Bundesliga Union Berlin
: Augen-Probleme bei Brenden Aaronson – „wirklich seltsam“

Brenden Aaronson gehört zu den auffälligsten Spielern beim Bundesliga-Sieg von Union Berlin gegen Werder Bremen. Was die Zuschauer im Stadion nicht wussten: Der Offensivspieler hatte mit massiven Sichtproblemen zu kämpfen.
Von
Frank Noack
Berlin
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Torschütze Brenden Aaronson von Union Berlin hatte im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen mit Augenproblemen zu kämpfen.

Sebastian Räppold/Matthias Koch

Brenden Aaronson schoss mit seinem Tor in der 52. Minute den 1. FC Union Berlin zum 2:1 (0:0)-Sieg gegen Werder Bremen. Der US-Amerikaner gehörte zu den auffälligsten Spielern in dieser Bundesliga-Partie im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei.

Aaronson kurbelte mit seinen Tempodribblings immer wieder das Spiel der Gastgeber an. Trainer Nenad Bjelica stattete ihn in der Offensive hinter den Angriffsspitzen mit so vielen Freiheiten aus wie schon lange nicht mehr. „Die Idee war, dass Brenden aus dieser Zone heraus gefährlich sein kann. Er kann mit seinem Tempo und seiner Qualität nach vorn etwas bewegen. Und er hat ein Tor erzielt“, lobte Bjelica.

Kurios: Dabei hatte Brenden Aaronson mit massiven Augenproblemen zu kämpfen. „Ich kam in der Halbzeitpause in die Kabine und da waren meine Pupillen aus irgendeinem Grund geweitet. Ich konnte das ganze Spiel über nicht wirklich etwas sehen. Es war wirklich seltsam“, verriet Aaronson. In der Halbzeitpause bekam der Offenspieler dann Augentropfen verabreicht.

Woher diese Augenprobleme rührten, ließ sich unmittelbar nach dem Spiel nicht wirklich aufklären. Möglicherweise wurden sie von einer Salbe verursacht, die sich Brenden Aaronson zur besseren Atmung vorn auf das Trikot hatte schmieren lassen. „Er hatte Probleme mit dem Auge und hat trotzdem eine tolle Leistung gebracht“, erklärte Trainer Nenad Bjelica. Hier sind die weiteren Stimmen zum Spiel.

Reaktionen der Trainer von Union Berlin und Werder Bremen

Nenad Bjelica (Union Berlin): „Wir sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Die Laufbereitschaft und der Zusammenhalt sind da. Und wir waren effizienter als in den vergangenen beiden Spielen. Ich freue mich für die Mannschaft und den gesamten Verein, dass wir langsam aus einer sehr schwierigen Situation herauskommen. Natürlich gibt uns das eine gewisse Sicherheit. Ich denke aber, 28 Punkte werden noch nicht reichen, um die Klasse zu halten.“

Ole Werner (Werder Bremen): „Der Sieg von Union Berlin ist sicher nicht unverdient. Sie waren in den entscheidenden Situationen konsequenter als wir. Es war kein Spiel für Fußball-Ästheten. In der ersten Halbzeit gab es wenig Torchancen. Die spielentscheidende Phase war dann zu Beginn der zweiten Halbzeit. Da hat uns Union vorgemacht, wie Konsequenz aussieht.“

Stimmen der Spieler von Union Berlin und Werder Bremen

Yorbe Vertessen (Union Berlin) freute sich über sein erstes Tor in der Bundesliga: „Es ist ein unglaubliches Gefühl, das ich mit den Fans teilen konnte. Ich bin wirklich sehr froh. In der ersten Halbzeit war es schwierig, sich Chancen zu erspielen. In der zweiten Halbzeit waren dann die Lücken da und wir haben zwei Tore erzielt.“

Brenden Aaronson (Union Berlin): „In der Halbzeitpause haben wir gesagt, dass wir aggressiver sein müssen und schneller spielen müssen. Ich versuche auf meiner Position einfach nur, dem Team zu helfen und dann mein Spiel zu spielen, was mir heute auch gelungen ist. Ich habe mich auf dieser Position zwischen den Linien sehr wohlgefühlt. Es ging darum, die freien Räume zu finden. Es hat sich für mich einfach richtig gut angefühlt.“

Christopher Trimmel (Union Berlin): „Das war ein ganz wichtiges Spiel für uns. Wir gucken natürlich auf die Tabelle und es geht um den Klassenerhalt – das tut uns gut.“

Tabelle der Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

1. FC Union Berlin – die Champions League

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

  • Kevin Behrens (VfL Wolfsburg)
  • Laurenz Dehl (Viktoria Berlin)
  • Leonardo Bonucci (Fenerbahce Istanbul)
  • Sheraldo Becker (Real Sociedad)
  • David Fofana (FC Chelsea)
  • Aljoscha Kemlein (FC St. Pauli, Leihe)
  • Sven Michel (FC Augsburg)
  • Paul Seguin (FC Schalke 04)
  • Jamie Leweling (VfB Stuttgart, Leihe)
  • Rick van Drongelen (Samsunspor, Türkei)
  • Levin Öztunali (Hamburger SV)
  • Kevin Möhwald (KAS Eupen, Belgien)
  • Tim Maciejewski (SV Sandhausen)
  • Morten Thorsby (Genua CFC, Italien, Leihe)
  • Tymoteusz Puchacz (1. FC Kaiserslautern, Leihe)
  • Lennart Grill (VfL Osnabrück, Leihe)
  • Niko Gießelmann (Greuther Fürth)
  • Timo Baumgartl (FC Schalke 04)
  • Milos Pantovic (KAS Eupen, Belgien)
  • Dominique Heintz (1. FC Köln)
  • Tim Skarke (SV Darmstadt, Leihe)
  • Jordan Siebatcheu (Borussia Mönchengladbach, Leihe)
  • Malick Sanogo (1. FC Nürnberg)