Stand 18. August
+++ 21:51 Uhr Fischsterben weckt Erinnerungen: Als der Rhein zur Kloake wurde
Das Fischsterben in der Oder weckt Erinnerungen an eine der größten Umweltkatastrophen Europas: 1986 wurden im Rhein tonnenweise tote Fische gefunden. Damals war die Ursache sofort klar.
+++ 17:35 Uhr MV-Umweltminister Backhaus stellt Ergebnisse aus Haff vor
Seit Tagen steht die Frage nach Auswirkungen des Oder-Fischsterbens auf das Stettiner Haff im Raum. Am Freitag (11.00 Uhr) will Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) nun in Ueckermünde Untersuchungsergebnisse von Proben aus dem deutschen Teil des Haffs vorstellen. Daten etwa zum Sauerstoffgehalt oder der Leitfähigkeit hatten nach früheren Angaben des Ministeriums keine Auffälligkeiten gezeigt. Ergebnisse hinsichtlich Schwermetallen und bestimmter organischer Schadstoffe standen noch aus.

Tourismusbetriebe berichten von Besucherrückgang

Bisher wurden nach offiziellen Angaben keine Fischkadaver im deutschen Teil des Haffs im Zusammenhang mit dem Oder-Fischsterben entdeckt. Dennoch raten Behörden vorsorglich vom Baden, Angeln, Fischen und der Wasserentnahme aus dem Stettiner Haff ab. Tourismusbetriebe berichteten bereits von einem Besucherrückgang.
+++ 17:20 Uhr 54 Tonnen Fischabfall aus der Oder werden in der PCK Schwedt verbrannt +++
Der tote Fisch aus der Oder wird als Sondermüll in der Raffinerie in Schwedt verbrannt. Bei Gartz landen weiter Fischkadaver an, jetzt bangen Stettin, Ückermünde und Usedom.
+++ 16:53 Uhr DWD warnt vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel +++
Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile von Brandenburg eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Welche Regionen betroffen sind.
+++ 16:47 Uhr Polens Regierung: Toxische Algen im Wasser der Oder entdeckt +++
In den untersuchten Wasserproben aus der Oder sind nach Angaben von Polens Regierung toxische Algen entdeckt worden. „Das Institut für Binnenfischerei in Olsztyn hat nach weiteren Untersuchungen seltene Mikroorganismen, sogenannte Goldalgen, in Wasserproben aus der Oder gefunden“, sagte Umweltministerin Anna Moskwa am Donnerstag. Die Blüte dieser Algen könne das Auftreten von Toxinen verursachen, welche Wasserorganismen wie Fische und Muscheln töten, aber für den Menschen nicht schädlich seien.
Auf deutscher Seite war kürzlich die giftige Algenart Prymnesium parvum in der Oder identifiziert worden. Prymnesium parvum wird gelegentlich auch Goldalge genannt, dies ist aber kein biologischer Begriff. Mehrere Arten werden so bezeichnet, weil sie golden schimmern. Weder vom Institut für Binnenfischerei in Olsztyn noch vom polnischen Umweltministerium war zunächst in Erfahrung zu bringen, wie der lateinische Name für die von Ministerin Moskwa genannte Goldalge lautet und ob es sich um die gleiche Algenart handelt, die in Deutschland entdeckt wurde.
Moskwa sagte weiter, zusätzliche Untersuchungen hätten bestätigt, dass in der Oder eine Goldalgenblüte aufgetreten sei. Die Ursache für die Algenblüte werde noch untersucht.
+++ 16:11 Uhr Zwei tote Störe im Stettiner Haff +++
Im Stettiner Haff sind tote Störe gefunden worden, das berichten Journalisten des Stettiner Radionsenders RFM. Zwei Tiere wurden aus dem Wasser gefischt, die eine gelbe Markierung tragen. Sie bedeutet, dass die Fische aus dem Wiedereinsetzungsprogramm in der Oder stammen. Seit 2007 wird versucht, die Fische wieder in der Oder anzusiedeln. Bei der Umweltkatastrophe sind bereits rund 20.000 junge Störe in einer Aufzuchtanlage verendet, die von Oderwasser durchströmt wurde. Nun gibt es erste Fotos von älteren Tieren. Macht die Giftwelle die Wiederansiedlung zunichte?
+++ 16:03 Brandenburg überprüft nach Fischsterben Warn- und Meldeketten +++
Nach dem massenhaften Fischsterben in der Oder werden nach Angaben des Umweltministeriums in Brandenburg eigene Warn- und Meldeketten überprüft. Es gehe unter anderem darum, ob die bestehende Messpraxis neu bewertet und angepasst werden müsse, hieß es am Donnerstag.
Nach internationaler Vereinbarung hätte die polnische Seite das für die Oder geltende Meldesystem auslösen müssen, als ein massenhaftes Fischsterben dort bekannt wurde. Das habe Polen bis heute nicht getan, stellte die Ministeriumssprecherin klar. Man hätte mit einer Warnung bessere Vorkehrungen treffen können, etwa Sperren errichten.
Nun lieferten die Landesbehörden ständig Daten an die polnische Seite, von dort komme aber nichts, berichtete Zelt. Dem Ministerium sei bislang von den polnischen Behörden mitgeteilt worden, dass Gewässerproben entnommen wurden und Fische untersucht würden.
+++ 15:51 Weiterer Experte sieht Wachstum toxischer Algen als Ursache für das Fischsterben +++
Auf der Suche nach der Ursache für das massenhafte Fischsterben in der Oder sieht ein weiterer Experte eine massive Vermehrung bestimmter Algen als entscheidenden Faktor. „Für mich stellt sich das relativ plausibel so dar, dass es zu dieser massiven Vermehrung von Algen gekommen ist - und im Zusammenhang ist die Abgabe von toxischen, von diesen Algen produzierten Substanzen gut dokumentiert“, sagte Jörg Oehlmann, Leiter der Abteilung Aquatische Ökotoxikologie an der Goethe-Universität Frankfurt, der dpa.
+++ 14:42 Uhr Helfer in Genschmar enttäuscht – Säcke mit toten Fischen noch immer nicht abgeholt +++
Auch in Genschmar organisierten sich vorigen Sonnabend (13. August) Helfer, die die toten Fische aus der Oder sammelten. Tage später liegen die stinkenden Säcke noch immer am Flussufer. Warum werden sie nicht abgeholt?
+++ 14:40 Uhr Verbote für Angler, Tierbesitzer und Spaziergänger am Oder-Spree-Kanal werden räumlich ausgeweitet +++
Noch ist unklar, ob die Giftbrühe, die in der Oder für ein massives Fischsterben gesorgt hat, auch in den Oder-Spree-Kanal gelangt ist. Nun hat der Landkreis Oder-Spree reagiert.
+++ 13:25 Uhr Polnische Zeitung: Bergwerk soll angeblich große Mengen Salzwasser in die Oder eingeleitet haben +++
Zu den Ursachen des massenhaften Fischsterbens in der Oder gibt es möglicherweise eine neue wichtige Erkenntnis: So soll das in Glogow (Glogau) an der Oder angesiedelte staatliche polnische Erzbergwerk KGHM zwischen dem 29. Juli und dem 10. August riesige Mengen salzhaltige Abwässer in die Oder geleitet haben. Das berichtete der Abgeordnete der Oppositionspartei „Bürgerkoalition“, Piotr Borys, in der regierungskritischen Zeitung „Gazeta Wyborcza“. Tatsächlich hatte es die ersten Meldungen über das Fischsterben aber schon am 23. Juli aus dem weiter südlicher gelegenen Ort Olawa bei Breslau gegeben. Ein Experte von der Universität Katowice hatte bereits am Dienstag erklärt, dass zahlreiche polnische Industrieunternehmen ihre Abwässer ungeklärt in die Oder einleiten (auf Polnisch: wyborcza.pl).
+++ 13:07 Uhr OB René Wilke und Sahra Damus fordern Abbruch von Arbeiten zum Ausbau des Flusses +++
Das Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), das zum Fischsterben in der Oder forscht, bewertet den Ausbau des Flusses als zusätzliche Belastung für das Ökosystem. Politiker aus Frankfurt (Oder) schließen sich Forderungen nach einem sofortigen Aussetzen der Arbeiten an.
+++ 13:00 Uhr Hat das Landesumweltamt Brandenburg die Anzeichen für die Katastrophe verschlafen? +++
Die Behörden in Brandenburg hatten bereits Anfang August auffällige Messwerte in der Oder registriert. Hätte man schon zu diesem Zeitpunkt reagieren müssen?
+++07:00 Uhr Gefahr für bekannten Teich in Neuzelle? Fischer klärt auf und spricht auch über die Oder +++
Deutschland trocknet aus – Seen und Flüsse verzeichnen zum Teil dramatisches Niedrigwasser. Auch Teiche bleiben nicht verschont. In Neuzelle sorgt sich mancher über den Klosterteich. Das sagt der verantwortliche Fischer – der übrigens auch ein Stück Oder gepachtet hat.
+++ 06:00 Uhr Flaschenpost beim Einsammeln toter Fische gefunden – rührende Geschichte entdeckt +++
Zwischen tonnenweise Fisch lag in den vergangenen Tagen etwas, womit die Einsatzkräfte am Ziegenwerder in Frankfurt (Oder) nicht gerechnet hatten: eine Flaschenpost samt Telefonnummer. Die MOZ hat die Geschichte dazu recherchiert.
Stand 17. August
+++18:55 Uhr Kann das Gift einer Alge die Fische getötet haben – was Forscher dazu sagen +++
Im Rätselraten um das Fischsterben in der Oder gibt es eine neue Spur: Könnte eine Alge damit zu tun haben? Ein Leipziger Forscher spricht von einer außergewöhnlichen Umweltkatastrophe.

Hat Polen vor Monaten Warnungen ignoriert?

+++17:19 Uhr Polnische Bürgerinitiative schlug schon vor Monaten Alarm – das steckt dahinter +++
Laut Polens Regierung wurden in allen bisher untersuchten Wasserproben der Oder keine toxischen Substanzen entdeckt. Ein Dokument, das MOZ.de jetzt von Umweltschützern erhielt, ergibt jedoch einen anderen Verdacht.
+++17:18 Uhr „Der Appetit auf Fisch ist den Menschen vergangen“ – so geht es Fischer Helmut Zahn aus Schwedt +++
Statt zu fischen, steht Nationalpark-Fischer Helmut Zahn aus Schwedt an der Oder, um Fisch als Sondermüll zu bergen.
+++ 17:17 Uhr Uhr Anwohner schlägt Alarm – tote Fische in Alter Oder bei Platkow entdeckt +++
In Platkow haben Anwohner tote Fische in der Alten Oder entdeckt. Was ist die Ursache und welche Maßnahme könnte helfen?

36 Tonnen toter Fisch in Brandenburg

+++16:40 Uhr Ministerium schätzt Fund toter Fische auf bislang „etwa 36 Tonnen“ +++
Im Zusammenhang mit der Umweltkatastrophe in der Oder schätzt das Bundesumweltministerium die Menge der bislang in Deutschland gefundenen toten Fische auf etwa 36 Tonnen. Das teilte das Ministerium von Steffi Lemke (Grüne) am Mittwoch in Berufung auf Angaben von Helfern und Landkreisen in Brandenburg mit. Zuvor hatte es noch keine offiziellen Angaben zur Dimension der bislang entdeckten toten Fische auf deutscher Seite gegeben. In Polen hatte beispielsweise die Feuerwehr mitgeteilt, bislang fast hundert Tonnen toter Fische aus der Oder und einem kleineren Fluss geborgen zu haben. Die Ursache für das Fischsterben in Polen und Deutschland ist weiter unklar. Ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren sei nicht auszuschließen. Weitere Untersuchungsergebnisse würden für die kommende Tage erwartet.
Die Untersuchungen seien technisch sehr anspruchsvoll, weil „in alle denkbaren Richtungen hin untersucht werden“ müsse, hieß es. Auch der Vermutung, dass eine giftige Algenblüte - also eine massenhafte Vermehrung von Algen in einem Gewässer - für das Fischsterben verantwortlich sein könnte, werde derzeit nachgegangen. Das würde aber der Sprecherin zufolge nicht den hohen Salzgehalt erklären, der in der Oder nachgewiesen wurde.
+++ 14:13 Uhr Polens Staatsanwaltschaft vernimmt mehr als 220 Zeugen +++
Im Rahmen ihrer Ermittlungen zu möglichen Ursachen für das Fischsterben in der Oder hat die polnische Staatsanwaltschaft bislang 228 Zeugen angehört. Die Ermittler hätten zusammen mit Zeugen zudem zwölf Ortsbesichtigungen an unterschiedlichen Flussabschnitten vorgenommen, sagte Vize-Generalstaatsanwalt Krzysztof Sierak am Mittwoch. „Aus den bisherigen Aktivitäten geht nicht hervor, was die Ursache für das massive Fischsterben war.“
Das Fischsterben an der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen, die in Polen und Deutschland an dem Fluss leben. Bislang ist noch unklar, was die Umweltkatastrophe verursacht hat. Polens Regierung geht davon aus, dass eine große Menge Chemie-Abfälle in den Fluss eingeleitet wurde. Die polnische Polizei hat für Hinweise auf den Täter eine Belohnung von umgerechnet 210.000 Euro ausgesetzt.
+++12:41 Uhr Tourismus in der Oderregion leidet unter der Umweltkatastrophe +++
Das massive Fischsterben in der Oder wirkt sich auch auf den Tourismus in der Region am Fluss aus. Es gebe viel weniger Tagesausflüge und auch Leute, die Reisen auf dem Oder-Neiße-Radweg noch nicht fest geplant hätten, nähmen gegenwärtig davon Abstand, sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree, Ellen Russig, der Deutschen Presse-Agentur.
In dem Verband ist auch der besonders betroffene Landkreis Märkisch-Oderland, der auf einer Länge von rund 80 Kilometern an der Oder zur Grenze nach Polen liegt.
Bei der Tourist-Information Oderbruch und Lebuser Land stehen seit Bekanntwerden der Umweltkatastrophe die Telefone nicht mehr still, wie die Leiterin Angelika Fuchs am Mittwoch berichtete. Zahlreiche Menschen, die Ausflüge geplant haben, erkundigten sich nach der Lage und ob es an der Oder gefährlich sei. Es gebe aber auch eine große Solidarität.

Nicht nur Fische, auch viele Muscheln sterben

+++ 12:39 Uhr Trotz Fischsterbens keine Gefahr für Baden in Ostsee +++
Trotz des massiven Fischsterbens in der Oder sieht der Landkreis Vorpommern-Greifswalds keine Gefahr fürs Baden in der Ostsee. „An den Ostseestränden der Sonneninsel Usedom herrschen weiter beste Badebedingungen“, erklärte Landrat Michael Sack (CDU) am Mittwoch. Der Landkreis sei von der Situation in der Oder bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht betroffen, hieß es in einer Mitteilung.
Dennoch warnt der Landkreis weiterhin, das Wasser des deutschen Teils des Haffs zu nutzen. Demnach wird vom Angeln, Fischen und der Wasserentnahme abgeraten. Die Schweriner Landesregierung rät zudem vom Baden ab, da man trotz fehlender konkreter Hinweise gesundheitliche Schädigungen nicht ausschließen könne.
+++ 12:16 Uhr Viele tote Muscheln – einige von ihnen sind vom Aussterben bedroht +++
Derzeit treiben nicht nur zahlreiche tote Fische in der Oder. Auch viele Muscheln sind verendet. Diese Weichtiere reagieren besonders empfindlich auf die Verschlechterung der Wasserqualität.
+++11:04 Uhr Auswirkungen auf die Wirtschaft +++
Die Katastrophe an der Oder hat nicht nur Auswirkungen auf das Ökosystem, sondern auch auf davon abhängige Wirtschaftszweige. Eigentümer von Nutztieren können ihre Herden nicht mehr tränken. So berichtet ein Schäfer, dass bereits erste Tiere verendet seien.
+++06:55 Uhr Bange Blicke auf Stettiner Haff nach Fischsterben in der Oder+++
Rund eine Woche nach Bekanntwerden des massenhaften Fischsterbens in der Oder richten sich die Blicke mehr und mehr auf den Mündungsbereich vor der Ostsee. Man setze alles daran, dass kein toter Fisch im Stettiner Haff ankomme, hatte der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), gesagt. Mit Stand Dienstag seien im deutschen Teil des Haffs keine toten Fische gesichtet worden. Die Oder fließt in das Stettiner Haff, durch das die Grenze von Deutschland und Polen verläuft, und von dort aus in die Ostsee.
Stand 16. August
+++20:40 Uhr Neuer Hinweis auf Ursache des Massensterbens+++
Die Ursache des Fischsterbens ist noch immer nicht klar. Wissenschaftler haben nun eine neue Theorie, was der Auslöser sein könnte.
+++19:45 Uhr Polens Regierung äußert sich zu den Wasserproben+++
Laut der Regierung Polens sollen keine toxischen Substanzen im Wasser entdeckt worden sein. Drei Hypothesen stehen im Raum.
+++ 18:35 Uhr Bisher keine Auffälligkeiten im Nordosten +++
Im Zusammenhang mit dem Fischsterben in der Oder sind noch keine Auffälligkeiten in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt worden. „Bislang wurden im deutschen Teil des Stettiner Haff keine toten Fische gesichtet“, sagte der Umweltminister des Bundeslandes, Till Backhaus (SPD), am Dienstag. „Nach unseren Informationen steht die Welle mit Fischkadavern noch vor Stettin.“ Man setze alles daran, dass kein toter Fisch im Stettiner Haff ankomme.
Seit dem Wochenende werden regelmäßig Wasserproben entnommen, wie Backhaus erläuterte. Er verwies zudem auf den Einsatz von Ölsperren, um die Fischkadaver aufzuhalten und einzusammeln.

Vertrauen? Tiefe Krise zwischen Polen und Deutschland

+++ 18:34 Uhr Kritik an MOL-Kreisverwaltung – wann werden endlich die Fischkadaver entsorgt? +++
Säcke voller toter Fische lagerten tagelang auf dem Gelände des MOL-Katastrophenschutzes in Seelow. Erst jetzt ist klar, wohin die Kadaver zur Entsorgung gebracht werden. Den Anwohnern stank das gewaltig – und nicht nur ihnen.
+++ 17:46 Uhr Verhältnis zum Nachbarn Polen in tiefer Krise +++
Die ökologische Katastrophe am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder zeigt: Das Vertrauen der Eliten beider Länder zueinander steckt in einer tiefen Krise. Was wäre, wenn es im Verhältnis zu Frankreich ähnlich wäre? Ein Kommentar von unserem Kollegen Dietrich Schröder.
+++ 17:10 Uhr Vögel fressen Fischkadaver an der Oder bei Bad Freienwalde – Folgen unbekannt +++
Große Vögel haben sich an den Fischkadavern entlang der Oder satt gefressen. Welche Folgen befürchten die Ornithologen?
+++ 17:06 Uhr Tote Fische enden als Sondermüll – wer zahlt die Entsorgung? +++
Der Skandal stinkt mächtig: Bei über 30 Grad verwesen die toten Fische an der Oder. Wo werden sie entsorgt - und wer bezahlt das?
+++16:20 Uhr EU-Kommission bietet Unterstützung an +++
Die EU-Kommission hat bei den Untersuchungen zum Fischsterben in der Oder den Behörden in Deutschland und Polen ihre Unterstützung angeboten. Man sei mit den Behörden beider Länder in Kontakt. Am Nachmittag sprach Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Man müsse Verschmutzungen so früh wie möglich und auch besser erkennen und koordiniert auf länderübergreifende Fälle reagieren, schrieb er danach auf Twitter.
Er habe auch mit der polnischen Umweltministerin Anna Moskwa telefoniert, um über eine mögliche Unterstützung der Ermittlungen zu sprechen, sagte ein Sprecher.

Landkreis Barnim verbietet Angeln

+++ 16:17 Uhr Tonnen toter Fische von der Ostsee bis zum Rhein – Gift in Gewässern in Deutschland +++
In der Oder ist es zu einer furchtbaren Umweltkatastrophe gekommen. Tote Fische werden tonnenweise in Polen und Deutschland angeschwemmt. Doch diese Katastrophe ist kein Einzelfall. Ein Blick zurück.
+++ 14:41 Uhr Angeln verboten – Landkreis Barnim reagiert auf Umwelt-Katastrophe mit weiterer Maßnahme +++
Die Ursache für das Fischsterben in der Oder ist weiterhin ungeklärt. Nun reagiert der Landkreis Barnim mit einer weiteren Maßnahme darauf, um die Bevölkerung zu schützen.
+++14:04 Uhr Schwere Vorwürfe – leitet Industrie in Polen seit Jahren giftige Abwässer in Flüsse? +++
Im Zusammenhang mit dem massiven Fischsterben in der Oder hat ein Ökologie-Profesor der Universität im schlesischen Kattowitz (Katowice) jetzt schwere Vorwürfe gegen die Umweltpolitik in Polen erhoben."
+++12:25 Uhr Polens Feuerwehr: Fast hundert Tonnen tote Fische geborgen +++
Die polnische Feuerwehr hat nach eigenen Angaben bislang fast hundert Tonnen toter Fische aus der Oder und dem kleineren Fluss Ner geborgen. Der Großteil entfalle dabei auf die verendeten Fische aus der Oder.
Der Ner ist ein kleiner Fluss, der südlich von Lodz entspringt und in die Warthe mündet. Er hat keine Verbindung zur Oder. Seit ein paar Tagen sind auch im Ner tote Fische entdeckt worden. Die Ursache für das Fischsterben dort ist unbekannt - ebenso so wie für die Naturkatastrophe in der Oder.
Auch südlich der Hafenstadt Stettin sind mittlerweile nach Angaben polnischer Behörden in Kanälen, die mit der Oder verbunden sind, tote Fische gefunden worden. Dies bedeute, dass sich die verseuchten Wassermassen auf Stettin zubewegten, sagte der Chef der Gebietsadministration für die Woiwodschaft Westpommern, Zbigniew Bogucki, am Dienstag. Nördlich von Stettin liegt das Stettiner Haff. Die Oder mündet in das Haff, das mit rund 900 Quadratkilometern etwa doppelt so groß ist wie der Bodensee. Es gehört zu zwei Dritteln zu Polen. Von dort verlaufen Wasserverbindungen zur Ostsee.

Wasser aus Oder - Ergebnisse aus dem Labor

+++12:10 Uhr Umweltministerium: Keine auffälligen Metall-Werte im Oder-Wasser +++
Auf der Suche nach der Ursache für das Fischsterben in der Oder hat das Brandenburger Landesumweltamt erste Laborergebnisse ausgewertet. Die am Montagabend vom Landeslabor Berlin-Brandenburg in einer ersten Tranche übermittelten Ergebnisse hätten keine besonders hohen Werte für Metalle wie Quecksilber gezeigt, teilte der Sprecher des Umweltministeriums, Sebastian Arnold, am Dienstag auf Anfrage mit. Eine einzelne Ursache für die Umweltkatastrophe lasse sich nicht erkennen.
„Die noch nicht vollständigen und noch nicht umfassenden und abgeschlossenen Untersuchungen zu Nährstoffen lassen bisher keine Hinweise auf eine singuläre Ursache für das Fischsterben in der Oder zu“, erklärte Arnold. „Weiterhin werden hohe Salzfrachten und ein hoher Sauerstoffgehalt festgestellt.“ Das Landeslabor untersuche weitere Wasserproben von verschiedenen Tagen und Messpunkten sowie Fische. Die Daten würden fortlaufend übermittelt und bewertet.
Wasserproben auf Brandenburger Seite würden an der automatischen Messstation Frankfurt (Oder) regelmäßig entnommen, erläuterte Arnold. Die Proben werden in einem regelmäßigen Abstand 1,5 Meter unter der Wasseroberfläche genommen und normalerweise auf Werte wie Wassertemperatur, pH-Wert oder Sauerstoffgehalt untersucht. Nun würden die Proben im Landeslabor auf zahlreiche weitere Werte und Giftstoffe untersucht, erläutere Arnold.
Auf der Webseite des Landesumweltamts werden stets die Ergebnisse der vergangenen 31 Tage angezeigt: Dort lässt sich ablesen, dass sich die Werte im Fluss vom 7. August an dramatisch veränderten. So schnellten der Sauerstoffgehalt, der pH-Wert, die Trübung und andere Werte schlagartig nach oben, während die Menge von Nitrat-Stickstoff deutlich abfiel.
+++ 06:06 Uhr ArcelorMittal Eisenhüttenstadt nimmt permanent Wasserproben und beklagt fehlende Informationen +++
Das Fischsterben in der Oder hat Auswirkungen auf das Leben in Oder-Spree. Es gibt Verbote für die Oder und Teile des Oder-Spree-Kanals, es wird nicht geschleust. Und auch ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt hofft auf baldige Klarheit.
+++06:03 Uhr Wie schlimm die Giftwelle die Fische trifft – stirbt seltene Art bei Reitwein jetzt aus?
Die Bilder sind erschreckend: Kleine und große Fische, Karpfen, Hechte, Welse liegen verendet am Oderufer oder treiben im Fluss. Das ist dramatisch, zeigt aber auch eines: wie artenreich der Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen offenkundig ist – oder war?
Stand 15. August
+++19:15 Uhr Rätsel um Ort der Entsorgung der verwesenden Fischkadaver geht weiter+++
Eine knappe Woche, nachdem am Oderufer im Abschnitt Oder-Spree massenhaft tote Fische angeschwemmt wurden, ist noch immer unklar: Wo werden die Kadaver verbrannt?
+++ 18:00 Uhr Bürger in und um Schwedt um Trinkwasser besorgt – Wasserversorger klärt auf +++
Kann kontaminiertes Wasser der Oder ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser gelangen? Diese Frage stellen sich dieser Tage viele in der Oder-Region. Der Zweckverband in Schwedt antwortet auf besorgte Bürgeranfragen.

Bislang bis zu 100 Tonnen tote Fische in der Oder

+++ 15:51 Uhr BUND-Experte: Bis zu 100 Tonnen toter Fisch in der Oder +++
Der BUND-Gewässerexperte Sascha Maier schätzt die Menge der in den vergangenen Tagen verendeten Fische in der Oder auf bis zu 100 Tonnen. Das sei eine Hochrechnung auf Grundlage der Meldungen über einzelne Sammelaktionen, sagte der Experte der Umweltorganisation am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Umweltkatastrophe betreffe die Oder auf etwa 500 Kilometer Länge. Zuvor hatte die Publikation „Riffreporter“ darüber berichtet. Seit Freitag hätten Feuerwehrleute aus dem Fluss rund 80 Tonnen tote Fische geborgen, sagte der Pressesprecher des Leiters von Polens Berufsfeuerwehr am Montag.
Der BUND geht nach seinen Worten davon aus, dass es auf polnischer Seite „eine illegale Einleitung von Chemikalien“ in die Oder gegeben habe. „Wir können davon ausgehen, dass es eine Verunreinigungswelle gab, die durch die Oder geflossen ist.“ Hinzu kämen Faktoren wie Niedrigwasser oder Arbeiten am Oder-Ausbau, die Fische und das Ökosystem schon vorher in Stress versetzt hätten.
+++15:17 Uhr Tote Fische in der Spree entdeckt – wie Angler den Fund bewerten und was den Tieren zusetzt +++
Am Sonntag, 14. August, wurden einige tote Fische aus der Spree gemeldet. Nun wachsen die Ängste. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Fischsterben in der Oder?
+++ 14:55 Uhr Vorwürfe statt Aufklärung im Gift-Skandal – jetzt wettern polnische Behörden gegen Brandenburg +++
Aus dem Gift-Skandal in der Oder ist mittlerweile auch ein Skandal an gegenseitigen Vorwürfen zwischen der deutschen und der polnischen Seite geworden. Warum nun den Brandenburgern Fakenews vorgeworfen werden und was die geheimnisvolle Oder-Welle verursacht haben soll.
+++14:10 Uhr Ministerpräsident Woidke in Seelow – Oderbruch-Gemeinden hoffen auf Verkündung der Laborergebnisse +++
Wegen des Fischsterbens in der Oder trafen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Umweltminister Axel Vogel am Montag (15. August) auf Bürgermeister und Amtsdirektoren aus dem Oderbruch. Das wurde besprochen.
+++12:30 Uhr Unmut über fehlende Info aus Polen +++
Wegen des rätselhaften Fischsterbens in der Oder wächst in Deutschland der Unmut über die spärlichen Informationen aus Polen. „Das lief nicht, wie es sein müsste“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke vor einem Besuch am Ort der Umweltkatastrophe. Der SPD-Politiker machte sich am Montag bei Lebus nördlich von Frankfurt an der Oder ein Bild der Lage. Giftiges Quecksilber ist nach polnischen Angaben nicht die Todesursache der Fische, die seit Tagen tonnenweise aus dem deutsch-polnischen Grenzfluss geborgen werden. Was hinter dem Desaster steckt, ist immer noch unklar.
+++ 12:28 Uhr Deutsch-Polnische Taskforce für Maßnahmen gegen Fischsterben +++
Mit einer gemeinsamen Taskforce wollen Deutschland und Polen dem massiven Fischsterben im Grenzfluss Oder entgegentreten. Experten beider Länder sollen in einem engen Austausch Ursachen ermitteln und die erforderlichen Maßnahmen erarbeiten, wie das Bundesumweltministerium nach einem Treffen von Regierungsvertretern am Montag mitteilte. Den Angaben zufolge laufen derzeit mit Unterstützung der Bundesbehörden die Untersuchungen von Wasserproben und Fischen in Brandenburg. Konkretere Ergebnisse werden Anfang dieser Woche erwartet - möglicherweise bereits bis Dienstag, wie ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Montag erklärte.

Ölsperren am Stettiner Haff - Untersuchung von Oder-Wasser dauert an

+++ 9:04 Uhr Ölsperren gegen Fischkadaver am Stettiner Haff
Im Zusammenhang mit dem Fischsterben in der Oder sollen im Stettiner Haff Ölsperren eine größere Ausbreitung von möglichen Fischkadavern verhindern. Das haben die Umweltminister Polens und Deutschlands sowie der Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vereinbart, wie ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums am Montag sagte.
Das Treffen, an dem MV-Umweltminister Till Backhaus (SPD) teilnahm, hatte am Sonntagabend im polnischen Stettin (Szczecin) stattgefunden. Bisher seien im deutschen Teil des Haffs, in das die Oder mündet - es ist mit rund 900 Quadratkilometern etwa doppelt so groß wie der Bodensee -, keine toten Fische aus der Oder angeschwemmt worden.
Die Oder erreicht bei Stettin auf polnischer Seite das Stettiner Haff, das zu zwei Dritteln zu Polen gehört. Dort verlaufen zwei Wasserverbindungen zur Ostsee. Der kleinere östliche Teil des Haffs beginnt bei Altwarp, gehört zu Deutschland und ist über den Peenestrom mit der Ostsee verbunden.
+++8:18 Uhr Untersuchung des Wassers noch nicht abgeschlossen
Die Untersuchungen des Oderwassers auf giftige Substanzen nach dem Fischsterben sind noch nicht abgeschlossen. „Es kann noch mehrere Tage dauern, bis wir alle Stoffe, die wir für möglich halten, dann auch durchgecheckt haben“, sagte Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) am Montagmorgen im RBB-Inforadio. „Das Landeslabor ist da eifrig dabei.“ Hinweise aus Polen, dass der hochgiftige Stoff Mesitylen in die Oder gelangt sei, hätten sich für Brandenburg nicht bestätigt, sagte Vogel.
Inzwischen gebe es Breitbanduntersuchungen des Wassers. „Und was die Fische betrifft, da geht es in erster Linie darum herauszufinden, ob in ihnen Schwermetalle gefunden wurden“, sagte der Umweltminister. „Von polnischen Seite wird signalisiert, dass sie keine Schwermetalle und insbesondere auch kein Quecksilber in den Fischen gefunden haben, was ja auch beruhigt.“
Die Polen fahndeten jetzt nach 300 Stoffen. „Sie haben angegeben, dass sie jetzt auch gezielt nach Insektiziden im Wasser und in den Fischen suchen“, sagte Vogel. „Von unserer Seite wird natürlich auch vom Landeslabor und von anderen beteiligten Laboren untersucht, was auch nur zu untersuchen ist.“
Nach Einschätzung des Umweltministers gibt es mehr als nur eine Ursache für das Fischsterben. Die Dürre und die geringe Wasserführung hätten ziemlich sicher einen Anteil daran. Tatsächlich sei das gesamte Ökosystem der Oder geschädigt. „Deswegen denken wir, dass wir auch nicht eine Katastrophe haben, die innerhalb von einem halben Jahr durch Wiederbesiedlung mit Fischen gelöst werden kann.“
+++8:03 Uhr Ministerpräsident Woidke an der Oder erwartet
Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird wegen des Fischsterbens an die Oder fahren. Wie die Staatskanzlei ankündigte, will sich Woidke am Montag bei Lebus (Märkisch-Oderland) selber ein Bild von der Situation machen. Dort hatten Einsatzkräfte und freiwillige Helfer am Wochenende großen Mengen an toten Fischen aus dem Grenzfluss geborgen. Auch Landrat Gernot Schmidt (SPD) werde dabei sein.
Außerdem werden in Brandenburg weitere Labor-Ergebnisse erwartet. Geprüft wird unter anderem, ob ein erhöhter Salzgehalt im Wasser im Zusammenhang mit dem Fischsterben steht. Am Samstagabend war Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) nach Frankfurt (Oder) gekommen, um auch mit Einsatzkräften von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk zu sprechen.
Stand 14. August

Tote Fische in der Spree gefunden

+++20:55 Polens Premierminister Mateusz Morawiecki verwundert mit Statement
Für Verwunderung und zusätzliche Empörung auf der deutschen Seite dürfte eine Äußerung sorgen, die Polens Premierminister Mateusz Morawiecki am Samstagnachmittag machte, als er in dem Ort Widuchowa polnische Einsatzkräfte an der Oder besuchte. Der Regierungschef kritisierte dort laut polnischen Medien, dass in Deutschland keine Chemikaliensperren auf dem Fluss verlegt wurden, mit deren Hilfe man giftige Stoffe hätte abpumpen können. Am polnischen Ufer werde diese Maßnahme jetzt ergriffen, betonte er.
+++19:16 Tote Fische in der Spree bei Fürstenwalde gesichtet
Die Ursache für das massive Fischsterben in der Oder ist weiter unklar. Nun werden auch aus anderen Gewässern tote Fische gemeldet.
+++19:09 Polens Wasserbehörde: Kein zusätzliches Wasser in die Oder geleitet
Im Zusammenhang mit dem Fischsterben in der Oder hat die polnische Wasserbehörde Berichte dementiert, wonach zwischen Ende Juli und Anfang August Wasser aus polnischen Staubecken in den Fluss eingeleitet worden sein soll. Dies seien falsche Informationen, die in polnischen und deutschen Medien verbreitet würden, hieß es in einer Mitteilung der Behörde am Sonntag laut Nachrichtenagentur PAP. Demnach sei der kurzzeitige Anstieg des Wasserspiegels auf die Wetterbedingungen zurückzuführen. „In Tschechien kam es Ende Juli zu heftigen Regenfällen, die sich auf den Durchfluss und den Wasserstand der Oder auswirkten“, heißt es in der Stellungnahme.
+++16:29 Woidke fordert intensive Aufklärung des Fischsterbens
Wer und was ist schuld am Fischsterben in der Oder? Nach breiter öffentlicher Kritik beraten Polen und Deutschland gemeinsam. Die Suche nach den Ursachen muss aus Sicht von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit Hochdruck fortgesetzt werden. Zugleich zeigte er sich über eine verzögerte Weitergabe von Informationen aus Polen verärgert.

Schleusen im Spreewald werden geschlossen

+++14:50 Spree fehlt Wasser: Schleusen schließen - Fischsterben möglich
Als Folge von Dürre und Wassermangel in der Spree reagiert das Landesumweltministerium mit weitreichenden Konsequenzen: Ab Montag werden zahlreiche Schleusen im Spreewald geschlossen. Das kündigte das Landesumweltministerium am Sonntag an. Ziel der Maßnahmen sei es, das Wasser in der Hauptspree und den großen Hauptgewässern zu konzentrieren. Kleine Gewässer könnten dadurch trocken fallen, und es droht ein Fischsterben. Möglicherweise seien Notabfischungen notwendig, hieß es.
+++10:41 Polen schließt auch Schwermetalle als Grund für Verseuchung aus
Das Fischsterben in der Oder ist nach Angaben der polnischen Regierung nicht auf Schwermetalle zurückzuführen. Dies hätten weitere Analysen toter Fische durch das staatliche Veterinärinstitut ergeben, schrieb Umweltministerin Anna Moskwa am Samstagabend auf Twitter. Zuvor hatte die Regierung in Warschau bereits erhöhte Quersilberwerte als Ursache ausgeschlossen.
Die Analysen wiesen aber auf erhöhte Salzwerte im Wasser hin und stimmten somit mit den Erkenntnissen der deutschen Behörden überein, sagte Moskwa der Nachrichtenagentur PAP. „Der hohe Salzgehalt der Oder hat möglicherweise andere giftige Stoffe im Wasser oder im Bodensediment aktiviert. Die toxikologische Untersuchung der Fische wird dazu beitragen, eventuelle Schadstoffe festzustellen, die zum Tod der Tiere beigetragen haben.“
Polens Regierung vermutet, dass der Fluss mit Chemie-Abfällen vergiftet wurde. Die polnische Polizei hat eine Belohnung von umgerechnet 210.000 Euro für die Aufklärung ausgesetzt.
Nach Angaben des Innenministeriums in Warschau sind derzeit 2000 Polizisten, mehr als 300 Feuerwehrleute sowie 200 Soldaten an den Ufern der Oder im Einsatz. Sie helfen bei der Bergung verendeter Fische und warnen Bürger, den Kontakt mit dem Wasser zu meiden.
Stand 13. August

Steffi Lemke und Axel Vogel in Frankfurt (Oder)

+++20:58 Politik von Bund und Land verschafft sich Überblick in Frankfurt (Oder)
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) und ihr Brandenburger Amtskollege Axel Vogel (Grüne) haben sich in Frankfurt (Oder) einen Überblick über die aktuelle Sitation am Grenzfluss zu Polen verschafft. Bei dem kurzfristigen Besuch wurden sie von Frankfurts Oberbürgermeister Wilke mit harterr Kritik am Krisenmanagement konfrontiert.
Die Politiker gaben die Kritik indes weiter. So sei man von polnischer Seite auf falsche Fährtten bei der Ursachenforshung gelenkt worden. Der Aufklärung der Umweltkatstrophe entwickelt sich so immer mehr zum Umwelt-Krimi.
+++18:06 Polnische Regierung sieht Quecksilber nicht als Ursache von Katastrophe
Erhöhte Quecksilberwerte sind nach Angaben der polnischen Regierung nicht die Ursache für das Fischsterben in der Oder. Dies hätten die ersten toxikologischen Untersuchungsergebnisse von Proben toter Fische ergeben, schrieb Polens Umweltministerin Anna Moskwa am Samstag auf Twitter. „Das staatliche Veterinärinstitut hat sieben Arten getestet. Es hat Quecksilber als Ursache für das Fischsterben ausgeschlossen.“ Man warte nun auf die Ergebnisse von Untersuchungen auf andere Schadstoffe.
Die Ursache des Fischsterbens ist noch ungeklärt. Nach Angaben von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) weist die Oder „sehr stark erhöhte Salzfrachten“ auf. Der Begriff Salzfrachten bezeichnet im Wasser gelöste Salze. Polens Regierung vermutet, dass der Fluss mit Chemie-Abfällen vergiftet wurde.

Gift aus der Oder könnte Sonnabend Ostsee erreichen

+++14:38 Gift könnte noch am Sonnabend die Ostsee erreichen
Das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern rechnet mit Auswirkungen des Fischsterbens in der Oder auf das Stettiner Haff. Es sei damit zu rechnen, dass die Belastungen die Odermündung nahe Stettin (Polen) abhängig von Wind- und Strömungsverhältnissen bereits am Abend erreichen, schrieb das Ministerium in einer Mitteilung am späten Freitagabend. Im Verlauf des Sonnabends könnte dann auch der vorpommersche Teil des Stettiner Haffs betroffen sein.
Das Ministerium von Till Backhaus (SPD) rief daher die Anlieger vorsorglich dazu auf, auf das Fischen in und die Wasserentnahme - unabhängig von der Nutzung - aus dem Gewässer zu verzichten. Die zuständigen Behörden in Mecklenburg-Vorpommern bereiten demnach aktuell Gewässer- und Fischproben vor.

Polen setzt hohe Belohnung für Hinweise auf Täter aus

+++11:15 Polen setzt hohe Belohnung für Hinweise auf Täter aus
Mit einer Prämie von einer Million Zloty (umgerechnet 220.000 Euro) will Polens Regierung die Suche nach den Verursachern der Oder-Verschmutzung beschleunigen. Das gab Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki am Sonnabendvormittag in Gorzow bekannt, wo er einen regionalen Krisenstab zur Bekämpfung der Katastrophe besuchte. Bereits am Freitag hatte Morawiecki erklärt, dass vor mehr als zwei Wochen vermutlich „eine riesige Menge an chemischen Abwässern“ in die Oder eingeleitet worden sei. Er selbst sei erst „sehr verspätet“ über den Vorfall informiert worden, weshalb er die Chefs der polnischen Wasserbehörde sowie der Umweltschutzbehörde bereits abgesetzt habe. Jetzt soll die Umweltministerin Anna Moskwa persönlich die Suche nach den Schuldigen und die Beseitigung der Folgen leiten. Es war auch davon die Rede, dass Soldaten beim Einsammeln der toten Fische eingesetzt werden sollen. Die deutschen Behörden hatten bis zum Freitag keinerlei Informationen von der polnischen Seite erhalten.
+++11:14 Hunderte Helfer sammeln an der Oder tote Fische ein
Nach dem massenhaften Fischsterben in der Oder haben hunderte Helfer im Osten Brandenburgs tote Tiere eingesammelt. Etwa 300 Einsatzkräfte sind seit Samstagmorgen im Kreis Märkisch-Oderland auf rund 80 Kilometern Länge am Ufer unterwegs, wie der Sprecher des Kreises, Thomas Rubin, sagte. „Ich rechne mit mehreren Tonnen Fisch, die wir rausholen.“
+++06:10 Untersuchungen zur Aufklärung des Fischsterbens in der Oder dauern an
Bisherige Labor-Analysen brachten noch keinen genauen Aufschluss über die Belastung des Wassers und die Ursachen. Umweltpolitiker und Naturschützer bewerteten das Fischsterben als Umweltkatastrophe. Nach Angaben von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel weist die Oder „sehr stark erhöhte Salzfrachten“ auf. Das sei „absolut atypisch“, sagte der Grünen-Politiker am Freitagabend im RBB-Fernsehen. Vogels Ministerium erklärte, die gemessenen Salzfrachten könnten im Zusammenhang mit dem Fischsterben stehen. „Nach jetzigen Erkenntnissen wird es jedoch nicht ein einziger Faktor sein, der das Fischsterben in der Oder verursacht hat“, hieß es in einer Mitteilung.

+++06:05 Verbote für Angler, Tierbesitzer und Spaziergänger an Oder und Oder-Spree-Kanal ab 13. August
Aus den Empfehlungen sind Verbote geworden. Landkreise an der Oder und die Stadt Frankfurt (Oder) haben aufgrund des Fischsterbens Allgemeinverfügungen erlassen. In der Allgemeinverfügung wird unter anderem das Baden, Viehtränken, Angeln und das Betreten von Uferflächen und Anlagen in und an den erfassten Gewässern ausdrücklich verboten.
+++20:06 Frankfurt (Oder) verbietet Baden, Tränken und Angeln im Fluss
Bisher gab es nur Warnungen und Empfehlungen. Am Freitagabend (12.08.) hat die Stadt Frankfurt (Oder) nun aufgrund des Fischsterbens eine Allgemeinverfügung erlassen. Ab sofort sind das Baden, Tränken und Angeln in der Oder untersagt.
+++18:56 Offenbar keine erhöhten Quecksilberwerte in Westpommern, Lebus und Niederschlesien
Polen Vize-Klimaminister Jacek Ozdoba sagte, nach Untersuchungen von Wasserproben aus den Wojwodschaften Westpommern, Lebus und Niederschlesien könne man die Informationen aus Deutschland über erhöhte Quecksilberwerte nicht bestätigen.

Polens Regierungschef Morawiecki entlässt Spitzenbeamte

+++18:56 Wegen Fischsterbens: Polens Regierungschef entlässt Spitzenbeamte
Weil sie zu langsam auf das Fischsterben in der Oder reagiert haben sollen, hat Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki zwei Spitzenbeamte entlassen. Der Chef der Wasserbehörde und der Leiter der Umweltbehörde müssten ihre Ämter mit sofortiger Wirkung räumen, schrieb Morawiecki am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter. „Ich teile die Ängste und die Empörung über die Vergiftung der Oder. Diese Situation konnte man auf keine Weise vorhersehen, aber die Reaktion der zuständigen Behörden hätte schneller kommen müssen.“
+++18:02 Quecksilber in „erheblichen Mengen“ – wie gefährdet ist jetzt das Grundwasser?
Der Landkreis Märkisch-Oderland hat hohe Mengen Quecksilber in Wasserproben der Oder festgestellt. Das Schwermetall könnte für das Fischsterben verantwortlich sein. Was bedeutet dies nun für das Wasser?
+++ 18:00 Angler in Erkner sorgen sich um Gewässer am Berliner Rand – droht auch hier Gefahr?
Das Fischsterben in der Oder beunruhigt auch die Nutzer der angrenzenden Gewässer. Die Frage ist, wie weit sich die Verunreinigungen ausbreiten können. In sozialen Medien ist von Gefahren an der Wernsdorfer Schleuse die Rede – die MOZ hat sich erkundigt, ob es an dem ist.
+++18:00 Angler bei Bad Freienwalde entsetzt über Ausmaß der Gift-Katastrophe
Angler, Jäger und Schaulustige haben sich am Ufer des deutsch-polnischen Grenzflusses in Hohensaaten und Hohenwutzen eingefunden. Das Entsetzen an der Oder ist groß.
+++17:48 Verseuchung – was sind die Gründe für deutlichen Anstieg der Pegel bei Eisenhüttenstadt und Ratzdorf?
Im Zusammenhang mit den Giftstoffen in der Oder gibt es die Vermutung, dass der Fluss „durchgespült“ wurde. Ein Indiz ist der deutliche Anstieg der Wasserstände. Doch stimmt das?
+++ 17:33 Katastrophales Katastrophenmanagement von Land und Bund – ein Kommentar von unserer Reporterin Janet Neiser
Was da in der Oder passiert ist und immer noch passiert, das ist eine Katastrophe für die Umwelt, für die Tierwelt und für die Menschen. Aber katastrophal ist auch das aktuelle Katastrophenmanagement.
+++ 16:53 Polens Regierung: Wohl große Mengen von Chemie-Abfällen bewusst in die Oder gekippt
Das Fischsterben in der Oder ist nach Aussage von Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki offenbar durch die Einleitung von Chemie-Abfällen ausgelöst worden. „Es ist wahrscheinlich, dass eine riesige Menge an chemischen Abfällen in den Fluss gekippt wurde, und das in voller Kenntnis der Risiken und Folgen“, sagte Morawiecki in einer am Freitag auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft.
+++ 16:35 Wasserproben im Oder-Spree-Kanal - das sagt das Landesumweltamt
Wie ist die Qualität des Wassers in der Oder und im Oder-Spree-Kanal? Das wollen nicht nur Angler wissen. Nun hat sich das Landesumweltamt gemeldet. Auch der Landkreis Oder-Spree hat Maßnahmen eingeleitet. Dabei dürfte die Hoffnung der Angler und Schiffer, die sich um den Zustand des Oder-Spree-Kanals sorgen und schnellstmöglich Ergebnisse einer Wasserbeprobung erwarten, zerstört sein.
+++ 16:19 Hintergründe zu Fischsterben geben weiter Rätsel auf
Das Massensterben der Fische gibt weiter Rätsel auf. „Unser Problem ist, dass wir nach wie vor im Dunkeln tappen, dass wir also nicht wissen, welche Stoffe tatsächlich in die Oder eingebracht wurden“, sagte Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne). „Wir haben Hinweise von polnischer Seite, dass um den 28. Juli bei Oppeln, also in der Nähe von Breslau, Stoffe in die Oder gelangten, die dort ein Fischsterben ausgelöst haben.“
Vogel bestätigte, dass eine Quecksilberbelastung der Oder festgestellt worden sei - „aber wir können zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Aussage treffen, dass Quecksilber ursächlich für den Tod der Fische verantwortlich ist“, sagte er. „Wir wissen im Moment nicht, woran sie wirklich gestorben sind.“
+++ 16:16 Nabu: Verursacher des Fischsterbens zur Rechenschaft ziehen
Die Verursacher des Fischsterbens in der Oder müssen nach Einschätzung des Naturschutzbunds (Nabu) in Brandenburg zur Rechenschaft gezogen werden. Der Nabu forderte außerdem, die Meldeketten und die deutsch-polnische Zusammenarbeit zu überprüfen und zu verbessern, damit solche Katastrophen künftig vermieden würden. Das teilte der Nabu-Landesverband am Freitag in Potsdam mit. Das Fischsterben an der Oder zeige, wie wichtig die konsequente Überwachung von Umweltauflagen sei. Auf polnischer Seite sei das offenbar vernachlässigt worden. Dadurch würden nun weite Teile der Oder und ihres Umfeldes gefährdet.
+++ 16:03 Umweltminister Vogel in Schwedt - Nationalpark sagt alle Kanutouren ab
Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) hat sich in Schwedt von der verheerenden Situation an der Oder ein Bild gemacht. Ob Quecksilber die Ursache ist, ist noch unklar. Die toten Fische am Ufer der Oder in Schwedt sollen jetzt schnell eingesammelt werden. Der Nationalpark Unteres Odertal hat alle Kanutouren abgesagt.
Die Folgen des massenhaften Fischsterbens in der Oder werden nach Einschätzung von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel noch jahrelang zu spüren sein. „Für die Oder als ökologisch wertvolles Gewässer ist das ein Schlag, von dem sie sich mehrere Jahre vermutlich nicht mehr erholen wird“, sagte der Grünen-Politiker am Freitag in Schwedt bei einem Besuch in der Region. Die Fischbestände müssten erst langsam neu aufgebaut werden.

Bundesumweltministerium zum Fischsterben: Meldekette hat versagt

+++ 14:39 Bundesumweltministerium beklagt Versagen der Meldekette
Im Zusammenhang mit dem massiven Fischsterben in der Oder hat das Bundesumweltministerium ein Versagen der bei solchen Ereignissen üblichen Meldekette beklagt. „Tatsächlich wissen wir, dass diese Meldekette, die für solche Fälle vorgesehen ist, nicht funktioniert hat“, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums am Freitag in Berlin. Gemeint ist das frühzeitige Melden des Fischsterbens auf der polnischen Seite.
Die Meldekette habe „bis gestern“, also bis Donnerstag, nicht funktioniert, erklärte der Sprecher weiter. „Gestern gab es dann schließlich die Meldung, die von der polnischen Seite hätte kommen müssen. Aber da war eben tatsächlich auch schon die Verschmutzung auf deutscher Seite bekannt.“
+++ 14:46 Badeverbot in MOL für Gewässer mit Oder-Zulauf - große Verunsicherung an anderen Seen
Die Kreisverwaltung in Märkisch-Oderland (MOL) hat ein Badeverbot für Gewässer mit Oder-Zulauf ausgesprochen. Die Verunsicherung ist groß. Das merken auch Badeseen in der Region, die nicht mit der Oder verbunden sind.
+++ 14:17 Wie werden die toten Fische entsorgt?
Was passiert mit den toten Fischen? Diese Frage bewegt die Menschen. Die verendeten Tiere werden eingesammelt - allerdings durch lokale Initiativen, die dafür gar nicht zuständig wären, sich aber kümmern wollen. Wohin kommen die stinkenden Fisch-Kadaver?
+++ 13:29 Helfer sammeln in Frankfurt (Oder) die toten und stinkenden Fische ein
Helfer haben in Frankfurt (Oder) bereits eine Tonne toten Fisch aus dem Fluss geholt. Es wird noch mehr. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Insel Ziegenwerder.
+++13:02 Umweltminister Vogel bestätigt Quecksilberbelastung der Oder - andere Ursachen möglich
Der brandenburgische Umweltminister Axel Vogel (Grüne) bestätigte, dass eine Quecksilberbelastung in der Oder festgestellt worden sei - „aber wir können zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Aussage treffen, dass Quecksilber ursächlich für den Tod der Fische verantwortlich ist“, sagte er am Freitag in Schwedt. „Wir wissen im Moment nicht, woran sie wirklich gestorben sind.“

Umweltminister Vogel zu Fischsterben: Kombination aus mehreren Faktorn möglich

Möglich sei eine Kombination von mehreren Faktoren wie Hitze, geringe Wasserführung und Giftstoffen, sagte Vogel. „Es kann durchaus sein, dass es sich hierbei um Stoffe handelt, die lange schon in die Oder eingebracht wurden, aber normalerweise bei Mittelwasser überhaupt kein Problem darstellen.“ Aktuell gebe es aber historische Niedrigwasserstände an der Oder.
Solche geringen Wassermengen führten dazu, dass jeder Stoff im Wasser in einer höheren Konzentration vorliege, sagte Vogel. Von daher könne es durchaus sein, dass Stoffe, die normalerweise in der Dosierung nicht so gravierend seien, jetzt durch die erhöhte Dosis gefährlich würden. Es sei inzwischen geklärt, dass Fische auch in Deutschland sterben würden und nicht nur verendete Tiere aus Polen angeschwemmt worden seien, sagte der Umweltminister.
+++ 11:35 Grüne in Brandenburg erschüttert über Behörden in Polen
Aus den Reihen der Grünen in Brandenburg gibt es angesichts des Fischsterbens in der Oder deutliche Kritik an den polnischen Behörden. „Ich bin erschüttert. Nicht nur vom tausendfachen Sterben der Fische, auch vom Versagen der Informationskette aus Polen“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende im brandenburgischen Landtag, Benjamin Raschke, am Freitag. Wenn bei einer ökologischen Katastrophe einfache Meldeketten nicht funktionierten, gebe es grundsätzlichen Gesprächsbedarf. „Wir haben ja schon häufiger festgestellt, dass es auf beiden Seiten der Oder ganz unterschiedliche Auffassungen gibt hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Oder.“
Die Grünen-Sprecherin in Frankfurt (Oder), Alena Karaschinski, sagte, der Frust sitze tief über den im Raum stehenden Vertrauensbruch. „Ein mehrfaches Versagen von Informationspflichten und eventuell sogar ein Vertuschungsversuch bei einer Umweltkatastrophe. Das wird bundespolitisch zwischen Deutschland und Polen aufzuarbeiten sein.“
+++ 10:36 Uhr Die polnische Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ erhebt im Zusammenhang mit dem Fischsterben in der Oder schwere Vorwürfe gegen eine Papierfabrik in der südöstlich von Breslau gelegenen Stadt Oława (Ohlau). Wie das Blatt auf seiner Internet-Seite beobachtet, hätten Anwohner bereits im März die örtlichen Umweltbehörden über ihre Beobachtungen informiert, dass giftige Abwässer aus der Firma direkt in den Fluss gespült worden seien.
Doch obwohl das Thema angeblich auch in der Stadtverordnetenversammlung eine Rolle gespielt habe, zu der Anwohner Flaschen mit dem giftigen Wasser mitgebracht hätten, habe sich nichts verändert. Der Geschäftsführer der Firma, in der Toilettenpapier und andere Hygiene-Artikel hergestellt werden, wies die Vorwürfe gegenüber der Zeitung zurück.
+++ 10:14 Uhr Polen wird die Untersuchungsergebnisse von massenweise verendeten Fischen aus der Oder frühestens am Sonntag vorlegen können. Bislang habe das Staatliche Forschungsinstitut in Pulawy noch keine Fische erhalten, sagte der Leiter Krzysztof Niemczuk am Freitag der Nachrichtenagentur PAP. „Wir warten noch immer und gehen davon aus, dass uns die erste Partie von Fischen für die Untersuchungen heute Abend erreicht.“
Die Fische sollen auf Metalle, Pestizide und andere giftige Stoffe untersucht werden. Niemczuk: „Es gibt so viele Substanzen, die das Fischsterben verursacht haben könnten, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen können, was die Ursache sein könnte.“
Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen in Brandenburg an der Grenze zu Polen. Tausende tote Fische wurden in dem Fluss entdeckt, ein Teil davon auf Höhe der Stadt Frankfurt (Oder) und umliegender Orte. Nach Angaben der polnischen Wasserbehörde sind bislang zehn Tonnen verendeter Fisch geborgen worden.
Nicht nur die Analyse der toten Fische, auch die der Wasserproben aus der Oder in Polen halten an. Am Donnerstag hatte Vize-Infrastrukturminister Grzegorz Witkowski gesagt, man werde die Analyseergebnisse des Flusswassers „maximal im Laufe einer Woche“ vorlegen können. Nach ersten Erkenntnissen aus Deutschland gibt es Hinweise auf eine erhebliche Quecksilberbelastung des Wassers.
In Polen wächst derweil die Kritik an einer zu langsamen Reaktion der Behörden und der Regierung auf das Fischsterben. Oppositionsführer Donald Tusk von der liberalkonservativen Bürgerplattform (PO) sprach von „einem der größten Umweltskandale der vergangenen Jahre - nicht nur in Polen“.
+++ 9:55 Uhr Nach dem möglicherweise durch Quecksilberbelastung ausgelösten Fischsterben in der Oder im Osten Brandenburgs gehen Naturschützer von weitreichenden Folgen für den Nationalpark Unteres Odertal aus. „Die Auswirkungen sind einfach furchtbar“, sagte der stellvertretende Nationalparkleiter Michael Tautenhahn am Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. „Für den Nationalpark ist das schlichtweg eine Katastrophe.“
Betroffen seien Tiere und Pflanzen und auch die touristische Entwicklung der Region. „Die Vergiftungswelle ist komplett durch die Oder gegangen“, sagte Tautenhahn. Über die gesamte Strombreite habe man tote Fische treiben sehen. Betroffen seien etwa Zander, Welse, Gründlinge und Steinbeißer. Seeadler und andere Vögel könnten Gift durch die toten Fische aufnehmen.
Tautenhahn rechnet mit einem Imageschaden für den Nationalpark. „Es ist ein vergiftetes Katastrophengebiet.“ Er befürchte, dass viele Menschen nun einen Bogen um den Nationalpark machen würden. Der Nationalpark Unteres Odertal ganz im Osten Brandenburgs zählt zu den artenreichsten Lebensräumen in Deutschland.
+++ 8:50 Uhr Wasserproben nach dem Fischsterben in der Oder in Brandenburg haben Hinweise auf eine erhebliche Quecksilberbelastung ergeben. „Seit gestern Abend gibt es die ersten Ergebnisse. Die haben wir zwar noch nicht offiziell, aber es deutet in der Tat doch auf eine massive Belastung mit Quecksilber hin als ein Faktor“, sagte der Leiter der Umweltverwaltung im Kreis Märkisch-Oderland, Gregor Beyer, am Freitagmorgen im RBB-Inforadio. „Ob das der alleinige ist, wissen wir nicht.“
Die These, dass zu wenig Sauerstoff die Ursache für das Fischsterben sein könnte, habe die Kreisverwaltung von Anfang an verworfen. „Mittlerweile wissen wir das auch“, sagte Beyer. „Wir haben, völlig ungewöhnlich, sogar mehr Sauerstoff in der Oder.“

Woher kommt das Quecksilber in der Oder?

Über die Herkunft des Quecksilbers oder anderer Giftstoffe werde momentan viel spekuliert, sagte Beyer. „Der ganz ärgerliche Teil dieser Sache ist, dass die Einträge, die offensichtlich aus Richtung Polen kamen, nicht gemeldet wurden über die entsprechenden Warnsysteme, so dass wir erst reagieren konnten, als ein Fischsterben direkt zu beobachten war.“
Nach Angaben der polnischen Umweltschutzbehörde wurde das Fischsterben wahrscheinlich von einer Wasserverschmutzung durch die Industrie ausgelöst. Dazu sagte Beyer: „Wir wissen durch verschiedene Messungen, die wir sofort erheben konnten, dass eine 30-Zentimeter-Wasserwelle durch die Oder gegangen ist.“ Er fügte hinzu: „Ob das die Welle ist, die auch diese Giftstoffe mitgeführt hat, wissen wir noch nicht hundertprozentig.“
Stand 11. August:

Polen macht Industrie für Umweltkatastrophe in der Oder verantwortlich

+++ 19:22 Uhr Das Fischsterben in der Oder ist nach Angaben der polnischen Umweltschutzbehörde wahrscheinlich von einer Wasserverschmutzung durch die Industrie ausgelöst worden. „Alles deutet darauf hin, dass die Verschmutzung der Oder, die zum Sterben zahlreicher Fische geführt hat, industriellen Ursprungs sein könnte“, sagte die stellvertretende Leiterin der Behörde, Magda Gosk, am Donnerstag. Die Umweltbehörde versuche, mit Drohnenüberflügen potenzielle Verschmutzungsquellen aufzuspüren und festzustellen, wie der Zustand des Flusses sei. Man untersuche, um welche Substanz es sich handelt und „vor allem, wer diese Substanz wo in die Oder eingeleitet hat“, sagte Gosk weiter.
Der Chef der polnischen Wasserbehörde, Przemyslaw Daca, sagte am Donnerstag, Mitarbeiter seiner Behörde, Angler und freiwillige Helfer hätten insgesamt zehn Tonnen verendeter Fische geborgen. „Das zeigt, dass wir es mit einer gigantischen und entsetzlichen Umweltkatastrophe zu tun haben.“
Anfang August hatte das Gewässeramt in Wroclaw (Breslau) mitgeteilte, dass der hohe Sauerstoffgehalt im Wasser von den typischen Sauerstoffkonzentrationen im Sommer abweiche. Es sei möglich, dass eine Substanz mit stark oxidierenden Eigenschaften ins Wasser gelangt sei. Zudem wurde an zwei Stellen die giftige Substanz Mesitylen nachgewiesen. Die örtliche Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines möglichen Umweltdelikts.
+++ 18:09 Uhr Die Katastrophe in der Oder nimmt täglich größere Ausmaße an. Hunderte tote Fische treiben in dem Grenzfluss. Wie stark das Fischsterben Fischer und Angler im Oderbruch betrifft.
+++ 18:08 Uhr Das Fischsterben in der Oder hat Bad Freienwalde erreicht. Rund um das Pegelhäuschen in Hohensaaten treiben tote Fische im Wasser. Wo die Warnungen gelten.

Warnung an Hundehalter: Hunde von der Oder fernhalten

+++ 18:07 Uhr Hunde und andere Tiere soll man aktuell von der Oder fernhalten. Grund ist das Fischsterben. Die MOZ hat mit Hundehaltern aus Frankfurt (Oder) über die Umweltkatastrophe gesprochen.
+++ 18:06 Uhr Das Fischsterben in der Oder hat nun auch Konsequenzen für den Oder-Spree-Kanal.
+++ +++ 17:56 Uhr Weiterhin gibt es keine Klarheit über die Ursache des Fischsterbens in der Oder. Wie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg mitteilte, zeichne es sich ab, dass ein noch unbekannter, hoch toxischer Stoff die Oder durchlaufe. Erste Ergebnisse der organischen Spurenstoffanalyse würden für den morgigen Freitag, 12. August, erwartet.
+++ 17:19 Uhr Das Fischsterben hat mittlerweile auch den Nationalpark Unteres Odertal bei Schwedt erreicht. Augenzeugen berichten von tausenden Fischen, die auf voller Breite des Flussen dahintreiben.
+++ 16:20 Uhr In Frankfurt (Oder) hat OB René Wilke eine Krisensitzung einberufen. Die Stadt will die verendeten Fische selbst einsammeln, da noch immer die Zuständigkeiten noch nicht geklärt wurden.
+++ 12:15 Uhr Das Versagen polnischer Umweltbehörden angesichts der aktuellen Vergiftung und des Fischsterbens in der Oder war noch größer, als bisher geahnt. Ein polnischer Parlamentarier der Grünen schlägt jetzt Alarm, weil auch polnische Kommunen entlang der Oder nicht gewarnt wurden.
+++ 11:14 Uhr Das Landeskriminalamt (LKA) in Brandenburg ermittelt zum Fischsterben in der Oder. Es sei eine Wasserprobe entnommen worden, die das Landeskriminalamt auswerte, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Potsdam am Donnerstag. Wann ein Ergebnis vorliege, sei unklar. Das Landesamt für Umwelt berichtete, es seien am Dienstag Proben aus der automatischen Messstation in Frankfurt/Oder zur Analyse in das Landeslabor Berlin-Brandenburg gebracht worden. Die Einrichtung sei über die Dringlichkeit der Auswertung informiert, hieß es. In Polen ermittelt die Staatsanwaltschaft Wroclaw (Breslau) wegen eines möglichen Umweltdelikts.
+++ 10:50 Uhr Auch für die Landkreise Oder-Spree, Märkisch-Oderland und die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) hat die Regionalleitstelle Oderland eine Warnung herausgegeben. So soll sowohl an der Oder, als auch an den Nebenarmen des Flusses sowie den angrenzenden Gewässern nicht geangelt oder gebadet werden. Zudem sollen keine Fische aus den Gewässern gegessen als auch keine Tiere dort getränkt werden. Auch von der Entnahme von Wasser wird abgeraten.
+++ 9:45 Uhr Mit der App Katwarn haben die Behörden nun auch eine allgemeine Warnung für die Landkreise Barnim und Uckermark herausgegeben. In der Warnung wird dazu geraten, Wasser aus der Oder und der angrenzenden Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße (HoFriWa) vorsorglich zu meiden. Die Warnung von der integrierten Leitstelle Nordost gilt vorerst, bis weitere, belastbare Informationen vorliegen. Das Wasser aus Oder und HoFriWa sollte nicht zur Bewässerung und nicht zum Tränken von Tieren genutzt werden. Ebenso sollten Fische aus den Gewässern nicht verzehrt werden.
+++ 6.55 Uhr: Es wird Kritik laut am Krisenmanagement an der Oder. Es mangele am Informationsaustausch zwischen Polen und Deutschland.
Stand 10. August:
18:30 Uhr: Ein Angler aus Ratzdorf berichtet vom letzten Fisch, den er gegessen hat.
17:43 Uhr: Giftige Substanz in der Oder - viele offene Fragen und erste Antworten vom Landesumweltamt Brandenburg.
17 Uhr: Das Flussbad in Schwedt ist geschlossen. Der Landkreis Uckermark warnt vor Kontakt mit Wasser aus der Oder.
16:00 Uhr: Nun gilt auch für Teile des Landkreises Oder-Spree, die an die Oder grenzen, eine amtliche Gefahrenwarnung. Sie wurde per Warnapp NINA verschickt. „Die betroffenen Landwirte und Fischereibetriebe wurden durch die zuständigen Ämter bereits in Kenntnis gesetzt. Hundehalter sollten derzeit mit ihren Tieren die Oder meiden und auf Schwimmen oder den Verzehr von Fisch aus der Oder vorsorglich verzichten. Auch Paddler, die auf der Oder unterwegs sind, sollten sich entsprechend achtsam verhalten und die toten Tieren nicht anfassen“, so Petra Senger, Amtsleiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes.
10.15 Uhr: Inzwischen gibt es eine offizielle Gefahrenmeldung der Behörden. Per Warnapp NINA wird empfohlen, Oderwasser derzeit nicht zu nutzen. „Aktuell ist in der Oder zwischen Brieskow-Finkenheerd und Genschmar aus ungeklärten Ursachen ein Fischsterben zu beobachten. Es wurden aber auch schon weiter flussaufwärts in Ratzdorf mehrere tote Fische in der Oder gefunden, wie ein ortsansässiger Fischer bestätigte. Die zuständigen Behörden prüfen derzeit die Hintergründe“, heißt es dazu in der Warnung. „Solange keine belastbaren Informationen über die Ursachen, die Konzentration an den unterschiedlichen Flussabschnitten und mögliche Gefahren bekannt ist, empfiehlt der Landkreis Märkisch-Oderland den Kontakt zu Oderwasser vorsorglich zu meiden.“ Dazu zähle auch der Verzehr von Fisch, die Nutzung des Wassers oder das Schwimmen von Hunden in der Oder.
Das polnische Internetportal „SrefaAgro“, das sich mit Landwirtschafts- und Naturthemen beschäftigt, berichtete bereits am vergangenen Sonnabend (6.August) über den Verdacht, dass „jemand in der Gegend von Opole Hunderte Liter Giftstoffe in den Fluss geleitet haben muss“. Opole ist eine Stadt im polnischen Oberschlesien, die rund 320 Kilometer flussaufwärts von Frankfurt (Oder) an dem deutsch-polnischen Fluss liegt.

Angler sahen die toten Fische zuerst

Dem Bericht zufolge war Anglern bereits am 28. Juli aufgefallen, dass plötzlich viele tote Fische im Fluss schwammen. Weiter heißt es in dem Bericht: „Es ist möglich, dass eine Substanz mit stark oxidierenden Eigenschaften ins Wasser gelangt ist.“ Außerdem wird auf eine Pressemitteilung der zuständigen Umweltschutzinspektion in Breslau (WIOŚ Wrocław) verwiesen, die am 6. August bereits Wasserproben ausgewertet haben soll. Darin heißt es: „Die chronomatographische Analyse von Wasserproben aus der Umgebung von Oława (einer Kleinstadt) zeigte mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit das Vorhandensein von Mesitylen (1,3,5, - Trimethylbenzol), einer giftigen Substanz im Wasser. Es ist eine hochgiftige Verbindung aus der Gruppe der aromatischen Kohlenwasserstoffe, die als Lösungsmittel in der organischen Synthese verwendet wird.“
UPDATE, 11.15 Uhr: Inzwischen hat die polnische Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgrund der Ergebnisse der Wasserproben aufgenommen.
Der Vorstandsvorsitzende des Polnischen Angelvereins in der Region Wrocław, Andrzej Świętach, berichtete am 6. August, dass Angler bereits mehr als fünf Tonnen toter Fische aus dem Wasser der Oder geborgen hätten. Er wird mit den Worten zitiert. „Ich habe keine Ahnung, wo die Vergiftung stattgefunden hat. Es gibt zuständige staatliche Stellen, die dies untersuchen und feststellen sollten. Ich hoffe, dass es möglich sein wird, den Schuldigen vor Gericht zu bringen. Immerhin gibt es Aufzeichnungen darüber, wer große Mengen des giftigen Mittels gekauft und wie er es dann entsorgt hat.“

Keine Informationen von den polnischen Behörden

In Brandenburg war das Fischsterben erstmals zu Beginn dieser Woche (8. August) bemerkt worden. Die deutschen Behörden – wie etwa das Landesamt für Umwelt und auch die Wasserschutzpolizei – gaben an, von den polnischen Behörden bisher nicht informiert worden zu sein. Sie leiteten eigene Ermittlungen ein. Für Rätsel sorgt auch die Frage, weshalb der Wasserstand der Oder in den vergangenen Tagen um fast 30 Zentimeter gestiegen ist. Der Grund könnte sein, dass ein oder mehrere Rückhaltebecken in Polen geöffnet wurden, um den Fluss „durchzuspülen“. Bisher gibt es aber auch dazu noch keine Informationen.