Union Berlin Stimmen
: „Killer“ gegen Real Madrid ärgert Khedira – Bjelica grüßt Urs Fischer

Nach dem 2:3 gegen Real Madrid muss Union Berlin das Aus im Europapokal verkraften. Kapitän Khedira erklärt, was den Eisernen in der Champions League fehlt. Trainer Bjelica grüßt seinen Vorgänger.
Von
Jan Lehmann,
Frank Noack
Berlin
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  • Union-Kapitän Rani Khedira haderte nach dem Spiel gegen Real Madrid mit einer entscheidenden Szene vor dem zweiten Gegentor.

    Union-Kapitän Rani Khedira haderte nach dem Spiel gegen Real Madrid mit einer entscheidenden Szene vor dem zweiten Gegentor.

    Soeren Stache/dpa
  • Für Trainer Nenad Bjelica von Union Berlin spielte in der Champions League auch das Pech in dieser Saison eine Rolle.

    Für Trainer Nenad Bjelica von Union Berlin spielte in der Champions League auch das Pech in dieser Saison eine Rolle.

    Soeren Stache/dpa
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Der 1. FC Union Berlin geht gegen Real Madrid sogar in Führung und sorgt für einen denkwürdigen Abend in der Champions League. Die Eisernen verlieren dennoch knapp mit 2:3 (1:0) und verpassen somit auch die mögliche Qualifikation für die Europa League.

Nach der Partie hadern Trainer und Spieler der Eisernen ein bisschen mit dem verpassten Fußballwunder gegen den übermächtigen Gegner aus Madrid. Bei Real dreht sich viel um den Doppeltorschützen Joselu sowie Top-Star Jude Bellingham. Union-Coach Bjelica sendet derweil einen besonderen Gruß in Richtung Urs Fischer, seinem Vorgänger im Traineramt bei den Eisernen.

Stimmen der Trainer von Union Berlin und Real Madrid

Nenad Bjelica (Union Berlin): „Das war noch ein enges Spiel, das die Mannschaft leider verloren hat. Man muss sagen, dass auch sehr viel Pech in der Champions League dabei war. Aber das ist auch eine Schule für jeden Einzelnen. Heute war Real Madrid natürlich dominant, wir haben versucht zu kontern. Frederik Rönnow war in guter Form und dann haben wir die Chance zum 1:0 genutzt.“

Der Kroate dachte dabei auch an Urs Fischer, der Union Berlin in die Champions League geführt hatte: „Großes Kompliment an meinen Vorgänger, der diese Mannschaft vorbereitet und sehr gut geführt hat. Ihm hat auch ein bisschen Glück gefehlt.“

Bjelica betonte: „Wir freuen uns natürlich, dass wir Madrid das Leben schwergemacht haben. Wir hätten uns vielleicht gewünscht, dass Real nicht so konzentriert auftritt. Aber Madrid hat die Sache sehr ernst genommen und nicht viel rotiert. Ich hätte mir gewünscht, weiter in Europa zu spielen. Aber wir haben nun natürlich absoluten Fokus auf der Bundesliga.“

Carlo Ancelotti (Real Madrid): „In der Halbzeit habe ich den Spielern gesagt, dass sie 40 Minuten gut und zwei Minuten schlecht gespielt haben. Es war wichtig, dass wir dann weiter über Außen gespielt haben. Das Positive was wir mitnehmen, sind die wichtigen Tore von Ceballos und Joselu. Beide haben ihre Qualitäten gezeigt mit guten Abschlüssen. In der ersten Halbzeit haben wir auch schon gut gespielt, aber Joselu noch nicht so gut gefunden. Bellingham hat uns gut geholfen, den Sieg einzufahren. Er ist körperlich topfit. Wir haben eine sehr gute Gruppenphase abgeliefert, wir sind sehr stabil und zeigen unsere Qualität.“

Reaktionen der Spieler von Union Berlin und Real Madrid

Frederik Rönnow (Union Berlin): „Ich bin natürlich über die Niederlage enttäuscht. Wir hatten starke Momente und haben gegen eine Weltklassemannschaft gut verteidigt. Ich bin stolz auf unser Team, allerdings haben wir erneut ein spätes Gegentor kassiert. Wir können stolz auf die Teilnahme an der Champions League sein. Dennoch waren die letzten Monate schwierig, weil wir so lange nicht gewonnen haben.“

Rani Khedira (Union Berlin): „Wir haben alles gegeben und versucht, alles wegzuverteidigen. Das ist natürlich schwer gegen so eine Mannschaft. Das zweite Tor darf so nicht fallen. So einen tödlichen Ball in der Vorwärtsbewegung zu spielen, das ist natürlich ein Killer in diesem Moment. Wir kommen dann nochmal zurück und verlieren es dann in der 90 Minute. Das passt zu dem Wettbewerb, in dem wir teilweise zu naiv waren, um bestehen zu können.“

Kevin Volland (Union Berlin): „Das ist schon ein bisschen ärgerlich. Wir haben den einen oder anderen Nadelstich setzen können. Aber es hat wieder nicht gereicht.“

Joselu (Real Madrid): „Nun, das ist es, wofür wir Stürmer leben, und am Ende gibt es gute Momente, es gibt schlechte Momente und ich denke, dass wir niemals den Wunsch verlieren dürfen, dieses Trikot zu tragen, dieses Wappen zu tragen. Letztendlich bin ich glücklich über die Chance, die mir der Trainer gibt, und ich hoffe, dass ich viele Spiele wie heute wiederholen kann.“

1. FC Union Berlin – die Champions League

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

  • Sven Michel (32, FC Augsburg)
  • Paul Seguin (28, FC Schalke 04)
  • Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)
  • Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)
  • Levin Öztunali (27, Hamburger SV)
  • Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)
  • Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)
  • Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)
  • Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)
  • Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)
  • Niko Gießelmann (31, Greuther Fürth)
  • Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)
  • Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)
  • Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)
  • Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)
  • Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)
  • Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)