Fußball Bundesliga: Union Berlin verpasst Rekord-Dreier – Fans feiern Sieg gegen DFL
Der 1. FC Union Berlin verpasst den Rekordsieg in der Fußball-Bundesliga – statt des fünften Heimdreiers in Folge im Stadion an der Alten Försterei mussten sich die Eisernen am Samstag mit einem 2:2 (2:1) gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim begnügen.
Die Tore von Robin Gosens (44.) und Andras Schäfer (45.+2) reichten nicht zum Sieg, für Heidenheim trafen Nikola Dovedan (3.) und Jan-Niklas Beste (71.). Union steht vorerst auf Rang zwölf und hat weiter acht Punkte Vorsprung vor Relegationsrang 16.
Union-Coach Nenad Bjelica befand: „Es war ein offenes Spiel mit viel Kampf, großer Laufbereitschaft – und einigen Fehlern zu viel.“ Heidenheims Trainer Frank Schmidt konstatierte: „Wir haben alles dafür getan, diesen Punkt hier zu holen und den haben wir uns auch verdient.“
Trainer Bjelica von Union Berlin stellt die Abwehr um
Bjelica schickte mit Brenden Aaronson den Matchwinner aus der Vorwoche von Beginn an aufs Feld. Mit seinem Siegtreffer in Hoffenheim hatte der US-Nationalspieler das Ticket für die Startelf gezogen. Er ersetzte den gesperrten Kevin Volland. Robin Knoche spielte in der Innenverteidigung für den ebenfalls gesperrten Diogo Leite – rückte dabei allerdings in die Abwehrmitte. Kevin Vogt sollte dafür in der Dreierkette links verteidigen – eine Umstellung mit Folgen.
Andras Schäfer und Josip Juranovic kehrten nach ihren Verletzungspausen ebenfalls in die erste Elf zurück. Dafür saßen Aissa Laidouni und Christopher Trimmel vorerst auf der Bank. Trimmel bekam das Ständchen der Fans zu seinem 37. Geburtstag. Er ist seit 2014 im Verein und mit 324. Spielen auf Rang zwei der ewigen Einsatzliste bei den Eisernen.
Zudem feierten die Union-Fans das vorläufige Aus für den Investoreneinstieg in die Deutsche Fußball-Liga (DLF) wie einen Sieg. In Anspielung auf die Tennisbälle, die zuletzt immer wieder für Spielunterbrechungen in der Bundesliga gesorgt hatten, hieß es auf einem Banner im Fanblock: „Spiel, Satz und Sieg!“. Zudem schob die Fanszene eine Warnung an die DFL hinterher: „Doch beim nächsten Aufschlag stehen wir bereit!“
In das Spiel gegen Aufsteiger Heidenheim startete Union denkbar schlecht. Eine verunglückte Kopfballrückgabe von Kevin Vogt war der Ausgangspunkt für den frühen Gegentreffer: Heidenheims Nikola Dovedan vollendete kaltschnäuzig (3.).
Robin Gosens bei beiden Toren beteiligt
Danach wackelten die Berliner und ließen sich vom Ex-Cottbuser Tim Kleindienst und dem ballsicheren Jan-Niklas Beste stressen. Josip Juranovic rettete die Eisernen mit einer Last-Minute-Grätsche gegen Beste vorm zweiten Gegentreffer (24.). Erst nach einer halben Stunde kam mehr Struktur in die Aktionen der Bjelica-Elf.
Bei den beiden Toren kurz vor der Halbzeitpause half das Matchglück mit, das sich die Berliner in den vergangenen Wochen wieder zurückerkämpft hatten. Bei einem vermeintlich harmlosen Freistoß von Juranovic fiel Robin Gosens der Ball vor die Füße – der 29-Jährige nutzte den Freiraum clever zum Ausgleich (44.).
Kurz darauf kassierte der Berliner Nationalspieler seine fünfte Gelbe Karte und ist damit im nächsten Spiel gegen Borussia Dortmund gesperrt. Mit dem Frust über diese Sperre eroberte Gosens noch vor der Pause einen entscheidenden Ball im Heidenheimer Aufbauspiel. Den Konter schmetterte Andras Schäfer zum 2:1 (45.+2) ins Netz – mit freundlicher Hilfe des Rückens seines Teamkollegen Aaronson.
Abwehr beim Gegentor unsortiert
Unions Sportchef Oliver Ruhnert gab bei „Sky“ zu, selbst von der Führung seiner Mannschaft überrascht zu sein: „Manchmal ist es im Fußball nicht zu erklären, warum die Dinge dann so laufen.“
Diese Führung verdienten sich die Berliner danach mit typischem Union-Berlin-Fußball. Die Eisernen waren jetzt in den Zweikämpfen drin. Allerdings: Große Torgefahr konnten sie nicht erzeugen.
Im Gegenteil: Auf der Gegenseite hatte Kleindienst per Kopf die Großchance zum Ausgleich (63.). Kurz darauf kassierte Union dann tatsächlich den zweiten Gegentreffer (71.) – aus dem Nichts. Ein Befreiungsschlag der Heidenheimer wurde zur perfekten Vorlage für Beste, der mit einem Lupfer Union-Keeper Frederik Rönnow keine Chance ließ. Zum zweiten Mal, dass die Berliner Hintermannschaft nicht richtig sortiert war – so reichte es auch nicht zum erhofften Rekordsieg an der Alten Försterei.
Tabelle der Fußball-Bundesliga
1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga
- 2. März 2024: Union Berlin – Borussia Dortmund
- 24. Februar 2024: Union Berlin – 1. FC Heidenheim 2:2 (2:1)
- 17. Februar 2024: 1899 Hoffenheim – Union Berlin 0:1 (0:0)
- 10. Februar 2024: Union Berlin – VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)
- 07. Februar 2024: FSV Mainz 05 – Union Berlin 1:1 (1:1)
- 04. Februar 2024: RB Leipzig – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 28. Januar 2024: Union Berlin – SV Darmstadt 1:0 (0:0)
- 24. Januar 2024: FC Bayern München – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 13. Januar 2024: SC Freiburg - Union Berlin 0:0
- 16. Dezember 2023: VfL Bochum – Union Berlin 3:0 (1:0)
- 9. Dezember 2023: Union Berlin – Borussia Mönchengladbach 3:1 (1:0)
- 25. November 2023: Union Berlin – FC Augsburg 1:1 (0:1)
- 12. November 2023: Bayer Leverkusen – Union Berlin 4:0 (1:0)
- 4. November 2023: Union Berlin – Eintracht Frankfurt 0:3 (0:2)
- 28. Oktober 2023: Werder Bremen – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 21. Oktober 2023: Union Berlin – VfB Stuttgart 0:3 (0:1)
- 7. Oktober 2023: Borussia Dortmund – Union Berlin 4:2 (2:1
- 30. September 2023: 1. FC Heidenheim – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 23. September 2023: Union Berlin – 1899 Hoffenheim 0:2 (0:2)
- 16. September 2023: VfL Wolfsburg – Union Berlin 2:1 (2:1)
- 3. September 2023: Union Berlin – RB Leipzig 0:3 (0:0)
- 26. August 2023: SV Darmstadt – Union Berlin 1:4 (1:3)
- 20. August 2023: Union Berlin – FSV Mainz 4:1 (2:0)
1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal
- 2. Runde: 31. Oktober: VfB Stuttgart – Union Berlin 1:0 (1:0)
- 1. Runde, 13. August 2023: FC-Astoria Walldorf – Union Berlin 0:4 (0:3)
1. FC Union Berlin – die Champions League
- Dienstag, 12. Dezember 2023, 21:00 Uhr: 1. FC Union Berlin – Real Madrid 2:3 (1:0)
- Mittwoch, 29. November 2023, 21:00 Uhr: SC Braga – 1. FC Union Berlin 1:1 (0:1)
- Mittwoch, 08.11.2023: SSC Neapel – 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0)
- Dienstag, 24. Oktober 2023: 1. FC Union Berlin – SSC Neapel 0:1 (0:0)
- Dienstag, 3. Oktober 2023: 1. FC Union Berlin – SC Braga 2:3 (2:1)
- Mittwoch, 20. September 2023: Real Madrid – 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0)
Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin
- Yorbe Vertessen (PSV Eindhoven)
- Chris Bedia (Servette Genf)
- Kevin Vogt (1899 Hoffenheim)
- Robin Gosens (Inter Mailand)
- Kevin Volland (AS Monaco)
- Lucas Tousart (Hertha BSC)
- Mikkel Kaufmann (FC Kopenhagen)
- Benedict Hollerbach (SV Wehen Wiesbaden)
- Alexander Schwolow (Hertha BSC)
- Brenden Aaronson (Leeds United, Leihe)
- David Fofana (FC Chelsea, Leihe)
- Alex Kral (Spartak Moskau, Leihe)
Abgänge beim 1. FC Union Berlin
Kevin Behrens (VfL Wolfsburg)
Laurenz Dehl (Viktoria Berlin)
Leonardo Bonucci (Fenerbahce Istanbul)
Sheraldo Becker (Real Sociedad)
David Fofana (FC Chelsea)
Aljoscha Kemlein (FC St. Pauli, Leihe)
Sven Michel (FC Augsburg)
Paul Seguin (FC Schalke 04)
Jamie Leweling (VfB Stuttgart, Leihe)
Rick van Drongelen (Samsunspor, Türkei)
Levin Öztunali (Hamburger SV)
Kevin Möhwald (KAS Eupen, Belgien)
Tim Maciejewski (SV Sandhausen)
Morten Thorsby (Genua CFC, Italien, Leihe)
Tymoteusz Puchacz (1. FC Kaiserslautern, Leihe)
Lennart Grill (VfL Osnabrück, Leihe)
Niko Gießelmann (Greuther Fürth)
Timo Baumgartl (FC Schalke 04)
Milos Pantovic (KAS Eupen, Belgien)
Dominique Heintz (1. FC Köln)
Tim Skarke (SV Darmstadt, Leihe)
Jordan Siebatcheu (Borussia Mönchengladbach, Leihe)
Malick Sanogo (1. FC Nürnberg)




