Union Berlin Transfer
: Wechsel von Bonucci geplatzt – Mourinho erklärt Absage von AS Rom

Geht Leonardo Bonucci oder bleibt er bei Union Berlin? AS Rom nimmt Abstand von der Verpflichtung. Trainer Mourinho erklärt die Gründe. Dennoch ist ein Wechsel des Abwehrspielers nicht vom Tisch.
Von
Jan Lehmann,
Frank Noack
Berlin
Jetzt in der App anhören

Bleibt Leonardo Bonucci beim 1. FC Union Berlin? Ein Wechsel zu AS Rom scheint geplatzt. Roma-Coach José Mourinho erklärt die Hintergründe für die Absage an den Abwehrspieler.

Sebastian Räppold/Matthias Koch

Beim 1. FC Union Berlin gibt es Wirrungen um einen möglichen Wechsel von Leonardo Bonucci zurück nach Italien. Nachdem ein Transfer des 36-Jährigen zum AS Rom laut italienischer Medien zuletzt schon kurz vor dem Abschluss gestanden hatte, wird nun davon berichtet, dass der Wechsel geplatzt sein soll.

Demnach hätten vor allem die Fans des Hauptstadtclubs mit ihren Protesten gegen die Verpflichtung des Europameisters von 2021 dafür gesorgt, dass die Roma Abstand davon genommen hätten, heißt es aus Italien. Mit seiner langen Vergangenheit bei Juventus Turin ist Bonucci für viele italienische Fußballfans, die nicht im Nordwesten Italiens zu Hause sind, ein rotes Tuch.

José Mourinho spricht über Bonucci

Am Freitag (29. Dezember) hat Roms Trainer José Mourinho bei der Pressekonferenz vor dem Spiel ausgerechnet bei Bonuccis Ex-Club Juventus die Absage an den Spieler von Union Berlin erklärt. Der Portugiese, der dem Vernehmen nach nicht abgeneigt gewesen war, den erfahrenen Abwehrspieler zu holen, verdeutlichte: „Das Herz eines Vereins sind die Fans, aber es gibt Eigenschaften und Strukturen, die in jedem Verein anders sind. Und die Eigentümer sind souverän, die Entscheidungen werden von denen getroffen, die souverän sind.“

Ursprünglich sei mit Bonucci laut „Bild“ schon ein Gehalt von 2,5 Millionen Euro bis zum Saisonende ausgehandelt gewesen. Der Abwehrspieler hätte gern unter Mourinho gespielt, um dort gleich für seine anvisierte Trainerkarriere zu lernen. Doch nun geht Rom wieder auf Abstand. Mourinho betonte: „Für mich, und nicht nur bei der Roma, sind die Fans das Herz des Vereins, und wenn man etwas tut, was die Fans sehr mögen, schürt man Leidenschaft und Liebe. Wenn man etwas tut, das die Fans nicht mögen, sollte man es nicht tun.“ Der Coach bekräftigte zudem: „Bonucci ist ein Spieler von Union Berlin und deshalb fühle ich mich nicht wohl dabei, über ihn zu sprechen.“

Schwieriges Halbjahr für Bonucci in Berlin

Der Wechsel in die italienische Hauptstadt scheint damit vom Tisch zu sein – der Abgang von Bonucci aus Berlin indes dürfte weiter ein Thema bleiben. Das Heimweh soll dem Italiener stark zusetzen, seine Frau Martina sowie die Kinder Lorenzo, Matteo und Matilda sind in Italien geblieben. Bei Instagram zeigt Bonucci die Familie vereint zum Weihnachtsfest vor dem Tannenbaum.

Das Training beim 1. FC Union beginnt am 2. Januar um 15 Uhr. Dann wird der Italiener in Berlin zurückerwartet. Seine bisherige Bilanz bei den Eisernen ist ausbaufähig. Zehn Einsätze in 20 möglichen Pflichtspielen, dazu eine Gelbsperre in der Champions League und eine verletzungsbedingte Auswechslung in der Bundesliga – das erste Halbjahr bei Union lief nicht gut für den Italiener.

Dennoch hatte ihn sein Trainer Nenad Bjelica mit einem Lob in die Winterpause geschickt: „Auch, wenn er nicht spielt, ist er auf der Bank und in der Kabine mit seiner Erfahrung und seiner Professionalität sehr wichtig für uns. Ich bin sehr froh, einen Spieler wie Leonardo Bonucci im Team zu haben.“

Inwieweit Bonucci dieses Vertrauen im Jahr 2024 im Stadion an der Alten Försterei tatsächlich zurückzahlt, bleibt abzuwarten.

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

1. FC Union Berlin – die Champions League

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

Sven Michel (32, FC Augsburg)

Paul Seguin (28, FC Schalke 04)

Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)

Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)

Levin Öztunali (27, Hamburger SV)

Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)

Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)

Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)

Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)

Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)

Niko Gießelmann (31, Greuther Fürth)

Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)

Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)

Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)

Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)

Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)

Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)