Bundesliga Union Berlin
: Ärger um Rot für Kapitän Trimmel in Leipzig – „es tut weh“

Spiel verloren und auch noch den Kapitän verloren. Für Union Berlin gab es bei RB Leipzig nichts zu holen. Hier sind die Stimmen zum Foul von Christopher Trimmel und zum Spiel in der Fußball-Bundesliga.
Von
Frank Noack
Leipzig
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  • Union-Kapitän Christopher Trimmel (rechts) erwischt den Leipzig David Raum in diesem Zweikampf am Knöchel und sah die Rote Karte.

    Union-Kapitän Christopher Trimmel (rechts) erwischt den Leipzig David Raum in diesem Zweikampf am Knöchel und sah die Rote Karte.

    Imago/Michael Täger
  • Der Abgang des Kapitäns: Für Christopher Trimmel war das Spiel von Union Berlin bei RB Leipzig vorzeitig beendet.

    Der Abgang des Kapitäns: Für Christopher Trimmel war das Spiel von Union Berlin bei RB Leipzig vorzeitig beendet.

    Eibner/Bert Harzer
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Es war ein bitterer Abend für den 1. FC Union Berlin. Die Eisernen haben nicht nur das Spiel bei RB Leipzig mit 0:2 (0:1) verloren, sondern auch ihren Kapitän Christopher Trimmel.

Nach einem Foul an David Raum war die Partie für Trimmel in der 73. Minute vorzeitig beendet. Er erwischte Raum mit gestrecktem Fuß in Knöchelhöhe. Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb zog sofort Rot für den Rechtsverteidiger.

Damit muss der Kapitän in jedem Fall im wichtigen Nachholspiel beim FSV Mainz 05 am Mittwoch (18.30 Uhr) aussetzen. „Es bitter, dass der Kapitän fehlen wird. Die Entscheidung war sehr hart, deshalb tut es umso mehr weh. ,Trimmi‘ übernimmt Verantwortung auf und neben dem Platz“, erklärte Co-Trainerin Marie-Louise Eta. Sie vertrat in der Kommunikation rund um das Spiel in Leipzig erneut den gesperrten Cheftrainer Nenad Bjelica.

Abwehrspieler Kevin Vogt nahm den Kapitän ausdrücklich in Schutz: „Das Fehlen von ,Trimmi‘ tut weh. Er ist jedoch nicht dafür bekannt, böse Foulspiele zu machen. Er ist ein toller Mensch. In dieser Szene kommt er einfach zu spät. Es war mit Sicherheit keine Absicht.“

Reaktionen der Trainerin von Union Berlin und des Trainers von RB Leipzig

Marie-Louise Eta (Union Berlin): „Die Mannschaft hat auch heute wieder viel investiert. Es war klar, dass Leipzig viel Druck machen wird. Es ist bitter, dass wir durch eine Standardsituation in Rückstand geraten sind. Aber die Jungs haben auch auf das 0:2 gut reagiert. Leider haben wir es nicht geschafft, mit noch mehr Überzeugung in die Abschlüsse zu kommen. Der Sieg von Leipzig ist verdient.“

Marco Rose (RB Leipzig): „Großes Kompliment an meine Mannschaft. Das war ein verdienter Sieg und wir haben zu null gespielt. Wir haben viele Dinge, an denen wir in der Woche gearbeitet haben, gut umgesetzt. Insgesamt habe ich eine Mannschaft gesehen, die klar war und die versucht hat, ihren Spielrhythmus zu finden. Wir haben sehr wenig zugelassen. Das war ein wichtiger Sieg, der uns guttut.“

Stimmen der Spieler von Union Berlin

Robin Knoche: „Wir haben zwei Tore nach Standards bekommen. Dass man gegen Leipzig nicht alles verteidigen kann, ist auch klar. Aber auch wir hatten gerade in der 2. Halbzeit die eine oder andere Möglichkeit. Aber wir haben den rechtzeitigen Abschluss verpasst. Ich finde dennoch, dass wir uns in den vergangenen Spielen eine gewisse Stabilität aufgebaut haben.“

Kevin Vogt: „Tore nach Standards ärgern mich als Verteidiger natürlich besonders. Insgesamt haben wir aus dem Spiel heraus aber stabil gestanden. Zur Wahrheit gehört ebenfalls, dass wir einen sehr guten Torwart hatten. Im letzten Drittel waren wir im Abschluss zu unsauber. Aber ich will da als Verteidiger im Nachhinein nicht auf Schlau machen. Die Jungs tun ja auch ihr Bestes.“

Alexander Schwolow: „Heute war es ein Bonusspiel. Am Mittwoch in Mainz müssen wir es besser machen. Wir müssen uns deutlich steigern. Es war nicht alles schlecht, aber es war nicht gut genug. Am Mittwoch erwartet uns Abstiegskampf pur. Darauf müssen wir uns einstellen und die Kräfte bündeln.“

Tabelle der Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

1. FC Union Berlin – die Champions League

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

Kevin Behrens (VfL Wolfsburg)

Laurenz Dehl (Viktoria Berlin)

Leonardo Bonucci (Fenerbahce Istanbul)

Sheraldo Becker (Real Sociedad)

David Fofana (FC Chelsea)

Aljoscha Kemlein (FC St. Pauli, Leihe)

Sven Michel (FC Augsburg)

Paul Seguin (FC Schalke 04)

Jamie Leweling (VfB Stuttgart, Leihe)

Rick van Drongelen (Samsunspor, Türkei)

Levin Öztunali (Hamburger SV)

Kevin Möhwald (KAS Eupen, Belgien)

Tim Maciejewski (SV Sandhausen)

Morten Thorsby (Genua CFC, Italien, Leihe)

Tymoteusz Puchacz (1. FC Kaiserslautern, Leihe)

Lennart Grill (VfL Osnabrück, Leihe)

Niko Gießelmann (Greuther Fürth)

Timo Baumgartl (FC Schalke 04)

Milos Pantovic (KAS Eupen, Belgien)

Dominique Heintz (1. FC Köln)

Tim Skarke (SV Darmstadt, Leihe)

Jordan Siebatcheu (Borussia Mönchengladbach, Leihe)

Malick Sanogo (1. FC Nürnberg)