Union Berlin
: Präsident Zingler verrät geheime Abmachungen mit Trainer Urs Fischer

Nach der Trennung des 1. FC Union Berlin von Trainer Urs Fischer gibt Präsident Dirk Zingler Einblicke in das entscheidende Gespräch. Er verrät, welche Abmachungen beim Abschied eine Rolle spielten.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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  • Dirk Zingler, Präsident des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin, nahm am Mittwoch (15. November) auf einer Pressekonferenz Stellung zur Trennung von Cheftrainer Urs Fischer.

    Dirk Zingler, Präsident des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin, nahm am Mittwoch (15. November) auf einer Pressekonferenz Stellung zur Trennung von Cheftrainer Urs Fischer.

    Andreas Gora/dpa
  • Urs Fischer ist nicht mehr Trainer des 1. FC Union Berlin. Am Mittwoch vermeldete der Fußball-Bundesligist die Trennung von 57-jährigen Schweizer, der den Verein aus der 2. Bundesliga bis in die Champions League geführt hatte.

    Urs Fischer ist nicht mehr Trainer des 1. FC Union Berlin. Am Mittwoch vermeldete der Fußball-Bundesligist die Trennung von 57-jährigen Schweizer, der den Verein aus der 2. Bundesliga bis in die Champions League geführt hatte.

    David Inderlied/dpa
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Mit bewegter Stimme nahm Präsident Dirk Zingler vom 1. FC Union Berlin bei einer außerplanmäßigen Pressekonferenz am Mittwoch Stellung zur Trennung des Fußball–Bundesligisten von Cheftrainer Urs Fischer. Zingler betonte gleich zu Beginn: „Ich hatte immer ein bisschen Angst vor diesem Tag und dem Tag danach. Er ist früher da, als wir ihn uns gewünscht haben.“

Danach berichtete der Präsident davon, wie das entscheidende Gespräch am Montag zwischen ihm und dem Schweizer abgelaufen sei. Er sagte: „Es war ein sehr nahes Gespräch. Nach zwei Minuten wussten wir, wie es enden wird.“

Abmachung zwischen Präsident Zingler und Union–Trainer Fischer

Dabei betonte Zingler, dass Urs Fischer nicht zurückgetreten sei, aber auch nicht entlassen worden ist. Man habe in dem Gespräch am Montag gemeinsam entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden. Zingler verriet, dass er mit Urs Fischer eine geheime Abmachung hatte: „Wir hatten eine relativ klare Vereinbarung: Ich unterstütze ihn bis zur letzten Sekunde, er sagt mir Bescheid, wann der Zeitpunkt gekommen ist.“

Am Montag sei dieser Zeitpunkt gekommen, so Zingler. Er verdeutlichte: „Ich bin der festen Überzeugung: Wenn jemand als erstes erkennt, ob er noch etwas bewegen kann, dann ist das immer der Cheftrainer.“

Abschied vom Trainer Fischer an der Alten Försterei

Präsident Zingler machte deutlich, dass es für ihn die schwierigste Trennung seiner langen Amtszeit gewesen sei. Er gab aber zu, dass ein Punkt beim Abschied durchaus eine Rolle gespielt habe — Fischers Tage an der Alten Försterei waren offenbar ohnehin gezählt: „Wir wussten beide, dass es sowieso eine endliche Zusammenarbeit ist, wir hatten vereinbart, wann sie endet. Wir wussten den Termin und haben somit die Beendigung nur vorgezogen“, sagte der Union–Präsident. Wann konkret der Vertrag mit dem 57–jährigen Schweizer enden sollte, wollte Zingler auf Nachfrage nicht preisgeben.

Am Donnerstag nun soll der Erfolgstrainer, der den 1. FC Union Berlin innerhalb von fünf Jahren aus der 2. Bundesliga bis in die Champions League geführt hat, gebührend verabschiedet werden. Der Bundesligist lässt am Vormittag das Training ausfallen. Stattdessen wird Trainer Urs Fischer mit seinem Co–Trainer Markus Hoffmann zu einem gemeinsamen Frühstück zu Gast sein. „Wir werden uns verabschieden, als Freunde“, so Zingler.

1. FC Union Berlin — die Fußball–Bundesliga

1. FC Union Berlin — der DFB–Pokal

1. FC Union Berlin — die Champions League

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

Sven Michel (32, FC Augsburg)

Paul Seguin (28, FC Schalke 04)

Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)

Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)

Levin Öztunali (27, Hamburger SV)

Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)

Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)

Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)

Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)

Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)

Niko Gießelmann (31, Greuther Fürth)

Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)

Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)

Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)

Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)

Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)

Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)