und U17 des DFB. Im April 2023 schloss sie den höchsten Trainerlehrgang beim DFB mit der Pro-Lizenz ab. Mit ihr im Jahrgang waren unter anderem der aktuelle Trainer-Überflieger Fabian Hürzeler, der mit dem FC St. Pauli in der 2. Bundesliga für Furore sorgt, und Danny Röhl, der bereits als Co-Trainer von Hansi Flick beim FC Bayern München und der DFB-Nationalmannschaft gearbeitet hat.

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

1. FC Union Berlin – die Champions League

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

Sven Michel (32, FC Augsburg)

Paul Seguin (28, FC Schalke 04)

Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)

Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)

Levin Öztunali (27, Hamburger SV)

Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)

Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)

Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)

Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)

Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)

Niko Gießelmann (31, Greuther Fürth)

Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)

Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)

Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)

Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)

Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)

Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)