Union Berlin Blog: Prämien und Geld in der Champions League – die Bilanz der Eisernen
Der 1. FC Union Berlin trifft in der Champions League auf Real Madrid. Gespielt wird am Dienstag (12. Dezember) im Olympiastadion. Anstoß ist 21 Uhr.
Union Berlin benötigt einen Sieg gegen Real Madrid und außerdem Schützenhilfe vom SSC Neapel, um im internationalen Wettbewerb zu bleiben.
Union-Trainer Nenad Bjelica greift in die Kiste mit den psychologischen Tricks.
So viel Geld hat Union Berlin in der Champions League verdient.
Es ist angerichtet für einen stimmungsvollen Abschluss der Eisernen in der Fußball-Champions League. Im letzten Gruppenspiel trifft der 1. FC Union Berlin am Dienstag (12. Dezember) auf Real Madrid. Anstoß im ausverkauften Berliner Olympiastadion ist um 21 Uhr.
Die Ausgangsposition ist klar: Union Berlin kann nicht mehr aus eigener Hand die Qualifikation für die K.o.-Phase der Europa League schaffen. Die Eisernen müssen gegen Real Madrid gewinnen und zudem darauf hoffen, dass zeitgleich Sporting Braga bei SSC Neapel verliert.
Mittwoch, 13 Uhr – so viel Geld hat Union Berlin verdient
Trotz Platz vier in der Gruppe C hat sich die Champions-League-Teilnahme für Union Berlin ausgezahlt. Hier kommt die Rechnung – so viel Geld haben die Eisernen mit diesen sechs Spielen in der Königsklasse verdient.
Startgeld: Jeder der 32 Klubs, der in der Saison 2023/24 an der Champions League teilnehmen, erhält 15,64 Millionen Euro als Startgeld. Dieses Startgeld wird ganz unabhängig vom Abschneiden ausgeschüttet. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison gab es für die Teilnahme des FCU an der Europa League ein Startgeld von 3,6 Millionen Euro.
Erfolgsabhängige Prämien: In der Gruppenphase wurde jeder Sieg mit 2,8 Millionen Euro und jedes Remis mit 930 000 Euro belohnt. Union Berlin geht mit zwei Remis aus dem Wettbewerb. Das bedeutet – die Eisernen haben 1,86 Millionen Euro verdient.
Weitere Einnahmen: Aus Basis des Europapokal-Abschneidens der vergangenen zehn Jahre wird ein Ranking der 32 Teilnehmer erstellt, die sogenannte Koeffizienten-Rangliste. Der Erstplatzierte dieses Rankings kassiert gut 36 Millionen Euro, der Tabellen-32. Immer noch 1,137 Millionen Euro. Zudem gibt es noch den TV-Marktpool. Gemäß dem jeweiligen Wert des Fernsehmarktes im Land der Teilnehmer werden anteilig insgesamt 300,3 Millionen Euro ausgeschüttet. Je relevanter ein TV-Markt ist, desto mehr Geld erhält ein Klub dieses Landes.
Zuschauer: Union Berlin ist für die drei Champions-League-Heimspiele von Köpenick ins mehr als 74 000 Zuschauer fassende Olympiastadion gewechselt – und hat damit nicht nur Freude unter den eigenen Anhängern ausgelöst. Das machten die Fans vor dem Spiel gegen Real Madrid mit emotionalen Plakat-Botschaft noch einmal deutlich und huldigten dem Stadion An der Alten Försterei („Die Pilgerstätte des Zusammenhalts“). Finanziell hat sich der Umzug nach Charlottenburg auf jeden Fall gelohnt. Statt etwa 500 000 Euro an Einnahmen im Stadion An der Alten Försterei waren es im Olympiastadion dem Vernehmen nach pro Spiel rund zwei Millionen Euro. Das ergibt unter dem Strich eine Mehreinnahme von 4,5 Millionen Euro.
Mittwoch, 12 Uhr – Fans fiebern in der Keipe mit
Wer für das letzte Champions League Spiel von Union Berlin gegen Real Madrid keine Karte mehr ergattern konnte, fieberte in Fankneipen mit den Eisernen mit. Tränen oder Freude in „Tusches Kick-and-Rush“ – so haben die Fans das Spiel erlebt.
Mittwoch, 9.45 Uhr – Union Berlin zieht sportliche Bilanz
Das war es also mit der Königsklasse und auch mit Europa. Durch die Niederlage gegen Real Madrid bleibt Union Berlin auf Platz vier der Gruppe C – die Europapokal-Saison ist damit beendet. Das sportliche Fazit von Kapitän Christopher Trimmel: „Bis auf das Spiel in Braga waren fast alle Spiele gut von uns. Wir durften uns mit den Besten messen. Wir waren sehr oft sehr nah dran. Zum Abschluss haben wir gegen eine Weltklassemannschaft noch einmal zwei Tore erzielt. Also – schön wars!“
Rani Khedira trauert in seiner Analyse den vergebenen Möglichkeiten hinterher: „Es war mehr drin. Aber auf diesem hohen Niveau entscheiden eben auch Kleinigkeiten. Wenn man in Braga 60 Minuten lang in Überzahl spielt und es nicht schafft zu gewinnen, dann hat man vielleicht auch nicht mehr verdient. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht.“ Kein Wunder, dass sich Khedira über einen „Killer„ ärgert.
Dienstag, 23.10 Uhr – Union Berlin verliert gegen Real Madrid.
Der 1. FC Union Berlin hat in der Champions League das Fußballwunder gegen Real Madrid knapp verpasst. Am Dienstagabend verloren die Köpenicker vor 73420 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion mit 2:3 (1:0) gegen den Rekordsieger der Königsklasse. Hier ist unser Spielbericht aus dem Olympiastadion.
Dienstag, 21 Uhr – Emotionale Botschaften der Union-Fans
Pünktlich zum Beginn des Spiels gegen Real Madrid haben die Fans des 1. FC Union Berlin im Olympiastadion mit großflächigen Bannern im Fanblock eine emotionale Botschaft in ihre Heimstätte gesendet. „Alte Försterei, genug gesagt …“ war die Überschrift für viele Attribute, die das Stadion in der Wuhlheide von den Anhängern via Transparent bekam. Dort hieß es unter anderem: „Fußball im Gründen“, „Die Pilgerstätte des Zusammenhalts“, „Die schönste Kneipe Europas“, „Freie Platzwahl seit 1920“, „Die Bastion, der Hexenkessel“, „Von der Oberliga bis zur Champions League“, „Die Freiheit ist nur einen Spaziergang entfernt“.
Mit 73420 Zuschauern ist das Olympiastadion am Dienstagabend komplett ausverkauft.
Dienstag, 20 Uhr – Bjelica verändert offenbar seine Taktik
Die Aufstellung des 1. FC Union Berlin ist veröffentlicht – es sieht danach aus, dass Trainer Nenad Bjelica seine Taktik verändert. Nachdem er in seinen ersten beiden Spielen auf eine Viererkette gesetzt hatte, könnte es dieses Mal eine Dreierkette in der Abwehr sein. Eine Dreierkette wohlgemerkt, die schnell zur Fünferkette umfunktioniert werden könnte.

Nenad Bjelica verändert die Mannschaft des 1. FC Union Berlin nur auf einer Position, doch das verändert die Statik gegen Real Madrid komplett.
Luis Vieira/dpaIm Gegensatz zum Sieg gegen Gladbach fehlt Offensivspieler Benedict Hollerbach, er ist nicht für die Champions League gemeldet. Für ihn spielt Verteidiger Paul Jaeckel, das verändert natürlich die Statik im Team.
So könnte das taktisch aussehen: Rönnow – Jaeckel, Knoche, Diogo Leite – Juranovic, Khedira, Haberer, Roussillon, Gosens – Volland – Behrens
Dienstag, 19.30 Uhr – Bellingham in der Startelf von Real Madrid
Überraschend früh hat Real Madrid die Aufstellung für das Spiel gegen Union Berlin bekanntgegeben. Wichtigste Meldung für die spanischen Medien ist dabei, dass Topstar Jude Bellingham entgegen der Erwartungen doch in der Startelf steht. Die beiden deutschen Real-Profis Antonio Rüdiger und Toni Kroos hingegen sitzen nur auf der Bank.
Die Startelf von Carlo Ancelotti sieht demnach so aus: Kepa – Vazquez, Nacho, Alaba, Garcia – Ceballos, Valverde, Modric, Bellingham – Joselu, Rodrygo.
Dienstag, 18.15 Uhr – Bonucci vermisst in Berlin eine Köstlichkeit
Routinier Leonardo Bonucci peilt nach seiner aktiven Karriere die Trainerlaufbahn an. „Es ist eines meiner Ziele. Ich möchte Trainer werden, und wenn ich es schaffe, einer in der Elite zu sein, wäre Juve einer der Vereine, die ich gerne trainieren würde“, sagte der 36-jährige Italiener der spanischen Zeitschrift „Marca“ (Dienstag).

Leonardo Bonucci ist gegen Real Madrid gesperrt. Der Routinier von Union Berlin hat der spanischen Zeitung „Marca“ ein ausführliches Interview gegeben. In Berlin vermisst er eine Köstlichkeit.
Alessandro Garofalo/dpaAbwehrspezialist Bonucci, der gegen Real aufgrund einer Gelbsperre fehlen wird, stand 2017 selbst vor einem Wechsel zu den Königlichen. „Es gab einen Moment, in dem ich kurz davor stand, ein Spieler von Real Madrid zu sein und das weiße Trikot zu tragen. Es war ein Traum“, sagte der ehemalige italienische Nationalspieler, „ich habe große Bewunderung für die große Anzahl an Champions, die den Verein durchlaufen haben. Und außerdem haben sie mit Ancelotti einen großartigen Maestro auf der Bank.“
Bonucci selbst hat nie unter dem aktuellen Real-Coach trainiert, für ihn ist Antonio Conte der Trainer, „der mich am meisten verändert und mir beim Wachsen geholfen hat.“
Nach seinem Wechsel von Turin nach Köpenick musste Bonucci anderthalb schwierige Monate verleben. „Es war eine große Veränderung in meinem Leben. Ich bin allein, meine Familie lebt in Turin“, sagte Bonucci, „ich befand mich allein in einer mir völlig unbekannten Stadt. Nach und nach habe ich Menschen, Orte und eine gute Gruppe im Team kennengelernt ... Jetzt ist alles einfacher.“ Allerdings vermisst er noch ein gutes Tiramisu: „Ich habe drei oder vier ausprobiert, aber keines davon sieht aus wie das meiner Frau. Aber es ist schwer, es so gut zu machen wie sie!“ (dpa)
Dienstag, 15.45 Uhr – Niederlage im Youth-League-Spiel für Union
Die Fußball-Junioren von Union Berlin haben sich mit einer Niederlage aus der Uefa Youth League verabschiedet. Am letzten Spieltag der Vorrundengruppe C verloren die Nachwuchskicker der Köpenicker gegen die jungen Kicker von Real Madrid mit 0:2 (0:1). Vor der für ein Jugendspiel überragenden Kulisse von 20 744 Zuschauern im fast ausverkauften Stadion An der Alten Försterei erzielte Gästestürmer Iker Bravo in der 4. und 61. Minute die Treffer für die Gäste.
Trotz der Überlegenheit der Madrilenen stemmte sich die Mannschaft von Union-Trainer Marco Grote – angetrieben von den zahlreichen Anhängern – gegen die insgesamt fünfte Niederlage im sechsten Spiel. Den einzigen Sieg hatte Union beim 4:1 im Heimspiel gegen die SSC Neapel gefeiert.

Am Dienstagnachmittag trafen die U19-Teams von Union Berlin und Real Madrid in der Youth League aufeinander. Im Stadion an der Alten Försterei herrschte trotz der Niederlage der Eisernen beste Stimmung.
Matthias KochDie große Kulisse kam auch zustande, da Union Kindern bis 12 Jahren freien Eintritt gewährte. Viele Berliner Schulklassen und Kindergärten nutzten das Angebot. Union-Präsident Dirk Zingler freute sich über die große Kulisse. „Vielleicht wird so mancher der Besucher später zum Union-Fan“, sagte der Präsident, „jedes Kind sollte ein Union-Souvenir mit nach Hause nehmen.“ Der Verein verschenkte tausende Fahnen, Schals und Schärpen an die jugendlichen Anhänger. (dpa)
Dienstag, 14.15 Uhr – Parkplätze rund um das Stadion knapp
Weil das Olympiastadion heute mit 73420 Zuschauern komplett ausverkauft ist, muss mit einem großen Verkehrsaufkommen rund um die Arena gerechnet werden. Bei den beiden Champions-League-Spielen gegen Sporting Braga und SSC Neapel ging zuvor auf den Straßen nichts mehr, viele Zuschauer steckten im Stau und kamen nur verspätet an.
Der 1. FC Union empfiehlt eine Anreise mit der S-Bahn, die in einem verdichteten Takt fahren wird. Parkplätze rund um das Stadion sind knapp. Laut Verein stehen an der Trakehner Allee gebührenpflichtige Parkplätze in begrenztem Maße zur Verfügung.
Dienstag, 12 Uhr – Union-Trainer Bjelica bisher glücklos im Olympiastadion
Für Union-Trainer Nenad Bjelica ist es heute das Trainerdebüt im Olympiastadion – an die Arena hat er keine sonderlich guten Erinnerungen. Als Spieler verpasste er 2003 das Pokalfinale mit dem 1. FC Kaiserslautern gegen Bayern München, weil er sich im letzten Saisonspiel schwer verletzt hatte.
In der Bundesliga gab es für ihn gegen Hertha BSC in den Jahren 2002 (1:5) und 2004 (0:3) zwei klare Niederlagen. Bjelica erinnert sich: „Damals sah das Stadion aber noch nicht so aus wie heute, es wurde gerade umgebaut und war eine Baustelle.“
Dienstag, 11.15 Uhr – Union-Kapitän Trimmel vorerst zweite Wahl
Spannend dürfte heute Abend werden, ob Union-Kapitän Christopher Trimmel noch einmal auf der großen Champions-League-Bühne ran darf. Für den 36-Jährigen wäre es womöglich die Abschiedsvorstellung in der Königsklasse. Trainer Nenad Bjelica machte aber keinen Hehl daraus, dass er vorerst auf Josip Juranovic setzt und Trimmel somit nur zweite Wahl ist: „Wir waren sehr zufrieden mit ihm“, so der Union-Coach über seinen kroatischen Landsmann Juranovic.

Christopher Trimmel ist seit 2014 beim 1. FC Union Berlin und hat für die Eisernen 316 Pflichtspiele bestritten. Aktuell muss sich der Kapitän aber mit der Ersatzrolle begnügen.
Tom Weller/dpaBjelica betonte aber auch: „Trimmel ist als Kapitän ein sehr wichtiger Spieler, jetzt und in den letzten zehn Jahren. Wir haben großen Respekt davor und rechnen weiter mit ihm.“ Trimmels Vertrag läuft im Sommer aus. Aktuell hat er 316 Pflichtspiele für Union bestritten. Bald hat er damit Tom Persich (322 Spiele für Union) ein und ist damit in der ewigen Rangliste auf Rang zwei. Ganz vorn steht Lutz Hendel (421).
Dienstag, 8.30 Uhr – Rätsel um Jude Bellingham bei Real Madrid
Vor dem Spiel des 1. FC Union Berlin an diesem Abend gegen Real Madrid wird bei den Spaniern darüber gerätselt, ob Topstar Jude Bellingham zum Einsatz kommt. Real-Trainer Carlo Ancelotti ließ sich am Montag bei der Pressekonferenz noch nicht in die Karten schauen und kündigte an, das Abschlusstraining abwarten zu wollen.
Dort war Bellingham trotz des Regens bestens gelaunt dabei. Der Real-Neuzugang, der nach fulminanten Saisonstart bei den Königlichen schon als legitimer Nachfolger für Cristiano Ronaldo gehandelt wird, ist allerdings einer der Kandidaten dafür, vom Coach mal eine Pause zu bekommen.
Die Bilanz von Bellingham im Real-Trikot ist beeindruckend. Vier Spiele in der Champions League – vier Tore. Und bei 14 Einsätzen in der spanischen Liga traf der Engländer bereits zwölf Mal. Zuletzt am Samstag beim 1:1 gegen Betis Sevilla.
Union-Trainer Bjelica wurde in der Pressekonferenz auch nach Bellingham gefragt, der, so der spanische Journalist, aktuell der beste Spieler der Welt sei. Bjelica bekundete: „Bellingham ist ein fantastischer Stürmer, den wir im Kollektiv stoppen wollen.“ Der beste Spieler der Welt sei für ihn aber jemand anderes im Real-Kader – sein kroatischer Landsmann Luka Modric.

Abschlusstraining im Regen: Am Montagabend waren bei Real Madrid im Olympiastadion alle fitten Stars mit im Einsatz. Allerdings ist denkbar, dass Trainer Carlo Ancelotti einigen seiner Spieler eine Pause gibt.
Andreas Gora/dpaMontag, 19.45 Uhr – Real Madrid trainiert im Regen
Bei strömenden Regen absolviert Real Madrid das Abschlusstraining im Berliner Olympiastadion. Mit dabei alle Stars wie Toni Kroos, Jude Bellingham oder Antonio Rüdiger. Das riesige Medieninteresse am Spielfeldrand zeigt noch einmal deutlich: Union Berlin spielt am Dienstagabend – ein vorerst letztes Mal – auf der größten Bühne des europäischen Vereinsfußballs.
Die Partie im Olympiastadion ist mit 73420 Zuschauern komplett ausverkauft. Im Gästeblock werden 1850 Real-Fans erwartet. Zudem werden 300 Gästefans auf der Haupttribüne sitzen.
Montag, 18.50 Uhr – Real-Coach Ancelotti spricht über Union Berlin
Trainer Carlo Ancelotti ließ sich am Montag noch nicht in die Karten gucken und wollte noch nicht verraten, ob er einige Leistungsträger gegen Union schonen werde. Er erklärte: „Wir wollen die Gruppenphase gut abschließen und natürlich gewinnen. Wir wollen professionell auftreten.“
Der Coach der Spanier verdeutlichte, dass er zunächst das Abschlusstraining im Olympiastadion abwarten wolle: „Meine Aufgabe ist es, zu sehen wie fit die Spieler sind und die beste Elf aufzustellen. Einige sind nicht müde und können natürlich wieder spielen. Wenn aber einige Spieler müde sind, gebe ich ihnen eine Pause. Wir wollen aber nicht rotieren des Rotierens willen.“

Carlo Ancelotti von Real Madrid sprach am Montag vor dem Champions-League-Spiel bei Union Berlin über seinen Kader und ein Treffen mit Union-Trainer Nenad Bjelica.
Andreas Gora/dpaUnions Trainer Nenad Bjelica kennt er von dessen Trainingsbesuch vor acht Jahren in Italien. Ancelotti sagte: „Wir haben viel über Fußball gesprochen und eine gute Zeit miteinander verbracht.“ Er erwartet eine gegenüber dem Hinspiel veränderte Berliner Mannschaft: „„Sie spielen jetzt in einem anderen System, sie werden ein bisschen offensiver als im Hinspiel spielen.“
Montag, 18.30 Uhr – Real-Stürmer Vázquez erwartet „gefährliche Konter“
Bei der Pressekonferenz von Real Madrid verdeutlichte Angreifer Lucas Vázquez, dass Real trotz des schon sicheren Gruppensieges keineswegs das Spiel am Dienstag wegschenken werde. Er betonte: „Es gibt nichts Schöneres als ein Champions-League-Spiel mit Real Madrid zu bestreiten. Wir wollen immer gewinnen. Dieser Wettbewerb ist für diesen Moment etwas Besonderes. Deswegen werden wir morgen alles geben.“
Das 1:0 aus dem Hinspiel ist bei ihm noch in Erinnerung: „Das Hinspiel war das erste Gruppenspiel, ein schwieriges Heimspiel. Es ist eine gute Mannschaft, die gut verteidigt und über Konter gefährlich wird. Morgen wird es ein schwieriges Spiel.“
Montag, 18 Uhr – Union mit Abschlusstraining im Olympiastadion
Beim Abschlusstraining der Berliner am Montag im Olympiastadion waren auch jene Spieler dabei, die am Dienstag gegen Real Madrid nicht einsatzfähig sind. Leonardo Bonucci und Lucas Toussart sind gesperrt. Benedict Hollerbach, Mikkel Kaufmann und Andras Schäfer sind für die Champions League nicht gemeldet.
Sheraldo Becker ist nach seiner Verletzungspause wieder im Mannschaftstraining. Und David Fofana könnte nach seiner Nichtberücksichtigung für das Gladbach-Spiel ebenfalls wieder im Aufgebot stehen.

Abschlusstraining im Olympiastadion: Union Berlin trifft am Dienstag auf Real Madrid. Um im Europapokal doch noch zu überwintern, benötigen die Eisernen einen Sieg gegen die Königlichen.
Matthias KochMontag, 17 Uhr – Trainer Bjelica überrascht bei der Pressekonferenz
Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Real Madrid hat Union-Trainer Nenad Bjelica am Montagabend im Berliner Olympiastadion die versammelten Medienvertreter überrascht. Der Kroate beantwortete die Fragen der spanischen Journalisten in fließendem Spanisch.
Der Hintergrund wurde schnell klar: Bjelica hat als Spieler sieben Jahre in Spanien verbracht, dabei fünfeinhalb Jahre in der ersten Liga gespielt. Dort hat er auch gegen Real Madrid gespielt – und getroffen. Er berichtete über sein großes Erlebnis gegen die Königlichen.
Außerdem verriet er, dass er Real-Trainer Carlo Ancelotti persönlich kenne. Über einen gemeinsamen Freund sei es ihm möglich gewesen, in seiner Zeit als Trainer von Spezia Calcio in Italien einen Tag lang als Gast das Training von Ancelotti zu beobachten. Er betonte: „Carlo Ancelotti ist ein Trainer, der alles im Fußball gewonnen hat. Er hat acht Mannschaften in der Champions League trainiert. Er ist ein Top-Trainer.“
Einblicke gab Bjelica auch in den Kader – zwei Angreifer stehen vor der möglichen Rückkehr.
Montag, 14.30 Uhr – Fofana trainiert bei Tiktok-Star
Gegen Borussia Mönchengladbach stand David Fofana nicht im Kader von Union Berlin und musste sich danach auch noch deutliche Worte von Trainer Nenad Bjelica gefallen lassen. „Wenn Sie sich an meine erste Pressekonferenz erinnern – dann wissen Sie warum. Jeder, der sich mit dem Verein identifiziert und alles für den Verein tut, der ist willkommen“, erklärte Nenad Bjelica mit Blick auf Fofana.
Am Montag zeigte sich der Union-Angreifer auf Instagram beim Einzeltraining. Betreut wurde er dabei von Kagan Yildirim. Der ist als lizensierter Uefa-Coach ein echter TikTok-Star. In dem sozialen Netzwerk hat er mehr als 450.000 Follower.
Der ehemalige Mittelfeldspieler wurde in den Nachwuchsleistungszentren von Erzgebirge Aue und VfR Aalen ausgebildet und hat in der Regionalliga bei der SpVgg Bayern Hof gekickt. Nach einem Kreuzbandriss zog es den gebürtigen Berliner zurück in die Hauptstadt, wo er auch bei Tennis Borussia im Einsatz war. Auch für die aktuellen Brandenburgligisten Victoria Seelow und Brandenburger SC Süd hatte Kagan Yildirim die Fußballschuhe angezogen. Schon mit 22 Jahren hatte Yildirim aber mit seiner Arbeit als Personalcoach begonnen.
Fofana absolvierte bei ihm nun Kraftübungen sowie Sprints – alles per Video an die Union-Fans verteilt. Vielleicht war das ja auch ein kleines Zeichen für Union-Trainer Bjelica. Der neue Coach hatte schließlich betont: „Auch David wird willkommen sein, wenn er genau das tut. Heute hatten wir die Möglichkeit, andere Spieler einzusetzen, die in dieser Woche wirklich toll trainiert haben. Es ist eine Entscheidung, die er akzeptieren muss. Er kann sich jetzt für das nächste Spiel empfehlen.“ Inwieweit Bjelica dafür einen Blick in die sozialen Netzwerke Instagram oder TikTok nutzt, bleibt abzuwarten.
Montag, 11 Uhr – Real Madrid im Anflug auf Berlin
Die Mannschaft von Real Madrid wird am Montag in Berlin erwartet. Gegen 14 Uhr sollen die Weltstarts um Jude Bellingham. Luka Modric und Toni Kross in Berlin ankommen. Die Königlichen wohnen mitten in Berlin – hier gibt es alle Infos zum Hotel, dem Zeitplan und dem Kader.
Trainer Carlo Ancelotti wird am Abend bei der Pressekonferenz im Berliner Olympiastadion erwartet. Dabei wird es sicher vor allem um seine mögliche Aufstellung gehen. Die Verletztenliste bei Real Madrid ist lang.
Montag, 7 Uhr – Bjelica mit Psychotricks vor Spiel gegen Real Madrid
Union Berlin geht natürlich als klarer Außenseiter in das Duell mit Real Madrid. Die Königlichen haben alle bisherigen fünf Spiele gewonnen und sind bereits für die K.o.-Runde qualifiziert. Trotzdem glaubt Union-Trainer Nenad Bjelica an seine Mannschaft – und er redet sie stark. Zumal es am Samstag in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach den ersten Sieg nach mehr als drei Monaten gab. „Über 70 000 Zuschauer im Stadion, du spielst gegen Real Madrid – was gibt es Schöneres? Wir können mit breiter Brust in dieses Spiel gehen. Wenn wir an uns glauben und so hart arbeiten wie gegen Mönchengladbach, dann haben wir auch Chancen, dieses Spiel zu gewinnen“, ist der Kroate überzeugt.
Nenad Bjelica hat noch einen weiteren Trick aus der Psychokiste geholt. Erstmals in dieser Saison findet das Abschlusstraining im Olympiastadion statt. Sein Vorgänger Urs Fischer hatte immer im heimischen Köpenick trainieren lassen, um nicht quer durch die Stadt fahren zu müssen. Und auch die Pressekonferenz findet einen Tag vor dem Spiel diesmal in Berlin-Charlottenburg und nicht im Stadion An der Alten Försterei statt.
1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga
- 9. Dezember 2023: Union Berlin – Borussia Mönchengladbach 3:1 (1:0)
- 25. November 2023: Union Berlin – FC Augsburg 1:1 (0:1)
- 12. November 2023: Bayer Leverkusen – Union Berlin 4:0 (1:0)
- 4. November 2023: Union Berlin – Eintracht Frankfurt 0:3 (0:2)
- 28. Oktober 2023: Werder Bremen – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 21. Oktober 2023: Union Berlin – VfB Stuttgart 0:3 (0:1)
- 7. Oktober 2023: Borussia Dortmund – Union Berlin 4:2 (2:1
- 30. September 2023: 1. FC Heidenheim – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 23. September 2023: Union Berlin – 1899 Hoffenheim 0:2 (0:2)
- 16. September 2023: VfL Wolfsburg – Union Berlin 2:1 (2:1)
- 3. September 2023: Union Berlin – RB Leipzig 0:3 (0:0)
- 26. August 2023: SV Darmstadt – Union Berlin 1:4 (1:3)
- 20. August 2023: Union Berlin – FSV Mainz 4:1 (2:0)
1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal
- 2. Runde: 31. Oktober: VfB Stuttgart – Union Berlin 1:0 (1:0)
- 1. Runde, 13. August 2023: FC-Astoria Walldorf – Union Berlin 0:4 (0:3)
1. FC Union Berlin – die Champions League
- Dienstag, 12. Dezember 2023, 21:00 Uhr: 1. FC Union Berlin – Real Madrid
- Mittwoch, 29. November 2023, 21:00 Uhr: SC Braga – 1. FC Union Berlin 1:1 (0:1)
- Mittwoch, 08.11.2023: SSC Neapel – 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0)
- Dienstag, 24. Oktober 2023: 1. FC Union Berlin – SSC Neapel 0:1 (0:0)
- Dienstag, 3. Oktober 2023: 1. FC Union Berlin – SC Braga 2:3 (2:1)
- Mittwoch, 20. September 2023: Real Madrid – 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0)
Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin
- Robin Gosens (29, Inter Mailand)
- Kevin Volland (31, AS Monaco)
- Lucas Tousart (26, Hertha BSC)
- Mikkel Kaufmann (22, FC Kopenhagen)
- Benedict Hollerbach (22, SV Wehen Wiesbaden)
- Alexander Schwolow (31, Hertha BSC)
- Brenden Aaronson (22, Leeds United, Leihe)
- David Fofana (20, FC Chelsea, Leihe)
- Alex Kral (25, Spartak Moskau, Leihe)
Abgänge beim 1. FC Union Berlin
- Sven Michel (32, FC Augsburg)
- Paul Seguin (28, FC Schalke 04)
- Jamie Leweling (22, VfB Stuttgart, Leihe)
- Rick van Drongelen (24, Samsunspor, Türkei)
- Levin Öztunali (27, Hamburger SV)
- Kevin Möhwald (29, KAS Eupen, Belgien)
- Tim Maciejewski (22, SV Sandhausen)
- Morten Thorsby (27, Genua CFC, Italien, Leihe)
- Tymoteusz Puchacz (24, 1. FC Kaiserslautern, Leihe)
- Lennart Grill (24, VfL Osnabrück, Leihe)
- Niko Gießelmann (31, Greuther Fürth)
- Timo Baumgartl (27, FC Schalke 04)
- Milos Pantovic (27, KAS Eupen, Belgien)
- Dominique Heintz (30, 1. FC Köln)
- Tim Skarke (26, SV Darmstadt, Leihe)
- Jordan Siebatcheu (27, Borussia Mönchengladbach, Leihe)
- Malick Sanogo (19, 1. FC Nürnberg)







