Union Berlin
: Matchwinner Aaronson kämpferisch – Ex-Fußballerin jubelt mit

Auf den ersten Bundesliga-Treffer musste Brenden Aaronson lange warten. Der Leihspieler will sich beim 1. FC Union Berlin durchsetzen. Unterstützung bekommt er von seiner Freundin, einer Ex-Fußballerin.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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Erstes Tor für den 1. FC Union Berlin in der Fußball-Bundesliga – Leihspieler Brenden Aaronson will sich bei den Eisernen durchkämpfen.

Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

Für Brenden Aaronson war dieser Treffer eine kleine Erlösung, für den 1. FC Union Berlin ein riesiger Schritt aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. Mit dem Siegtor in Hoffenheim gelang dem US-Amerikaner sein erstes Bundesliga-Tor – seit dem Sommer hatte der 23-Jährige darauf gewartet.

Wie wohl alle Sommer-Neuzugänge war Aaronson als Leihspieler vom englischen Zweitligisten Leeds United mit großen Erwartungen zum Champions-League-Debütanten Union Berlin gekommen – nicht alle Wünsche wurden erfüllt. Während aber beispielsweise die Leihe von David Fofana im Winter wieder aufgelöst wurde, blieb Aaronson trotz der überschaubaren Bilanz von nur vier Startelf-Einsätzen in der Bundesliga. „Ich mag die Jungs und den Club“, erklärte er gegenüber dem „Kicker“ seine Entscheidung, sich in Berlin-Köpenick durchkämpfen zu wollen.

Warten auf die entscheidende Chance

Dafür war der Siegtreffer am Samstag (16. Februar) in Hoffenheim der erste Lohn: Der gelang ihm, wie sollte es fast anders sein, als Einwechselspieler. Aaronson verdeutlichte: „Ich musste wie im ganzen Jahr Geduld beweisen, meine Zeit war noch nicht so richtig gekommen. So musste ich weiterarbeiten und dazu bereit sein, wenn meine Chance kommt.“

Extra-Schichten im Kraftraum, Schussübungen nach dem Mannschaftstraining, Aaronson investierte einiges, um dann in Hoffenheim im entscheidenden Augenblick im Strafraum aufzutauchen. Er gibt zu, dass ihm dies in den vergangenen Monaten nicht immer leichtgefallen sei: „Ich musste auf der Bank auf meine Chance warten. Das war schwierig. Manchmal hat man das Gefühl, dass man eigentlich spielen müsste. Das ist aber normal und bei jedem Spieler so“, beschreibt Aaronson.

Freundin Milana d’Ambra steht zur Seite

Geholfen habe ihm vor allem seine Familie – und seine Freundin Milana d‘Ambra. „Sie haben mir beigestanden, fokussiert zu bleiben“, so Aaronson. Seine Freundin hat selbst in den USA mit einem Stipendium Fußball gespielt – bis sie vor zwei Jahren wegen anhaltender Knieverletzungen ihre Fußball-Karriere an der Temple University in Philadelphia beendete. Nun jubelte die 22-Jährige via Instagram mit ihrem Lebensgefährten mit – seit mehr als fünf Jahren sind die beiden ein Paar.

Union Berlin ist für Aaronson nach Red Bull Salzburg und Leeds United die dritte Station in Europa. Der Offensivspieler gab sich nach dem Debüttor für die Eisernen kämpferisch: „Ich weiß, dass ich mit meiner Art zu spielen, Chancen erzeugen kann. Daran möchte ich arbeiten und dem Team helfen. Hoffentlich mit weiteren Toren und Assists.“

Brenden Aaronson und seine Freundin bei Instagram

Tabelle der Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

1. FC Union Berlin – die Champions League

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

Kevin Behrens (VfL Wolfsburg)

Laurenz Dehl (Viktoria Berlin)

Leonardo Bonucci (Fenerbahce Istanbul)

Sheraldo Becker (Real Sociedad)

David Fofana (FC Chelsea)

Aljoscha Kemlein (FC St. Pauli, Leihe)

Sven Michel (FC Augsburg)

Paul Seguin (FC Schalke 04)

Jamie Leweling (VfB Stuttgart, Leihe)

Rick van Drongelen (Samsunspor, Türkei)

Levin Öztunali (Hamburger SV)

Kevin Möhwald (KAS Eupen, Belgien)

Tim Maciejewski (SV Sandhausen)

Morten Thorsby (Genua CFC, Italien, Leihe)

Tymoteusz Puchacz (1. FC Kaiserslautern, Leihe)

Lennart Grill (VfL Osnabrück, Leihe)

Niko Gießelmann (Greuther Fürth)

Timo Baumgartl (FC Schalke 04)

Milos Pantovic (KAS Eupen, Belgien)

Dominique Heintz (1. FC Köln)

Tim Skarke (SV Darmstadt, Leihe)

Jordan Siebatcheu (Borussia Mönchengladbach, Leihe)

Malick Sanogo (1. FC Nürnberg)