Fußball Bundesliga: Union Berlin weiter in Gefahr – jetzt kommt das Hammerprogramm

Kevin Vogt unterlief beim Spiel des 1. FC Union Berlin gegen den 1. FC Heidenheim früh ein folgenschwerer Fehler. Das 2:2 gegen den Aufsteiger ist für die Eisernen nur ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Die kommenden Wochen werden schwer für die Köpenicker.
Andreas Gora/dpaKurz war die Fußballwelt für den 1. FC Union Berlin absolut in Ordnung: Am Samstag gegen 16.45 Uhr schien beim Spiel gegen den 1. FC Heidenheim die Sonne in das Stadion an der Alten Försterei – und aus Sicht der Eisernen auch auf die Tabelle der Fußball-Bundesliga. Elf Punkte Vorsprung auf den 1. FC Köln auf Relegationsrang 16 – das war gefühlt der vorzeitige Klassenerhalt.
Der Sonnenschein trog: Köln erzielte wenig später in Stuttgart den Treffer zum 1:1-Endstand. Kurz darauf kassierten die Berliner nach einem Heidenheimer Konter das Gegentor zum 2:2 (71.). Jan-Niklas Beste war zur Stelle, als die Union-Abwehr diesen einen Fehler zu viel fabrizierte und damit den Rekordsieg verpasste. Zuvor hatten Robin Gosens (44.) und Andras Schäfer (45.+2) den frühen Rückstand durch Nikola Dovedan (3.) gedreht.
Die Zeichen standen auf den fünften Bundesliga-Heimsieg in Folge – das war selbst Erfolgstrainer Urs Fischer nicht gelungen. Seinem Nachfolger Nenad Bjelica blieb dieser Rekord ebenfalls verwehrt. Wohl auch, weil seine Personalrochade in der Abwehr nicht aufging. Für den gesperrten Diogo Leite rückte Robin Knoche ins Team – und ins Zentrum der Abwehrkette. Winterneuzugang Kevin Vogt, zuletzt als Abwehrchef ein wichtiger Stabilisator, sollte links verteidigen.
Folgenschwerer Fehler von Vogt
Schon in der 3. Minute unterlief Vogt ein folgenschwerer Fehler, als er in den Ball ins eigene Abwehrzentrum zurückköpfte – Dovedan traf gedankenschnell zur Gäste-Führung. Unions Sportchef Oliver Ruhnert vermutete bei „Sky“, dass dies an der veränderten Position von Vogt gelegen haben könnte. Er gab zu, von den Umstellungen überrascht worden zu sein und konstatierte: „Der Trainer musste sich etwas überlegen und ist zu dieser Lösung gekommen.“
Dass die Lösung nicht ideal war, zeigte auch Heidenheims Treffer zum 2:2. Mit einem simplen Befreiungsschlag wurde die Union-Abwehr ausgehebelt. Rani Khedira kritisierte bei „Sky“: „Wir haben zwei dumme Gegentore kassiert.“
Union-Coach Bjelica verteidigte die Wechsel in der Abwehr: „Mit Dinkci spielt bei Heidenheim auf der rechten Seite ein sehr gefährlicher Spieler. Dort wollten wir Kevin Vogt haben, der schneller ist als Robin Knoche oder Danilho Doekhi.“ Bjelicas Fazit: „Es war keine große Umstellung. Fehler passieren im Fußball – aber wie wir auf diesen Fehler reagiert haben, das war hervorragend.“
Heimspiele gegen Dortmund, Leverkusen und Bayern
Damit meinte er wohl die Phase vor und nach der Halbzeit, als die Eisernen mit klassischem Union-Berlin-Fußball das Spiel auf ihre Seite drehten. Bei den Toren zur Führung half zudem das Matchglück mit. Allerdings: Darauf sollten sich die Berliner nicht zu sehr verlassen. Gegen Heidenheim wurde deutlich, dass es Union weiterhin schwerfällt, Torgefahr zu erzeugen.
Deshalb ist der Klassenerhalt längst noch nicht so sicher, wie es am Samstagnachmittag kurz den Anschein hatte. Zwar beträgt der Vorsprung auf Köln acht Punkte. Aber speziell die kommenden Heimspiele am Samstag gegen Borussia Dortmund und danach gegen Werder Bremen, Bayer Leverkusen und Bayern München geben wenig Anlass für Hoffnung auf eine neue Rekordserie im Stadion an der Alten Försterei.
Deshalb warnte Kapitän Christopher Trimmel: „Man darf sich gar nicht sicher sein. Unsere Mentalität ist auch nicht so, dass wir glauben, jetzt sind wir durch. Wir ackern und kämpfen um jeden Punkt.“ Der Blick in Berlin-Köpenick ist weiterhin auf den Tabellenkeller gerichtet: „Ich glaube die Mannschaft hinten werden jetzt alle ein bisschen stabiler. Deshalb dürfen wir nicht nachlassen“, so Trimmel.
Tabelle der Fußball-Bundesliga
1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga
- 2. März 2024: Union Berlin – Borussia Dortmund
- 24. Februar 2024: Union Berlin – 1. FC Heidenheim 2:2 (2:1)
- 17. Februar 2024: 1899 Hoffenheim – Union Berlin 0:1 (0:0)
- 10. Februar 2024: Union Berlin – VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)
- 07. Februar 2024: FSV Mainz 05 – Union Berlin 1:1 (1:1)
- 04. Februar 2024: RB Leipzig – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 28. Januar 2024: Union Berlin – SV Darmstadt 1:0 (0:0)
- 24. Januar 2024: FC Bayern München – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 13. Januar 2024: SC Freiburg - Union Berlin 0:0
- 16. Dezember 2023: VfL Bochum – Union Berlin 3:0 (1:0)
- 9. Dezember 2023: Union Berlin – Borussia Mönchengladbach 3:1 (1:0)
- 25. November 2023: Union Berlin – FC Augsburg 1:1 (0:1)
- 12. November 2023: Bayer Leverkusen – Union Berlin 4:0 (1:0)
- 4. November 2023: Union Berlin – Eintracht Frankfurt 0:3 (0:2)
- 28. Oktober 2023: Werder Bremen – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 21. Oktober 2023: Union Berlin – VfB Stuttgart 0:3 (0:1)
- 7. Oktober 2023: Borussia Dortmund – Union Berlin 4:2 (2:1
- 30. September 2023: 1. FC Heidenheim – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 23. September 2023: Union Berlin – 1899 Hoffenheim 0:2 (0:2)
- 16. September 2023: VfL Wolfsburg – Union Berlin 2:1 (2:1)
- 3. September 2023: Union Berlin – RB Leipzig 0:3 (0:0)
- 26. August 2023: SV Darmstadt – Union Berlin 1:4 (1:3)
- 20. August 2023: Union Berlin – FSV Mainz 4:1 (2:0)
1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal
- 2. Runde: 31. Oktober: VfB Stuttgart – Union Berlin 1:0 (1:0)
- 1. Runde, 13. August 2023: FC-Astoria Walldorf – Union Berlin 0:4 (0:3)
1. FC Union Berlin – die Champions League
- Dienstag, 12. Dezember 2023, 21:00 Uhr: 1. FC Union Berlin – Real Madrid 2:3 (1:0)
- Mittwoch, 29. November 2023, 21:00 Uhr: SC Braga – 1. FC Union Berlin 1:1 (0:1)
- Mittwoch, 08.11.2023: SSC Neapel – 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0)
- Dienstag, 24. Oktober 2023: 1. FC Union Berlin – SSC Neapel 0:1 (0:0)
- Dienstag, 3. Oktober 2023: 1. FC Union Berlin – SC Braga 2:3 (2:1)
- Mittwoch, 20. September 2023: Real Madrid – 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0)
Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin
- Yorbe Vertessen (PSV Eindhoven)
- Chris Bedia (Servette Genf)
- Kevin Vogt (1899 Hoffenheim)
- Robin Gosens (Inter Mailand)
- Kevin Volland (AS Monaco)
- Lucas Tousart (Hertha BSC)
- Mikkel Kaufmann (FC Kopenhagen)
- Benedict Hollerbach (SV Wehen Wiesbaden)
- Alexander Schwolow (Hertha BSC)
- Brenden Aaronson (Leeds United, Leihe)
- David Fofana (FC Chelsea, Leihe)
- Alex Kral (Spartak Moskau, Leihe)
Abgänge beim 1. FC Union Berlin
Kevin Behrens (VfL Wolfsburg)
Laurenz Dehl (Viktoria Berlin)
Leonardo Bonucci (Fenerbahce Istanbul)
Sheraldo Becker (Real Sociedad)
David Fofana (FC Chelsea)
Aljoscha Kemlein (FC St. Pauli, Leihe)
Sven Michel (FC Augsburg)
Paul Seguin (FC Schalke 04)
Jamie Leweling (VfB Stuttgart, Leihe)
Rick van Drongelen (Samsunspor, Türkei)
Levin Öztunali (Hamburger SV)
Kevin Möhwald (KAS Eupen, Belgien)
Tim Maciejewski (SV Sandhausen)
Morten Thorsby (Genua CFC, Italien, Leihe)
Tymoteusz Puchacz (1. FC Kaiserslautern, Leihe)
Lennart Grill (VfL Osnabrück, Leihe)
Niko Gießelmann (Greuther Fürth)
Timo Baumgartl (FC Schalke 04)
Milos Pantovic (KAS Eupen, Belgien)
Dominique Heintz (1. FC Köln)
Tim Skarke (SV Darmstadt, Leihe)
Jordan Siebatcheu (Borussia Mönchengladbach, Leihe)
Malick Sanogo (1. FC Nürnberg)

