Union Berlin
: Hollerbach und Bedia treffen bei Testspielsieg gegen 1. FC Magdeburg

Fußball-Bundesligist Union Berlin gewinnt das Testspiel gegen Magdeburg. Trainer Nenad Bjelica freut sich über die Tore der Stürmer. Eine Verletzung sorgt für den Wermutstropfen im Duell mit dem Zweitligisten.
Von
Frank Noack
Berlin
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Torschütze Benedict Hollerbach (1. FC Union Berlin, rechts) erhält hier die Glückwünsche von Jerome Roussillon.

Sebastian Räppold/Matthias Koch

Benedict Hollerbach hat den 1. FC Union Berlin mit einem Doppelpack zum 3:1 (2:0)-Testspielsieg gegen den Fußball-Zweitligisten 1. FC Magdeburg geschossen. Trotz der Anstoßzeit um 12 Uhr kamen am Donnerstagmittag 3711 Zuschauer ins Stadion An der Alten Försterei.

Benedict Hollerbach traf in der 10. und 31. Minute. Nach dem Magdeburger Anschlusstreffer durch Jan-Luca Schuler (56.) sorgte Chris Bedia (59.) mit seinem Premieren-Treffer im Trikot der Eisernen aus Köpenick für den 3:1-Endstand.

Das Fazit von Union-Trainer Nenad Bjelica: „Magdeburg mag das Spiel mit viel Ballbesitz. Wir haben versucht, sie unter Druck zu setzen. Das war nicht immer einfach. Aber wir haben drei Tore geschossen. Wichtig ist, dass die Stürmer wieder getroffen haben.“

Wie es sich für ein solches Testspiel gehört – Bjelica ließ im Kader von Union Berlin kräftig rotieren. Von der Startelf des 2:1-Sieges gegen Werder Bremen am zurückliegenden Bundesliga-Wochenende waren mit Kapitän Christopher Trimmel, Danilho Doekhi und Lucas Tousart diesmal nur drei Spieler dabei.

Zudem fehlten die Nationalspieler bei diesem Test gegen Zweitligist Magdeburg. Mit Torhüter Frederik Rönnow sowie Andras Schäfer, Aissa Laidouni, Josip Juranovic, Diogo Leite und Brenden Aaronson wurden insgesamt sechs Union-Profis für ihre jeweiligen Auswahlteams nominiert. Robin Gosens fand dagegen keine Berücksichtigung für das DFB-Team. Rani Khedira bekam eine Erholungspause. Er fehlte im Aufgebot für das Testspiel genauso wie Ersatztorhüter Alexander Schwolow.

Die Augen der Fans im Stadion An der Alten Försterei waren vor allem auf Chris Bedia gerichtet. Der Winter-Neuzugang vom Schweizer Erstligisten Servette Genf wartet bekanntlich noch auf seinen Durchbruch in der Bundesliga. Bedia kommt bislang erst auf vier Kurzeinsätze mit insgesamt 43 Spielminuten. Gegen Magdeburg stürmte Bedia im 3-4-3-System auf der rechten Seite neben Kevin Volland und Benedict Hollerbach.

Vor allem über Hollerbach und Bedia kamen die Eisernen in der ersten Halbzeit immer wieder zu guten Abschlüssen. Hollerbach nutzte zwei dieser Möglichkeiten mit energischen Sprints zur 2:0-Pausenführung.

Kevin Vogt in neuer Rolle

Mit Beginn der zweiten Halbzeit stellte Bjelica auf eine Viererkette um und testete zudem eine interessante taktische Facette: Kevin Vogt, normalerweise Abwehrchef in der Innenverteidigung, übernahm die Rolle des Sechsers vor der Abwehr.

Es gab bei diesem kurzweiligen Testspiel allerdings auch einen Wermutstropfen: Jakob Busk, normalerweise die Nummer drei im Tor der Eisernen, verletzte sich nach gut einer Stunde am Knöchel. Anstelle von Busk rückte U19-Keeper Berkin Arslanogullari zwischen die Pfosten. Für den 18-Jährigen war es das Profidebüt im Stadion An der Alten Försterei.

In der Schlussphase kamen mit Noah Engelbreth, Tim Schleinitz und Jerome Scholz noch weitere Nachwuchsspieler zum Einsatz.

Statistik Union Berlin gegen 1. FC Magdeburg

Union Berlin – 1. FC Magdeburg 3:1 (2:0)

Union Berlin: Busk (69. Arslanogullari) – Jaeckel, Knoche, Doekhi (46. Vogt) – Trimmel (75. Scholz), Kral, Tousart (75. Schleinitz), Roussillon (75. Engelbreth) – Bedia (61. Kaufmann), Volland (46. Vertessen), Hollerbach (61. Gosens).

1. FC Magdeburg: Reimann (63. Kruth) – Nollenberger, Hugonet, Heber, Bockhorn (68. Amaechi) – Elfadi (46. Condé), Gnaka, Atik (68. Teixeira) – El Hankouri (68. Bell Bell), Schuler, Ito (63. Ceka).

Tore: 1:0 Hollerbach (10.), 2:0 Hollerbach (31.), 2:1 Schuler (56.), 3:1 Bedia (59.); Schiedsrichter: Burda (Berlin); Zuschauer: 3711.

Tabelle der Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – die Fußball-Bundesliga

1. FC Union Berlin – der DFB-Pokal

1. FC Union Berlin – die Champions League

Neuzugänge beim 1. FC Union Berlin

Abgänge beim 1. FC Union Berlin

  • Kevin Behrens (VfL Wolfsburg)
  • Laurenz Dehl (Viktoria Berlin)
  • Leonardo Bonucci (Fenerbahce Istanbul)
  • Sheraldo Becker (Real Sociedad)
  • David Fofana (FC Chelsea)
  • Aljoscha Kemlein (FC St. Pauli, Leihe)
  • Sven Michel (FC Augsburg)
  • Paul Seguin (FC Schalke 04)
  • Jamie Leweling (VfB Stuttgart, Leihe)
  • Rick van Drongelen (Samsunspor, Türkei)
  • Levin Öztunali (Hamburger SV)
  • Kevin Möhwald (KAS Eupen, Belgien)
  • Tim Maciejewski (SV Sandhausen)
  • Morten Thorsby (Genua CFC, Italien, Leihe)
  • Tymoteusz Puchacz (1. FC Kaiserslautern, Leihe)
  • Lennart Grill (VfL Osnabrück, Leihe)
  • Niko Gießelmann (Greuther Fürth)
  • Timo Baumgartl (FC Schalke 04)
  • Milos Pantovic (KAS Eupen, Belgien)
  • Dominique Heintz (1. FC Köln)
  • Tim Skarke (SV Darmstadt, Leihe)
  • Jordan Siebatcheu (Borussia Mönchengladbach, Leihe)
  • Malick Sanogo (1. FC Nürnberg)